Digidesign Transfuser
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Digidesign Transfuser

Transfuser, Virtuelles Schlagzeug/Perkussion from Digidesign.

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Digidesign Transfuser: Der Test

Sample Transfusion
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A.I.R. (die Virtual Instrument Abteilung von Digidesign) ist stets bestrebt Anwender von Pro Tools mit neuen kreativen Werkzeugen auszustatten. Diesmal ist es ein Sequenzer in einem Sequenzer, der sich auf Loops aller Arten spezialisiert hat. Schauen wir uns die Anwendung mal genauer an…

Präsentation

OuvertureEs gibt eine grosse Box, eine DVD, einen Aktivierungscode. Man muss die iLok Lizenz runterladen, die Sound Bank und das RTAS Plug-In installieren (benötigt 1.65 GB)…nichts kompliziertes. Die Software ist Mac und Windows kompatibel, aber man muss Pro Tools besitzen (LE, M-Powered oder HD mit Version 7). Zu guter Letzt muss man nur noch das Instrument in einer Session öffnen. Werfen wir also mal einen Blick auf das Interface und die Funktionsweise dieser Anwendung.

Die Idee ist es, innerhalb von Transfuser Spuren (Tracks) zu erstellen. Diese Tracks lesen Audio Dateien und bringen gleichzeitig mehrere Module zusammen. Auf der linken Seite befindet sich eine Art Browser über den Tracks (gesamte Ensembles), oder auch nur einzelne Audio Dateien geladen werden können – seien diese aus der Sound Bank entnommen, oder selbst erstellt worden. Man kann einen Sound vorhören, indem man auf die jeweilige Datei klickt. Der Sound wird dabei solange abgespielt, wie man die Maus gedrückt hält. Hat man ‘Latch’ ausgewählt wird die ganze Datei abgespielt. Über eine ‘Sync’ Option kann das Playback mit dem Tempo des Pro Tools Projektes synchronisiert werden. Es gibt auch eine Pitch und Volume Einstellung welche bereits beim Vorhören eingestellt werden können. Schliesslich steht dem Anwender noch eine Suchfunktion zur Verfügung, über die nach ausgewählten Kriterien gesucht werden kann.


Oben befindet sich das Feld, wo sich komplette Tracks und Audio Dateien aus dem Browser, der Pro Tools Region List, Pro Tools Audio Tracks oder dem Desktop (bzw. Ordner) per ‘Drag-and-Drop’ hineinziehen lassen. Man kann wie bereits erwähnt Tracks einfügen (dabei werden die Module direkt positioniert) oder Audio Dateien importieren. Wählt man Zweiteres so öffnet sich ein Fenster welches einem die Wahl zwischen drei Erkennungsarten gibt: Sliced Audio and Slice Sequence, Time-Stretch Audio and Trigger Sequence oder Drum Kit and Drum Sequence (wir werden diese drei Arten später noch genauer anschauen). Dazugehörige Module werden auch in dieser Sektion geöffnet. Noch zu erwähnen bleibt, dass man auch ein externes Audio Signal verwenden kann (dazu mehr später).

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Steuerung

Controller et MasterIn der Mitte der GUI sind die Master und Controller Sektionen, welche für die Einstellungen der wichtigsten Befehle und Funktionen zuständig sind. In der ersten Sektion befinden sich sechs ‘Smart’ Tasten und acht ‘Trigger’ Pads (alle individuell zuweisbar), ein virtuelles Keyboard (eine der Oktaven wurde dem Auswählen von Patterns zugewiesen) und ein Fader, der als Crossfader zwischen den Ausgangsbussen 1 & 2 bestimmt ist. Tasten werden über MIDI Learn zugewiesen – wenn nötig können auch Minimal- und Maximalwerte eingestellt werden. Die Trigger Pads können einen Loop, ein Loop-Segment, Stop Playback und andere Funktionen übernehmen.Import

Die zweite Sektion (Master Section) besteht aus einem Master Groove Modul, in dem man einen Loop grafisch bearbeiten kann. Zusätzlich kann man hier auf den Multi-Effekt Master zugreifen (2 Busse und ein Insert) und über ein praktisches ‘Rec’ Modul genau das aufnehmen, was gerade im Transfuser geschieht – und zwar in Echtzeit! Dies kann anschliessend wieder über ‘Drag-and-Drop’ importiert und weiter verarbeitet, oder ins Pro Tools Arrange Fenster, Desktop, oder einen beliebigen Ordner exportiert werden. Eine wirklich nützliche Funktion!

