Line 6 TonePort UX1
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Line 6 TonePort UX1

TonePort UX1, USB audio interface from Line 6 in the TonePort series.

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Anleitungen: Wie man die Dual-Tone Funktionen von TonePort verwendet (UX1/UX2/UX8)

Von phraseland am 23/05/2009 - (Fortgeschritten)

Introduction

von ajmee am 06/30/2008
(übersetzt von phraseland)

Eine der coolsten Funktionen der POD X3 Familie ist die 'Dual-Tone' Funktion. Zusammengefasst handelt es sich hier um die Möglichkeit, das Gitarrensignal durch zwei separate Ketten gleichzeitig zu schicken. Richtig angewendet gibt Dual-Tone der Performance zusätzliche Tiefe und Dimension.

Wie sieht es aber mit Besitzern von Einsteigermodellen der TonePort Audio Interfaces aus? Nun auch in der TonePort Serie ist Dual Mode enthalten – nur wird diese Funktionen leider sehr häufig übersehen.

Étape 1

Das Instrument mit TonePort verbinden

Im Gegensatz zum PODX3 brauchen die TonePort Interfaces zwei Gitarrensignale um den Dual-Tone Modus verwenden zu können.

So verbindet man diese:

1/4" und XLR – Steht bei allen drei Modellen zur Verfügung. Das Gitarrensignal sollte also zuerst über eine Y-Kabel oder eine Split-Box (wie zum Beispiel die XPS-DI von Line 6) aufgeteilt werden. Anschliessend braucht es natürlich noch ein  1/4" auf XLR Kabel und ein herkömmliches 1/4" Kabel um auch wirklich beide Eingänge verwenden zu können. Beim UX2 und UX8 können natürlich auch einfach die Line-Eingänge auf der Rückseite verwendet werden – dann braucht man nur noch zwei 1/4" Kabel.

Étape 2

GearPort Konfigurieren

Jetzt wo das Equipment mit dem TonePort verbunden ist kann die GearPort Anwendung gestartet werden. Aus dem 'Source Select' Menü (auf der oberen linken Seite von GearPort) kann man die Optionen auswählen für die man sich bei den Eingängen entschieden hat. 'Inst and Mic1' funktioniert sehr gut wenn man die vorderen Eingänge der UX1/UX2 verwendet. 'Line 1 & 2' wäre die richtige Wahl wenn man die Line-Eingänge auf der Rückseite des UX2 verwendet.

Étape 3

Den ersten Sound einstellen

Jetzt ist es an der Zeit Spass zu haben. Als erstes stellt man die Signalkette (Verstärker/Cabinet/FX/etc.) wie gehabt ein, oder lädt ganz einfach ein Preset (entweder über ToneLocker oder über File | Tone 1 | Open im System Menü).

Étape 4

Den zweiten Sound konfigurieren

Jetzt muss man auf den zweiten Tone-Select Knopf drücken (wie abgebildet), um die Signalkette für den zweiten Kanal auszuwählen. Achtung: Ein Doppelklick auf die Presets in ToneLocker beeinflusst den ersten Kanal und nicht den zweiten. Um für den zweiten Kanal ein Preset zu laden muss man im Menü auf File | Tone 2 | Open zugreifen.

Étape 5

Die DAW einstellen

GearPort schickt jeden Sound als separaten Kanal an die DAW. Um den Dual-Tone auch in seiner ganzen Grösse einfangen zu können, sollte man innerhalb der DAW zwei neue Spuren erzeugen (im Bild wird Sonar 5.2 gezeigt). Die Eingänge der Kanäle sollten jeweils mit einem der Send Kanäle von GearPort verbunden werden. Bei den UX1/UX2 Interfaces werden die Sends 1/2 den ersten Kanal und die Sends 3/4 den zweiten Kanal beinhalten.

Étape 6

Die gewünschte Geschmacksrichtung einstellen und Spass haben!

Zuerst könnte es sein, dass die Presets noch nicht so gut zueinander passen. Deshalb müssen die beiden Kanäle fast immer noch nachträglich eingestellt werden. Hier empfiehlt es sich die EQ Einstellungen beider Kanäle auf eine neutrale Position zu setzen und dann die Frequenzen entsprechend zu 'verzahnen'. Wenn man also im ersten Kanal den Bass um 3db anhebt, dann sollte man mal versuchen diesen im zweiten Kanal um 3db abzusenken.

Man sollte auch darauf achten bei Dual-Tone nicht zu viel Effekte zu verwenden. Ein zu stark gesättigter Chorus im ersten Kanal beisst sich häufig mit einem aggressiven Phaser im zweiten Kanal.

Étape 7

Mit Bass verwenden

Wenn man den Bass in seinen Arrangements noch ein wenig aufpeppen möchte, dann könnte sich auch hier die Dual-Tone Funktion als sehr interessant erweisen. Dies gilt natürlich auch für andere Instrumente...

Beim Bass funktioniert Dual-Tone speziell gut wenn man einen verzerrten Bass möchte, der aber immer noch sein Fundament beibehält – dazu muss man nämlich einfach einen Kanal unverzerrt lassen.

Conclusion

Wie Ihr bereits sehen könnt gibt es hier eine schier endlose Anzahl Möglichkeiten. Ich empfehle jedem sich ein wenig Zeit zu nehmen um etwas mit den virtuellen Reglern im Dual-Tone Modus zu spielen. Vergesst dabei nicht, dass es dabei keine Regeln gibt! Viel Glück!