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Grundeinstellungen von Studiomonitoren

Wie sollten Studiomonitore eingestellt werden?
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Die Monitore sind richtig platziert, jetzt geht es ans Verkabeln und Einstellen. Hierzu einige Tipps:

Welche Eingänge?

Die meisten Lautsprecher bieten gleich mehrere Anschlussmöglichkeiten für das Eingangssignal. Empfehlenswert sind die symmetrischen XLR- oder TRS-Stereoklinkeneingänge, insbesondere dann, wenn das Mischpult bzw. das Audiointerface mit symmetrischen Ausgängen ausgestattet ist. Unsymmetrische Ausgänge sollten nur dann verwendet werden, wenn die Ausgänge am Audiointerface nicht symmetriert sind (RCA Cinch-Buchsen). Unsymmetrische Verbindungen sind vor allem bei langen Kabelwegen anfälliger für Einstreuungen und Signalverluste.

Welcher Monitorpegel?

Wenn der Mixer bzw. das Audiointerface über analoge Lautstärkeregler verfügt, sollten Sie diesen den Vorzug vor digitalen Monitorreglern, z.B. im Masterbus der Software, geben. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie den Einsatz eines Monitorcontrollers in Erwägung ziehen.

Einige Studiomonitore besitzen einen Regler für die Einstellung der Eingangsempfindlichkeit oder einen Lautstärkeregler. Stellen Sie diesen nach Bedarf ein: Setzen Sie den Monitorausgang der Soundkarte auf Maximalpegel und erhöhen Sie langsam die Lautstärke des Lautsprechers auf die gewünschte Abhörlautstärke. Je nach Situation lässt sich später dann die Lautstärke am Mixer oder Audiointerface herabsetzen. Man sollte dabei immer im Hinterkopf behalten, dass das Mischen bei hohen Pegeln nicht nur ungesund ist, sondern auch das Beurteilungsvermögen für die Dynamik und das Frequenzspektrum beeinträchtigt.

Welche Einstellungen für Filter und Raumentzerrung?

Studiomonitore verfügen oftmals über weitere Einstelloptionen auf der Rückseite. Diese optimieren den Klang bei Raumresonanzen oder eingeschränkten Aufstellmöglichkeiten. Anfangen sollte man mit neutralen Einstellungen, so dass man sich zunächst an die Monitore und den Raumklang gewöhnen kann. Mit einem Frequenzgenerator und einem Spektrum-Analyser wird das Frequenzspektrum von 20 Hz bis 20 kHz sichtbar gemacht und offenbart Unregelmäßigkeiten am Abhörplatz. Wenn Bass, Mitten oder Höhen zu präsent sind, sollte der betroffene Bereich entsprechend abgesenkt werden. In kleinen und akustisch unbehandelten Räumen ist es generell ratsam, den Tieftonbereich abzusenken.

Auch wenn die Optimierung mit akustischen Mitteln der beste Weg zum guten Raumklang ist, können auch Softwarelösungen bei der Anpassung des Monitorsystems an den Abhörplatz helfen. Programme dieser Art analysieren die Frequenzgänge des Raumes und der Lautsprecher mit einem Messmikrofon und stellen einen integrierten Equalizer automatisch so ein, dass das Signal eine höhere Linearität erreicht. Zum Test empfehle ich die Systeme ARC 2 von IK Multimedia, Ergo von KRK und MSC1 von JBL.

Und der Subwoofer?

Enceintes de monitoring

Wenn man Einsteiger ist und in akustisch unbehandelten Räumen mischt, rate ich vom Gebrauch eines Subwoofers ab. Er verstärkt die akustischen Probleme nur und Phasenprobleme erschweren die Suche nach einem guten Aufstellungsort. Zur Kontrolle von tiefen Frequenzen im Mix sei hier ein Kopfhörer empfohlen, der einen guten Bassbereich aufweist.

Monitorsysteme beinhalten mechanische Komponenten zur Reduktion von Vibrationen. Diese Elemente benötigen oftmals eine gewisse Einlaufzeit, bis sie ihr volles Potenzial entfalten, siehe auch die Bedienungsanleitung des Produkts. