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Musik machen mit dem Computer (Teil 2)

Mac vs PC
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Kontroverser als die Diskussion Stones vs Beatles, heftiger geführt als die Diskussion Bush vs Obama und heisser als der Kalte Krieg, entfacht die Frage Mac vs PC in gewissen Kreisen ein loderndes Feuer, das schon schnell zu einem heftigen Flächenbrand werden kann. Doch das alleine ist ja kein Grund, diese Frage nicht zu stellen, oder? Also versuchen wir diese Frage so versöhnlich wie halt nur möglich zu beantworten.

'Ich bin weder aus Athen, noch bin ich aus Griechenland - ich bin ein Bürger der Welt.'

- Aristotele -

(während er OS X startet)



'Wir müssen lernen gemeinsam als Brüder zu leben, oder wir werden gemeinsam als Narren untergehen.'

- Martin Luther King -

(während er seinen PC kauft)



Diese Frage wird um so relevanter, wenn man bedenkt, dass ein PC einem Mac wirklich sehr ähnlich ist...oder eben ein Mac einem PC. Tatsächlich handelt es sich bei beiden um Computer mit denselben Komponenten (CPU, RAM, Harddisk, etc.) die für dieselben Aufgaben fast dieselben Lösungen zu bieten haben: Über Maus und Keyboard werden Anwendungen gesteuert, die mit fast den gleichen Funktionen ausgestattet wurden: Man kann mit einem PC kopieren und wieder einsetzen? Dann kann man das auch mit einem Mac...

 

Einen Mac mit einem PC zu vergleichen ist jedoch nicht wirklich fair, da diese Worte in der Tat nicht wirklich für dieselbe Sache stehen: Bei einem Mac handelt es sich um einen Computer, der exklusiv von Apple hergestellt wird, während ein PC eher einem technischen Standard entspricht, der von hunderten Herstellern umgesetzt wird (Dell, IBM, Compaq, Hewlett-Packard, etc.) und tausende Computermodelle abdeckt.

 

Wieso? Als die Computertechnologie in den 80er Jahren auf dem Markt explodierte, wählten die Rivalen IBM und Apple unterschiedliche Strategien: Während Apple beschloss alleiniger Hersteller von Mac Computern zu bleiben, öffnete IBM seine Technologie und kreierte einen Standard, auf den sich andere Hersteller stützen konnten: Den PC (Personal Computer). Schon bald begannen hunderte Hersteller PC kompatible Hardware zu kaufen, und eine neue Konkurrenz entstand, die den Mac schon bald mit dem Rücken an die Wand stellte.

 

War der Marktanteil von Apple in den 80er Jahren noch 15%, so fiel er in den 90er Jahren auf unter 3%, bevor er dank Produkten wie dem iMac, iPod, oder dem iPhone in den letzten Jahren wieder stark an Popularität gewann. Im Augenblick soll der Marktanteil von Macs bei ungefähr 10% liegen (gemäss den neusten Angaben von Net Applications). Doch wir sollten diese Angaben in einen gewissen Kontext setzen: In der kleinen Audio Welt sieht die Sache schon bedeutend besser aus für Apple. Auch wenn diesbezüglich noch keine ernsthaften Erhebungen gemacht wurden, so besitzt laut Traffic Analyse jeder fünfte Besucher von Audiofanzine einen Mac.

 

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist es natürlich einfach zu verstehen, dass man ein Computermodell nicht so einfach mit einem technischen Standard vergleichen kann. Der einzige wirkliche Vergleichspunkt ist dann auch die einzige Komponente, die allen PCs gleich ist und sich klar von einem Mac abgrenzt: Das Betriebssystem.



Windows? Mac OS X?

Wahrscheinlich kennt Ihr diese Namen bereits, denn jedes Mal wenn ein Computer die Fabrik verlässt wird er mit einem dieser beiden Betriebssysteme angepriesen.

 

Doch was ist denn nun eigentlich ein Betriebssystem? Das Betriebssystem ist so etwas wie eine grosse Anwendung, die alle essentiellen Funktionen des Computers im Griff hat und es dem Anwender erlaubt, spezielle Software zu installieren und zu betreiben (Text- und Bildbearbeitung, Web Browsing, Musikproduktionen, etc.).

 

Das erste was man über Betriebssysteme wissen sollte ist, dass sie untereinander nicht kompatibel sind: Eine Software die für das Mac OS X geschrieben wurde kann nicht mit Windows betrieben werden (ausser es gibt dafür eine spezielle Windows Version). Auch wenn es natürlich gewisse Anwendungen gibt, die auf beiden Betriebssystemen verwendet werden können, so gibt es doch die meisten leider nur für eine Plattform: Cubase, Nuendo und ProTools gibt es für beide, Sonar, Acid und Samplitude nur für PCs und Logic, Garage Band und Digital Performer nur für Mac. Eine Wahl zwischen einem Mac und einem PC bedeutet also nicht nur sich für ein bestimmtes Betriebssystem, sondern auch für eine bestimmte Softwarepalette zu entscheiden.

 

So gesehen kann die Frage 'Mac vs. PC' bei Musikproduktionen sehr einfach beglichen werden, wenn man sich bereits für eine bestimmte Anwendung entschieden hat: Möchtet ihr mit Sonar arbeiten? Dann braucht ihr einen PC. Möchtet ihr mit Digital Performer arbeiten? Dann müsst ihr euch einen Mac kaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle diese nützlichen Anwendungen werden am Ende grosse Software Libaries.

Neben der Wahl des Sequenzers hat die Grösse der erhältlichen Software für die jeweilige Plattform ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf Eure Wahl. Man muss sich nur mal vor Augen halten, dass die Softwarepalette für Windows zehn mal so gross ist wie die für Mac. Natürlich bedeutet Quantität nicht zwingend Qualität, dennoch wirkt sich diese Tatsache auf zwei wesentliche Aspekte aus: Die Vielfalt der Anwendungen und die erhältliche Anzahl kostenloser Software.

 

Wer sich einen Mac für Musikanwendungen, Multimedia oder Büroarbeiten kaufen möchte, der wird mit seiner Wahl sicherlich zufrieden sein, denn die Apple Plattform ist für diese Anwendungen ziemlich gut geeignet. Wer jedoch Business Anwendungen verwenden möchte, der stösst mit einem Mac häufig sehr schnell an seine Grenzen. Es kann durchaus frustrierend sein, wenn man Management Software (für Ärzte, Buchhalter, etc.), Simulationsanwendungen (ökonomisch, wissenschaftlich, etc.), oder andere spezialisierte Programme laufen lassen möchte. Dieser Sektor wurde von Apple sehr lange schlichtweg ignoriert - stattdessen konzentrierte man sich lieber auf den kreativen Sektor. Auch Computerspiele sollten wir hier lieber nicht erwähnen...auch wenn sich Apple in diesem Bereich schon seit einiger Zeit aktiver involviert hat...

 

Was Musikanwendungen betrifft, so ist das Verhältnis für kostenlose Anwendungen dasselbe wie für 'normale' Anwendungen: Für den PC gibt es gegenüber dem Mac in etwa das Zehnfache an kostenlosen Anwendungen. Dies bedeutet mehr Auswahl für PC Benutzer - insbesondere für hochwertige Anwendungen. Dieses Detail kann für Anwender mit eng gesteckten Budgets durchaus wichtig sein...sofern sie sich immer noch im Bereich des Legalen bewegen möchten.

 

Andererseits sollte hier erwähnt werden, dass bei Mac OS X mit GarageBand bereits ein extrem intuitiver Sequenzer mitgeliefert wird, mit dem sich Anfänger ohne zusätzliche Kosten bereits ihre ersten Songs zusammenstellen können: Ein sehr guter Punkt für Apple.

 

Schliesslich sollte noch erwähnt werden, dass es schon seit einiger Zeit möglich ist, Windows auf einem Mac zu betreiben. Wie? Entweder über ein 'Dual-Boot' System (man wählt beim Aufstarten das Betriebssystem aus), oder über ein 'Virtual PC' System (Windows wird in OS X in einem Fenster ausgeführt). Diese Argument kann durchaus tragend sein, da es zur Softwarepalette von Windows keine Alternative gibt und auf diese Weise jeder Mac User Zugriff auf die Windows Library hat. Dies ist ein grosses Plus für Apple. Dennoch greifen sehr wenig Mac User auf diese Möglichkeit zurück: Entweder weil bereits als Bedürfnisse abgedeckt sind, oder weil es einfach mühsam ist auf ein anderes System umzuschalten (versucht nur mal Windows mit einem Apple Keyboard zu bedienen). Vielleicht liegt der Grund aber auch in der Performance: Während die 'Dual-Boot' Lösung noch ganz gut funktioniert, versucht erst gar nicht fordernde Anwendungen mit einem 'Virtual PC' zu verwenden. Diese Funktion kann den Wechsel von PC auf Mac tatsächlich vereinfachen und ist in gewissen Situationen vielleicht auch ganz nützlich. Wer jedoch wirklich regelmässig auf ein Windows gestütztes System zugreifen muss, sollte auf diese Option eher verzichten - Ihr macht damit Euer Leben nur unnötig schwer...

Stabilität

Hier hatte der Mac gegenüber dem PC für viele Jahre einen klaren Vorteil - Microsoft war berühmt und berüchtigt für seine 'Blue Screens'. Fairerweise muss man zugeben, dass es natürlich wesentlich anspruchsvoller ist ein Betriebssystem zu entwickeln, das mit tausenden unterschiedlichen Komponenten (in unzähligen Kombinationsmöglichkeiten) betrieben werden kann, als ein solches, das nur nur auf ein wenige Komponenten Rücksicht nehmen muss. Dennoch hat der Gigant aus Redmond mit Windows 2000 genau dieses Ziel erreicht, aus dem bekanntlich später Windows XP wurde. Nach dem kurzen Ausrutscher Windows Vista fand dann Microsoft wieder zurück in seine Bahnen und bietet mit Windows 7 dem Anwender ein wirklich effizientes, störungsfreies Betriebssystem, das in diesem Bereich dem OS X absolut ebenbürtig ist.

Man sollte aber eines ganz klar verstehen: Den perfekten Computer, der niemals abstürzt gibt es nicht und man kann Macs wie PCs immer noch gelegentlich in die Knie bringen...

 

Sicherheit

In diesem Bereich ist der Mac dem PC bei weitem überlegen. Man muss eigentlich schon fast masochistisch veranlagt sein, wenn man seinen PC ohne Antivirus Software ans Internet hängt. Mac User dagegen kommen komplett ohne derartige Anwendungen aus, da Viren, Trojaner oder Malware für diese Plattform eine echte Seltenheit sind. Wieso? Da das Mac OS X auf UNIX basiert, welches was Sicherheit betrifft äusserst zuverlässig und gut durchdacht ist. Sollte Apple zukünftig seinen Marktanteil erhöhen können, ist es durchaus denkbar, dass dieses Betriebssystem mehr Piraterie anziehen wird. Dennoch ist es immer noch unbedenklich in den Apfel zu beissen, ohne dabei Gefahr zu laufen auf einen Wurm zu stossen...

 

Performance

Betrachtet man Moore's Gesetz (welches besagt, dass sich die Dichte auf Prozessoren alle zwei Jahre verdoppelt), so ist dieser Vergleich eigentlich nicht wichtig. Dasselbe gilt auch für Betriebssysteme, die konstant verbessert und erweitert werden. Würden wir heute eine Art Messlatte aufstellen, mit der wir definieren, welches Betriebssystem besser mit bestimmter Hardware zusammenarbeitet, so würde diese Erkenntnis wahrscheinlich innerhalb weniger Wochen wieder veraltet sein. Im direkten Vergleich startet das Mac OS X schneller auf als Windows und benötigt weniger Hauptspeicher (RAM).

 

Und für Musikanwendungen? Man kann dazu eigentlich nur sagen, dass falls man morgen einen PC oder Mac kauft, man eigentlich bei der Performance auf keine Grenzen stossen sollte - es sei denn man arbeitet mit einem 130 Spuren umfassenden Projekt, bei dem überall Faltungshalle und andere Plug-Ins aktiviert sind. Sollte dies Eure Absicht sein, so seid Ihr bereits ein Profi und habt es wahrscheinlich nicht nötig, eine solche Einführung für Anfänger zu lesen...oder?

 

Ergonomie und Philosophie

Auch wenn Windows und das Mac OS X dieselben Ziel verfolgen und in etwa dieselben Funktionen ausführen können, so unterscheidet sich ihr ergonomisches Design doch enorm. Sogar das Keyboard ist unterschiedliche aufgebaut: Während man auf einem PC mit nur einer Taste einen Screenshot erzeugen kann, so muss man dazu auf dem Mac schon eine Kombination aus drei Tasten drücken. Dagegen reicht ein einfaches Apfel+E um einen USB Key auszuwerfen, während man damit beim PC mehrere Mausklicks ausführen muss. 'Copy' und 'Paste' ist im OS X einfach furchtbar gelöst, doch dagegen kann man Programme durch ein einfaches Ziehen in den Papierkorb deinstallieren. Die Unterschiede sind also reich an der Zahl und der Wechsel von einem System zum anderen kann durchaus irritierend sein (glaubt mir - ich verwende bei meiner Arbeit Macs und PCs und bin manchmal kurz davor eine Schizophrenie zu entwickeln). Hat man sich jedoch mal daran gewöhnt läuft alles rund...

 

Betrachtet man diese Details und Möglichkeiten des Mac OS X und Windows etwas genauer, so erkennt man klar, dass diese Unterschiede in der Ergonomie stark mit den verschiedenen Visionen der Entwickler zusammenhängen, was den Computer als Produkt auszeichnen sollte. Auf der einen Seite möchte der PC so flexibel wie nur möglich sein - auch wenn dies am Ende eine höhere Komplexität für den Anwender bedeutet. Man kann ihn nach Belieben optimieren, ihn um zahlreiche Funktionen erweitern, gewisse Komponenten austauschen und manchmal Fehler machen...! Leute die sich für Computer Technologie interessieren, werden sich sicherlich für einen PC interessieren.

 

Ein Mac ist dagegen weniger flexibel, bietet weniger Tuning Möglichkeiten, ist aber dafür auch leichter zugänglich und verständlich. Es handelt sich hier ganz klar um ein Produkt für Leute die einen Computer möchten, ohne dabei eine spezielle Affinität für Computertechnologie zu besitzen. Darunter befinden sich kreative Leute (inklusive Musiker) und die Allgemeinheit. Die ästhetische Verpflichtung von Apple unterstreicht diesen Punkt noch weiter: Steve Jobs und sein Team achten immer darauf, Leute mit einem 'wunderschönen' Produkt zu verführen, das sie nicht an die Grautöne eines PCs erinnert (dies erklärt auch den Erfolg der iMacs). Sogar die Verpackung erinnert an diese Philosophie: Ein Mac wird immer in einer gut aussehenden Verpackung ausgeliefert - ein starker Kontrast zu den riesigen, hässlichen braunen Boxen von Dell und anderen PC Herstellern.

 

Offenheit und Ausbaumöglichkeiten

Wie steht es mit Notebooks?


Euch ist wahrscheinlich bereits aufgefallen, dass in diesem Artikel nicht von Notebooks die Rede ist. Der Grund liegt darin, dass Mac und PC Notebooks, Netbooks und Touchbads einen ganz eigenen Artikel verdienen. Bis diese Artikel geschrieben ist, solltet Ihr Euch vielleicht folgenden Ratschlag zu Herzen nehmen: Kauft Euch ein Notebook nur, wenn Ihr auch wirklich mobil sein müsst und nicht weil sie gut aussehen, oder Platz sparend sind. Wieso? Weil Notebooks zum gleichen Preis eine weitaus geringere Performance besitzen, weniger einfach mit Upgrades und Updates versehen werden können und gegenüber Desktop Systemen weniger ergonomisch sind.Während jeder zahlbare PC Tower mit einer beliebigen Soundkarte, Harddisk (mit oder ohne RAID Technologie) oder Grafikkarte bestückt werden kann, so ist dies bei einem Mac keinesfalls der Fall. Ihr möchtet eine PCI Soundkarte kaufen? Dann müsst Ihr schon einen Mac Pro kaufen oder darauf verzichten. Dasselbe gilt, wenn man RAID 0 + 1 Disks verwenden möchte. Und wieso gibt es für Macs noch keine Blue-ray Geräte, auch wenn diese bereits sehr populär geworden sind?

Es es tatsächlich so, dass mit Ausnahme des Mac Pro (welches über ein normales Format mit Tower und Bildschirm verfügt) alle Macs kleine, in sich geschlossene Boxen sind, die nicht so einfach erweitert werden können. Eigentlich erfüllt nur der Mac Pro die Bedingungen eines modularen Aufbaus - sei es jetzt der Kauf einer bestimmten Erweiterung, oder das Upgrade eines veralteten Systems. Das einzige Problem des Mac Pro ist dagegen wieder der relativ hohe Preis...

 

Bewegen wir uns jedoch innerhalb eines gewissen Anwendungsbereichs, so stellt all dies nicht wirklich ein Problem dar: Ein iMac kann zu einer wirklich leistungsstarken DAW werden. Der einzige Nachteil, dass man nicht umhin kommt ein externes Audiointerface zu verwenden und sich damit abzufinden, dass einem für grosse Sample Banks kein Raid 0+1 System zur Verfügung steht. Im Vergleich zu einem Mac Pro oder PC bietet diese Lösung also ebenfalls eine sehr hohe Performance mit etwas limitierten Optionen.

Preis

Auch wenn Apple Computer wegen der Intel Prozessoren in den letzten Jahren wesentlich günstiger geworden sind, so sind sie im Vergleich zu PCs mit ähnlicher Hardware doch immer noch relativ teuer. In anderen Worten: Günstige PCs kosten immer noch wesentlich weniger als vergleichbare Mac Computer: Der günstigste Mac (der MacMini) kann für €566 gefunden werden, während ähnliche PCs bereits für etwa €400 erhältlich sind. Dazu kommt noch das ganze Apple Zubehör, das zum Teil schon recht überteuert sein kann. Apple schafft es immer wieder eigene Standards zu kreieren, die dann wieder spezielle Adapter benötigen...


Möchte man einen Mac in der Tower Version so ist man gezwungen einen Mac Pro zu kaufen, der im Apple Store ab €2'290 erhältlich ist. Dies ist schon eine ziemliche Investition, für die man schon fast zwei vergleichbare PC Systeme erhalten könnte. Ich werde hier auf das Thema Preis/Leistung nicht näher eingehen, da für mich dort auch die Konstruktion, Qualität, Aussehen und Verpackung eine Rolle spielen würde...dennoch fällt auf, dass Apple so seine elitäre Haltung unterstreicht. Wer weiss, vielleicht ist es ja auch Teil der Philosophie von Apple, in diesem Segment nicht unbedingt um jeden Preis wachsen zu wollen.