Unten links ist eine Anzeige die Informationen über die jeweilige ausgewählte Datei anzeigt und rechts davon die ‘Editor’ Anzeige, welche den gesamten Editor des ausgewählten Moduls oder Effektes anzeigt. Erste gute Nachricht: Transfuser erkennt mehrere Audio Formate (Wav, AIFF, Rex und ACID). Unglücklicherweise aber nicht FCA, MP3, Apple Lossless und andere komprimierte Formate. Zweite gute Nachricht: Transformer ist ziemlich geradlinig in der Anwendung (zumindest nachdem man sich ein bisschen eingearbeitet hat), auch wenn die Anwendung voller Möglichkeiten steckt.

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Erste Schritte

MIDI Learn CCSlicesSchauen wir uns einmal an, wie man genau Loops importiert. Der Loop (sei es nun eine Bass Line, Drum Grooves, ein Bläser Riff, etc.) kann auf drei unterschiedliche Arten importiert werden: Sliced Audio, Time Stretched Audio und Trigger Sequence (der Loop wird fix auf das Pro Tools Tempo angepasst), oder unterteilt in Drum Kit und Trigger Sequence. Wenn man einen Loop öffnet, dann erscheinen fünf Module in der ausgewählten Sektion: über ein erstes Modul kann der MIDI Kanal, die Bandbreite und die Automations Einstellungen ausgewählt werden. Das zweite Modul ist ein Sequenzer – entweder für Slices, Phrases oder Drums. Dieser Sequenzer steuert einen Synthesizer an, der entweder Slicer, Phrase Player oder Drum Machine mit 12 Pads sein wird. Dann steht ein Effekt-Prozessor mit vier Inserts zur Verfügung, die wahlweise seriell oder parallel verwendet werden können. Schliesslich befindet sich auf der rechten Seite noch eine Mix Modul mit Mute, Solo, Volume, Pan, Zuweisung auf einen der neun Busse und ‘Send’ auf die zwei Multi-Effekte des Masters (wo bis zu vier Effekte gleichzeitig möglich sind).

Widmen wir uns zuerst den ‘Slices’. Man importiert die Wellenform und wählt die erste Option (Slice Audio…). Die Datei wird automatisch von Transfuser analysiert und alle Module werden an den richtigen Ort gesetzt. Ein Klick auf Slicer zeigt dann unten den ganzen Editor an. Der ‘Automatic Transient Detection’ Algorithmus funktioniert grossartig und liefert durchwegs gute Resultate, welche zudem noch frei editiert werden können.

SlicerZuerst kann man die Slices quantisieren. Dann kann über das Edit Menü das Volumen einzelner Zonen eingestellt werden. Danach hat man die Möglichkeit die einzelnen Slices einen von drei Subgruppen zuzuweisen (High, Mid und Low). Dies ermöglicht es wahlweise nur gewisse Subgruppen zu lesen (alle Kombinationen sind möglich). Somit ist es ziemlich einfach, gewisse Änderungen vorzunehmen und anschliessend zu speichern. Es stehen zusätzliche Einstellungen zur Verfügung: Pitch, Envelope Depth, Temp, Filter, Envelope Filter, Amplitude, etc. Ab diesem Punkt gelten leider alle Einstellungen für die gesamte Datei und nicht mehr nur für die einzelnen Slices. Dies ist zum Beispiel beim guten alten pHATmatik Pro möglich…nun ja…

Slice sequencer

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Sequenzer Editor

Audio InputWenn man sich einmal innerhalb des Sequenzers befindet, dann ändern sich die Dinge. Man kann die Reihenfolge und das Layout ändern, sie auf vier grundlegende Notenwerte quantisieren (von 8tel-Noten Triolen bis hin zu 32tel Noten), mehrere Parameter individuell und/oder simultan bearbeiten und sie in eine der 12 ‘Pattern Slots’ speichern, die auf dem virtuellen Keyboard der Master Sektion vorzufinden sind.

