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Anleitungen: Wie man sein Mikrofonsortiment zusammenstellt

Von phraseland am 18/05/2010 - (Generell)

Introduction

Von Mitglied moosers
(aus dem Englischen übersetzt)

In dieser Anleitung möchte ich Euch einen Überblick darüber geben, was alles zu einem gut durchdachten Mikrofonsortiment gehört.

Étape 1

Zuerst sollten wir uns einmal die verschiedenen Mikrofontypen anschauen. Die zwei häufigsten Mikrofonarten sind zum einen die dynamischen und zum anderen die Kondensatormikrofone. Beide können grosse klangliche Unterschiede haben, doch es gibt Einsatzbereiche, für das sich generell eher das eine, oder das andere eignet. Im Allgemeinen eignen dynamische Mikrofone eher für Schlagzeuge, E-Gitarre, gewisse Stimmen und andere Anwendungen mit eher höheren Pegeln. Kondensatormikrofone dagegen werden bei akustischen Instrumenten, Stimmen und allen Signalen eingesetzt, bei denen vor allem ein sehr hoher Detailanteil gewünscht ist. Vergesst jedoch nicht, dass sich diese Mikrofone in vielen Bereichen unterscheiden und Merkmale wie Richtcharakteristiken, Frequenzgänge, Pad Schaltungen und andere Eigenschaften am Ende Eure Wahl stark beeinflussen können.

Als dritte Gruppe gibt es noch die Bändchenmikrofone, welche wohl die empfindlichsten aus aus dieser Aufzählung sind. Generell empfinde ich Bändchenmikrofone als sehr dynamisch, und ich setze sie normalerweise für E-Gitarren und vergleichbare Instrumente ein. Sie haben ein relativ gerings Ausgangssignal und benötigen deshalb oftmals einen guten Vorverstärker.

Étape 2

Wenn Ihr Euer Mikrofonsortiment zusammenstellt ist es natürlich äusserst hilfreich, wenn Ihr im Voraus wisst, welche Art von Aufnahmen Ihr machen werdet. Es gibt Aufnahmestudios in allen Grössen und Formen und jedes wird wieder eine Auswahl haben, die ganz auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten wurde. Nehmt Ihr zum Beispiel grösstenteils klassische Musik auf, so habt Ihr üblicherweise kein grosses Bedürfnis nach einer Menge dynamischer Mikrofone. Vielleicht müsst Ihr ab und zu ein paar Timpani abnehmen, aber ansonsten werdet Ihr in diesem Fall so ziemlich alles mit hoch auflösenden, sehr empfindlichen Kondensatormikrofonen aufnehmen wollen. Natürlich ist dies jetzt nur ein Beispiel, doch es macht durchaus Sinn, dass Ihr Euch bewusst seid in welchem Bereich Ihr Eure Aufnahmen tätigen werdet. 

Étape 3

Besitzer kleinerer Heimstudios benötigen wahrscheinlich nur ein paar Mikrofone. Falls Ihr zu dieser Gruppe gehört, wird es jedoch um so wichtiger, dass Ihr Euch bei jedem Mikrofon wirklich klar seid, aus welchem Grund es jetzt genau dieses Modell sein muss. Nehmen wir mal an, dass Ihr eigentlich nur ein Budget für zwei Mikrofone habt, dann würde ich auf jeden Fall ein gutes Kondensatormikrofon und ein günstigeres dynamisches Mikrofon wie zum Beispiel ein SM57 kaufen. Dann seid Ihr nämlich flexibel genug und könnt bereit mit diesen zwei Mikrofonen unterschiedlichste Aufnahmen realisieren.

Étape 4

Wenn es sich um ein professionelles Studio handelt, dann ändern sich natürlich die Spielregeln grundlegend. Hier werden die unterschiedlichsten Modelle benötigt und viele davon sind für ganz spezielle Einsätze vorgesehen. Wer seinen Kunden ein hohes Mass an Flexibilität bieten möchte, kommt nicht darum herum, die richtigen Mikrofonarten im Sortiment zu haben. Für Stimmen muss man die unterschiedlichsten Mikrofone auf Lager haben und für alle Arten von Instrumenten gerüstet sein. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, verschiedene Arten und Grössen von dynamischen Mikrofonen, Kondensatormikrofonen und Bändchenmikrofonen zu haben. So benötigt man für Instrumente teilweise Kondensatormikrofone mit kleinen Membranen, teilweise aber auch wieder solche mit grossen Membranen. Natürlich hängt auch hier wieder alles von der Grösse des Studios ab, doch sobald man seine Dienste im professionellen Rahmen anbietet wird ein gut durchdachtes, abgerundetes Sortiment zu einem Muss.

Étape 5

Ein eigenes Mikrofonsortiment zusammenzustellen kann eine Zeit lang dauern und mit Sicherheit Spass machen. Geld ist natürlich ein sehr wichtiger Faktor und die meisten Sammlungen wachsen erst mit der Zeit. Als Besitzer eines Heimstudios empfehle ich Euch mit zwei guten Modellen anzufangen und Euch jede weitere Investition sehr gut zu überlegen - ausser Ihr könnt Euch mehr leisten. Doch auch dann solltet Ihr Euch vor jedem Kauf überlegen, was Ihr denn genau benötigt - Ihr werdet sehen, dass Ihr mit gewissen Mikrofonen regelmässig Aufnahmen realisieren werdet und andere wirklich nur noch für exotischen Aufnahmesessions das Tageslicht zu sehen bekommen.

Conclusion

Vergesst also nicht bei Mikrofonen immer alle Eure Optionen abzuwägen - und habt vor allem Spass damit, neue Sounds zu entdecken und das Ungewöhnliche zu wagen!