 

Das letzte und zutiefst subjektive Kriterium ist das Image der beiden Systeme. Dies führt natürlich häufig zu übertriebenem Verhalten, was zu vielen lustigen, aber auch etwas lächerlichen Aussagen führt. Ich versuche mal das ganze ein wenig zusammen zu fassen:


A Mac Fan sagt, dass ein PC immer abstürzt, schrecklich aussieht, nicht ergonomisch ist und es immer eine Ewigkeit dauert, auch nur die einfachsten Aufgaben auszuführen. Er wird auch sagen, dass Microsoft eigentlich immer nur die Erfindungen von Steve Jobs kopiert hat. Steve Jobs ist selber natürlich ein extrem netter Kerl, wogegen Bill Gates häufig als Imperialist beschrieben wird, der sogar seine eigene Mutter für noch mehr Geld verkaufen würde. Macs sehen viel schöner aus, sind leistungsfähiger und praktischer und den Aufpreis auf jeden Fall wert sind. Punkt.


Ein PC Fan hält dagegen, dass er sein Geld nicht für ein Designermöbel ausgegeben hat und stets die Kontrolle über jeden Aspekt seines Computers hat, während dies bei einem Mac schlichtweg unmöglich ist. Er sagt weiter, dass ein PC nur dann abstürzt, wenn man nicht damit umgehen kann, er nicht drei Jahre auf ein anderes Spiel als Sims warten musste und Apple nichts weiter als ein riesiger Marketing Hype ist, der auch nur darauf bedacht ist, seine Shareholders zufrieden zu stellen.

 

Fazit

Ob ihr jetzt einen Mac oder einen PC kauft liegt natürlich vollkommen bei euch, doch wir hoffen, dass euch diese paar Informationen die Wahl ein wenig einfacher machen konnten. Sollte ich noch etwas konkreter werden? Ok, hier ist meine Meinung - die ich mit euch Teile, auch wenn ich damit eine Menge böse Post riskiere...:

  • Verfügt ihr über ein limitiertes Budget (€1000 und weniger), kauft euch einen guten PC und vergesst den iMac.
  • Wenn Ihr nicht genug Geld habt um euch Software zu kaufen, dann kauft euch einen Mac mit GarageBand (oder einen weniger teuren PC).
  • Wenn Geld kein Problem ist, und ihr einen Computer für Musikproduktionen und Multimedia Anwendungen sucht, dann empfehle ich euch einen Mac. Das ist wie ein sehr guter PC. :-)
  • Wenn ihr gerne und viel spielt, oder professionelle und ganz spezifische Programme verwenden möchtet, dann solltet ihr euch einen PC kaufen.
  • Solltet ihr von Computern überhaupt keine Ahnung haben und auch nicht sicher seid, ob ihr dies wirklich ändern möchtet, dann ist der Mac für euch das Richtige.
  • Wenn ihr euer System ganz genau euren Anforderungen anpassen möchtet, dann wird der PC die bessere Wahl sein.
  • Solltet ihr einen Freund haben, der Euch in die wunderbare Welt des Computers einführen wird, so empfehle ich euch dasselbe System wie euer Freund zu kaufen...das macht es für euch beide einfacher.
  • Solltet ihr euch bereits für eine Software entschieden haben, so kauft den Computer, der diese auch unterstützt.
  • Wenn ihr euch bereits mit Macs auskennt, so bleibt auf dieser Plattform. Dasselbe gilt für PCs.
  • Und abschliessend: Vergesst nicht, dass diese Entscheidung weniger kritisch ist, als den richtigen Weg in einem Gedicht von Robert Frost einzuschlagen. So oder so werdet ihr sicherlich irgendwann in den nächsten vier Jahren einen neuen Computer kaufen, dann bis dann euer jetziger komplett veraltet sein wird...


In zukünftigen Artikeln werden wir jedenfalls noch etwas genauer darauf eingehen, was man jetzt beim Kauf eine Macs beachten sollte (relativ einfach) und was beim Kauf eines PCs nicht vergessen werden darf (schon eher komplex). Gebraucht oder nicht? Bekannte Marke oder nicht? Welches Budget? Welche Komponenten? Etc.

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