PhraseEs können sechs Parameter grafisch innerhalb eines ‘Piano Roll’ Editors bearbeitet werden. Es ist möglich dort Dinge umher zu bewegen, Noten stumm zu schalten (welche die Slices ansteuern), oder neue Noten zu kreieren. Noten können in einem beliebig wählbaren Raster geschrieben werden. Die sechs Parameter sind Velocity (0 bis 127), Pitch, Filt (hier wird die Cutoff Frequenz bestimmt), Dec (decay), Pan und Rev (nicht Reverb, sondern Reverse – hier wird das Slice rückwärts ausgelesen). Schliesslich stehen einem noch eine Undo Funktion und ein ‘Global Reset’ zur Verfügung. Alles funktioniert ohne Probleme, aber der Edit Monitor ist einfach zu klein – auch wenn er vergrössert wird. Es wäre auch schön gewesen, wenn man Werkzeuge über einen Keyboard Shortcut, oder ein Rechts-Klick Menü hätte auswählen können.

Phrase seqEs gibt einen geheimnisvollen grossen Knopf mit dem Akronym M.A.R.I.O. Dieses Akronym steht für Musical Advanced Random Intelligent Operations. Dies ist ein musikalischer Zufalls Algorithmus mit dem sich Variationen der Sequenz durch einen einfachen Klick erstellen lassen sollen. Man wählt dabei einen von sechs Parametern aus, stellt den ‘Depth’ Regler ein und drückt ‘Apply’. Eine ‘Back’ Taste erlaubt es die Berechnung rückgängig zu machen. Das Resultat ist ziemlich musikalisch, auch wenn es niemals an ein Resultat herankommt, das selber programmiert und ausgedacht wurde. Dennoch sollte dieses Werkzeug nicht übersehen werden, da es Variationen erzeugt, an die man sonst nicht gedacht hätte…auch wenn man sie am Ende noch ein wenig überarbeiten muss.

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Phrasen im Detail

PhrasesEine weitere Hauptfunktion ist der Phrase Sequenzer. Hier wird eine Phrase importiert, durch Strecken an ein gegebenes Tempo, oder durch Ändern der Tonhöhe an eine gegebene Tonart angepasst. Es können unterschiedliche Algorithmen verwendet werden wie Drum/Perc, Lo-Fi (mit ‘Granulation’ und ‘Random’ Einstellungen), Solo/Vocals, Vocodize (mit ‘Key’ und ‘Formant Tracking’), Mix Chords und Sampler. Letzteres ist für Akkord Phrasen und erzeugt den klassischen ‘Verschnellerungs’-Effekt bei Änderung der Tonhöhe. Es kann die ursprüngliche Phrase ohne Transponieren gespielt werden, oder man kann sie alternativ der gespielten MIDI Note anpassen. Hier sollte erwähnt werden, dass die Stretch und Pitch Algorithmen sehr sauber arbeiten – ohne Zweifel dank Elastic Audio (vielleicht sogar Elastic Pitch). Was Modifikationen der Phrasen im Piano Roll Editor betrifft, so fehlen da ein paar Funktion und man muss sich mit Velocity, Filter, Decay und Pan ‘abgeben’.

AIR stellt dem Anwender alle Arten von Presets zur Verfügung. Natürlich finden sich Phrasen, Drum Sounds und andere Audio Dateien – aber auch MIDI Phrasen, Rhythmen (die sich in die unterschiedlichen Sequenzer laden lassen können), Slice, Phrase und Drums. Alles tönt von sich aus wirklich gut! Ein einfacher Gitarren-Akkord wird durch Auswahl des richtigen 16tel Noten Patterns erst lebendig, ein Drum-Groove wird dadurch erst lebendig, usw. Noch einmal: sehr gute Arbeit!

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Trigger Pads

DrumsDer letzte Import Modus ist Drum Kit and Drum Sequence. Bei einem Drum Loop ist diese Funktion ziemlich beeindruckend. Transfuser analysiert die Audio Datei und platziert anschliessend die unterschiedlichen Elemente auf einer Bank mit Pads (2 x 12, chromatisch auf einem MIDI Keyboard unterteilt). Dabei werden zuerst die BD, Snare, HiHat, Becken usw. identifiziert und auf die ersten paar Pads zugeteilt. Anschliessend wird die gesamte Datei in einer Sequenz aufgeteilt, die dem ursprünglichen Loop zum grössten Teil entspricht.

