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Harmoniegrundlagen - Teil 3

Wie man die Tonart eines Songs erkennt
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Wie wir im letzten Artikel dieser Serie besprochen haben liegt einer Tonleiter immer eine bestimmte Notenabfolge zu Grunde. Dies erreicht man - abhängig vom Grundton und ob es sich dabei um eine Moll oder Dur Tonleiter handelt - indem man gewisse Noten absenkt oder anhebt.

Auf dieselbe Art und Weise kann man auch die Tonleiter eines Songs erkennen.

Die Tonart

Bestimmte Tonarten werden immer dieselben Vorzeichen haben. So wird es bei G Dur immer nur das Vorzeichen F# geben, bei Db Dur jedoch deren fünf: Bb, Eb, Ab, Db und Gb. Diese Vorzeichen stehen am Anfang des Notensystems  neben dem Notenschlüssel und geben somit immer Auskunft über die Tonleiter.

Der Schlüssel zur Tonleiter

Die Vorzeichen geben Euch nur teilweise Auskunft über die Tonart eines Songs. Bevor wir jedoch weiterfahren möchte ich darauf hinweisen, dass die erhöhten Noten immer der gleichen Reihenfolge folgen:

F-C-G-D-A-E-B für erhöhte Noten.

B-E-A-D-G-C-F für abgesenkte Noten.

Um die Tonart eines Songs zu bestimmen muss man folgendes machen: Sind die Noten angehoben nehmt die letzte und erhöht diese um einen Halbton.

Seht Ihr zum Beispiel F# und C# so handelt es sich bei dem Song um D Dur. Bei abgesenkten Noten nimmt man die vorletzte Note der Vorzeichen. Bei Bb, Eb und Ab handelt es sich zum Beispiel um Eb. Vergesst aber eine Sache nicht: Die exakt gleiche Gruppe Noten gibt es für Dur und Moll Tonleitern! Deshalb kann man sich auch auf die Vorzeichen nicht zu 100% verlassen - im vorherigen Beispiel könnte die Tonleiter also D Dur oder H Moll sein.

Dasselbe gilt für abgesenkte Vorzeichen.

Und hier kommt mit der letzten Note eines Songs ein wichtiges Element zum Zug. In vielen Fällen endet der Song auf dem Grundton der Tonleiter, was Euch bei der Bestimmung helfen sollte.

Quintenzirkel

Wenn wir schon von Tonarten und Tonleitern reden so möchte ich Euch auf ein nützliches Werkzeug hinweisen das Euch alle Versionen einer Tonleiter und das Verhältnis der einzelnen Noten der chromatischen Tonleiter untereinander sinnig aufzuzeigen vermag.  

 

Hierbei handelt es sich um den Quintenzirkel - man sieht die Dur Tonleitern auf der Aussen- und die relativen Molltonleitern auf der Innenseite.

Auch wenn der Name ganz schick ist so stimmt er natürlich nicht so richtig. Im Uhrzeigersinn angeschaut handelt es sich tatsächlich um Quinten, im Gegenuhrzeigersinn hat man es aber dann mit Quarten zu tun. So oder so vereint diese Grafik jedoch die 12 Tonarten die der chromatischen Tonleiter zu Grunde liegen.

Das Drumherum

Ich möchte diesen Artikel damit Abschliessen Euch auf die benachbarten Töne hinzuweisen. Hier reden wir nicht von Intervallen sondern Noten die links und rechts im Quintenzirkel zu finden sind - inklusive der relativen Moll Tonleiter und deren benachbarten Noten. Somit finden sich in jeder Tonleiter fünf solche Noten.

Nehmen wir G Dur als Beispiel:

  • E Moll (Relativ Moll)
  • C Dur (eine Quarte oberhalb)
  • D Dur (eine Quinte darunter)
  • A Moll (Relativ Moll von C Dur)
  • B Moll (Relativ Moll von D Dur)

Diese Tonleiter haben allesamt entweder dieselben Vorzeichen oder eines mehr oder weniger. Diese Tonleitern und Noten sind zum Komponieren äusserst hilfreich…

Bevor wir jedoch in das Thema der Komposition eintauchen (oder ‚Harmonisierung‘ um genauer zu sein) schauen wir uns im nächsten Artikel den Aufbau von Akkorden genauer an.

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