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Klang Synthese, Sound Design und Klangbearbeitung - Teil 1

Aus was besteht eigentlich alles was klingt?
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In der Geschichte der Menscheit wurden unzählige Arten der Musik erfunden und bis hin zum 19. Jahrhundert waren die Arten der Klangerzeugung eigentlich immer dieselben: Auf Tierhäute schlagen, darauf reiben, Saiten zupfen oder schlagen und in Holz- und Metallröhren blasen. Doch dann begann sich alles zu ändern...

In dieser Serie werden wir die Grundlagen der Klangsynthese ansprechen. Ihr werdet lernen aus was eigentlich ein Klang besteht und welche Parameter man darin verändern kann. Wir werden uns die verschiedenen Module eines Synthesizers anschauen und die unterschiedlichen Synthesearten erklären. 

Doch zuerst einmal...

Was ist Klangsynthese?

Und was ist eigentlich Sound?

 

Ein Klang kann auf zwei Arten definiert werden. Zuerst handelt es sich dabei um ein Klangereignis welches von unseren Ohren aufgenommen und von unserem Gehirn anschliessend interpretiert wird. 

 

Wir werden in diesem Artikel jedoch nicht die philisophischen Aspekte von Klang anschauen, sondern uns auf die physischen Eigenschaften stürzen. 

 

Von einem physichen Standpunkt aus handelt es sich bei einem Klang vor allem um eine erzeugte Vibration. Dies wird durch ein elastisches Medium generiert - was genau das ist fragt Ihr? Im Wesentlichen ein Element das verändert werden kann und am Ende wieder zurück in einem Urzustand zu ruhen kommt. Luft und Wasser sind beide elastische Medien, doch auch Holz, Glas und Beton gehören dazu. Eigentlich kann ein Klang nur in einem Vakuum nicht erzeugt werden!

 

Nun gut - jetzt wissen wir alle was es mit der Vibration auf sich hat! Und genau das möchten wir mit der Klangsynthese erzeugen und verändern. 

Auf den Wellen reiten

Genau das ist es wo die Wellenform ins Spiel kommt, denn über genau diese wird die Vibration in einem elastischen Medium übertragen. 

Dies bedeutet jedoch nicht, dass das eigentliche Objekt durch die Welle bewegt wird. In der Tat werden nur die internen Moleküle des Mediums zum Vibireren gebracht. Jedes Molekül gibt seine Vibration an das nächste weiter ohne dabei selber in eine Richtung zu wandern. Das kann man sich in etwa wie im Meer vorstellen wo einen die Wellen nach oben und unten bewegen, Ihr jedoch Eure horizontale Position nicht verändert. 

Wir bringen hier nicht umsonst das Wort 'Welle' ins Spiel, denn beim Wasser ist den Menschen das Phänomen der Wellen zum ersten Mal wirklich bewusst geworden. Möchte man jemandem das Konzept einer Welle vor Augen führen so wird auch heute immer noch gerne ein Stein in ruhendes Wasser geworfen - der Stein steht dabei für die Klangereignis und die sich ausbreitenden Wellen für die so erzeugten Schallwellen. 

Eine Wellenform wird normalerweise in einer zweidimensionalen Grafik angezeigt bei der X für die Zeit und Y für die Amplitude steht. 

Im nächsten Teil werden wir uns ein wenig mehr ins Detail der Wellenformen stürzen und was das für die erzeugen synthetischer Klänge bedeutet. 

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