PadsJedes Sample kann hier individuell editiert werden. Die erste Gruppe der editierbaren Parameter kann im ‘Waveform Display’ Fenster gefunden werden. Man erhält eine Auswahl aus Filtern, Frequency, Cutoff und Ansprechen der Velocity und Hüllkurve. Als nächstes können Hüllkurven für Tonhöhe, Volumen und Filter eingestellt werden. Zudem stehen einem Solo und Mute plus ein Effektgerät (pro Pad!) zur Verfügung…


Darunter befindet sich mit ‘Pitch Adjustment’ eine Anpassung der Tonhöhe, Cutoff, Resonance, Hold and Release Hüllkurven und ihr Ansprechen auf Velocity, Pan und Volumen. Insgesamt also ein ziemlich ausführliches, auf den Arbeitsfluss ausgerichtetes Set an Möglichkeiten zum Editieren. Der Sequence Editor ist ebenfalls sehr gut aufgebaut, und es können auch Patterns über einen externen Controller eingegeben werden (nicht nur die Maus). Zusätzlich sind unabhängige, rhythmische Unterteilungen pro Instrument, das Erstellen von ‘Models’, automatische Crescendos und Decrescendos und andere Funktionen möglich. Eine nette Funktion mit dem Namen ‘Simplifiy’ erlaubt das vereinfachen einer Sequenz, indem in regelmässigen Abständen Elemente und Noten entfernt werden. Man muss sie nur auf einen Controller zuweisen und schon hat man eine schnelle Art um für Patterns Variationen zu finden. Zuletzt befinden sich auf der linken Seite Einstellungen für Pitch, Cutoff und Decay.

Am Ende steht einem also eine sehr komplette Drum Machine zur Verfügung. Dies nicht nur weil AIR dem Anwender eine eindrückliche Anzahl Wellenformen zur Verfügung stellt, sondern auch weil man nahezu jeden Sound importieren kann (nicht nur Schlagzeug oder Perkussion). Da kommt man schon schnell mal auf ein überraschendes Resultat – auch wenn die Sequenz dann nicht so einfach einzusetzen ist. Aber die Unterteilung der einzelnen Sounds auf Pads kann so manche neue Idee hervorbringen. Man sollte auch daran denken, dass es ziemlich einfach ist, Sound aus dem Transfuser wieder in den Transfuser hinein zu bringen…
Dies ist das leistungsfähigste Modul in Transfuser und aus diesem Grund ist es auch das, welches den Computer am schnellsten auf die Knie zwingt: 24 Pads mit Hüllkurven, vier Filtern und Effekten…verbrauchen schon ein paar Ressourcen…

Drums

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Automation und FX

AutomationZu guter Letzt noch das Sahnehäubchen (bevor wir uns im Detail der Automation und den Effekten widmen): Alle Patterns die in Transfuser kreiert wurden können direkt in Pro Tools (oder innerhalb anderer Instrumente) verwendet werden. Ein einfaches ‘Drag-and-Drop’ des Patterns in einen MIDI Track, Insrument, die Track List oder die Region List reicht…
Was die Automation betrifft so ist sie gut konzipiert worden und erweist sich als essentielle Ergänzung beim Zuweisen von Controllern und Edit Parametern. Es ist sogar so, dass ein paar Einstellungen und Regler in Transfuser nicht über Hüllkurven oder Spuren verfügen, wie es bei den meisten Editoren sonst üblich ist. Andererseits besitzen die meisten eine MIDI Learn Funktion und können mit einem externen Controller, oder einem internen Regler verbunden werden. Das Instrument bietet 12 frei zuweisbare Automationsspuren (pro Track), die über einen Rechtsklick auf den gewünschten Parameter festgelegt werden können. Anschliessend kann die Quantisierung und die Art des Playbacks (one-shot oder loop) festgelegt werden. Automatisierte Parameter sind durch ein gelbes LED erkennbar, welches sich mit den programmierten Werten bewegt.

