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Mastering zu Hause - Teil 21
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In diesem drittletzten Teil besprechen wir ein paar Punkt die man für ein optimales Resultat im Hinterkopf behalten sollte - alles abhängig davon wie Eure Musik vertrieben werden soll.

Die Medien

Es war ein langer Weg bis hierher und ganz am Ende solltet Ihr Euch anfangen Gedanken darüber zu machen über welche Medien denn Eure Werke zum Zuhörer gelangen sollten. Egal wofür Ihr Euch entscheidet - sei es die klassische CD oder kompleett digital als WAV oder MP3 Datei, oder sogar als 'Video' über YouTube und dergleichen - am Ende müssen Eure Dateien auf eine bestimmte Art und Weise abgespeichert werden. 

Fangen wir mit der CD an. Neben dem Limit von 16 Bit / 44.1kHz und dem Dithering welches wir in einem früheren Artikel besprochen haben müssen auch die Anforderungen des Presswerks berücksichtigt werden. Gewisse erlauben die Zustellung der Dateien auf digitalem Weg, andere verlangen eine gebrannte CD - gewisse gehen sogar so weit und verlangen ein DDP (Disc Description Protocol - ein Dateiformat welches alle Informationen beinhaltet die für die Vervielfachung von CDs benötigt werden). Das tönt alles sehr grundlegend (und das ist es auch), doch eben haben Fehler an dieser Stelle häufig eine gravierende Auswirkung. 

Audio formats home mastering

Was komprimierte Dateiformate angeht verwendet falls möglich sogenannte lossless Formate wie FLAC oder ALAC welche sicherlich besser tönen als das verdammte MP3. Was auch immer Ihr wollt bedenkt, dass komprimierte Formate nicht sehr gut auf Peaks während des Playbacks ansprechen - Ihr müsst hier also beim Erstellen des Masters von einer etwas höheren Fehlertoleranz ausgehen. Der maximale Ausgangspegel sollte niemals -0.5dB überschreiten. Vergesst zudem die Metadata nicht und verseht die Songs mit den nötigen Tags, damit sie in digitalen Abspielgeräten auch korrekt wiedergegeben werden. 

Wer sich eher in Richtung Retro bewegt und auf Vinyl pressen möchte muss ebenfalls an gewisse Dinge denken. Zuerst solltet Ihr wissen, dass der Frequenzgang einen 33rpm Vinyl niemals unter 50 Hz geht. Zudem dürft Ihr auf keinen Fall das Stereobild zu stark öffnen und die Bässe in den Mitten belassen. Vergisst auch nicht die Zeitlimite dieses Mediums und dass Ihr die beiden Seiten zeitlich aufeinander abgleichen müsst. 

Gehen wir am Ende noch schnell auf die Video Distribution ein. Hier ist vor allem die Sampling Rate wichtig - diese liegt nämlich bei 48 kHz und nicht bei 44.1 kHz. Ansonsten gibt es keine wirklichen Einschränkungen - bedenkt einfach, dass die meisten Abspielsituation hier nicht wirklich durch gutes Stereo Playback glänzen - seid also etwas vorsichtig. 

Weiter gehend…

Schauen wir uns die vielen Möglichkeiten moderner Kommunikationssysteme an so macht es Sinn sich nicht nur auf einen Distributionskanal zu beschränken. Somit erscheint es eine gute Idee mehrere Master desselben Songs zu erstellen - egal ob man ihn gerade benötigt oder nicht. 

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