Quantize automationBei den Effekten stellt AIR alles nötige und mehr zur Verfügung. Jeder Effekt kann gezielt eingestellt werden (keine vereinfachte Versionen hier). Die Effekte tönen ziemlich gut, können synchronisiert werden und verfügen über spezielle Eigenschaften (z.B. Trigger auf dem Flanger wodurch die LFO Phase zurückgesetzt wird). Es stehen Chorus, Phaser, Flanger, Reverb (einer davon Federhall), Verzerrungen, Kompressoren (ein ‘Pumper’ simuliert den Sidechain Effekt), Enhancers, Filter, Kill EQ, Lo-Fi und Vinyl, Tape Delay und Multi (alle sehr gut) zur Verfügung…
Unter den weniger üblichen Effekten befinden sich der sehr ausführliche Gater, Effectrix, Major Malfunction und Chaos Designer von Stylus RMX (wenn auch weniger ausführlich immer noch sehr leistungsfähig). Über einen externen Controller können Funktionen wie Reorder, Repeat, Gate, Scratch und Freeze erzwungen werden. Eine weitere gute Idee.
Zudem sollte nicht vergessen werden, dass Transfuser einen Audio Eingang besitzt. Somit kann man Transfuser auch auf eine bereits bestehende Audio Datei innerhalb von Pro Tools quasi als Effekt anwenden.

 

Effects

 

Digidesign Transfuser: Der Test

Fazit

GaterObwohl Structure, Hybrid, Velvet oder Strike ihre Aufgabe perfekt erledigen, so haben sie doch auch nichts revolutionäres zu bieten (Sampling, Synthese, Emulation von elektromechanischen Keyboards und Drumstations). Transfuser ist zwar auch nicht vollkommen revolutionär, aber die Anwendung verfügt über ein echtes Konzept und kann von sich behaupten, das erste original VSTi von AIR zu sein. Es ist definitiv im Augenblick das kompletteste Instrument welches für auf Loops basierte Musik erhältlich ist. Die Anzahl zur Verfügung stehender Tracks und Effekte erlauben einem fast alle Produktionsschritte innerhalb dieser Software vorzunehmen. Um das beste aus Transfuser herauszuholen, muss man sich dennoch ein bisschen Zeit damit nehmen. Die Einbindung von externen Controllern ist ebenfalls sehr gut durchdacht.

BeatcutterDies eröffnet der Arbeit innerhalb von Pro Tools neue Horizonte – speziell was die Live Anwendung betrifft. Das mag ein wenig komisch scheinen, wenn man betrachtet, dass Pro Tools ja eher auf das Studio hin ausgelegt ist. Aber man kann schon ein Muster (oder eine Strategie) erkennen, die mal mit der MBox Micro angefangen hat (und eben auch als Bundle mit Transfuser erhältlich ist).

Pro Tools auf der Bühne? Ist das möglich? Die Konkurrenz ist hart – von Live zu Mainstage, Usine zu Reason, Receptor zu SM Pro…Digidesign muss sich da schon mächtig ins Zeug legen – vor allem wenn man betrachtet, dass die Anwendung exklusiv für Pro Tools angeboten wird. Es gibt kein Bestreiten, dass Transfuser für diese Herausforderung gerüstet ist. Das Instrument ist extrem ausführlich und vielseitig (man braucht dazu schon einen ziemlich leistungsfähigen Computer) und ist was das Arbeiten mit Loops betrifft Live wie im Studio gleich gut einsetzbar.

+ Das Konzept
+ Die drei Modi
+ Ausführliche Drum Machine
+ Pitch und Time Stretch Algorithmen
+Arbeitsfluss trotz der Komplexität und Leistungsfähigkeit
+ Überall MIDI Learn und Automation
+ Sehr gut Live einsetzbar
+ Audio
+ ‘Drag-and-Drop’ Audio und MIDI
+ Interner Audio Recorder
+ Inklusive 20 hochwertige Effekte
+ Effekte können fast überall angewendet werden
+ Unzählige Presets, Sequenzen mit Effekten
+ Loop Library

- Informationen sind manchmal schwierig zu lesen
- Slice Bildschirm ist zu klein
- Importiert keine MP3, AAC, CAF, Apple Lossless
- Verbraucht eine Menge Ressourcen
- Nur Pro Tools…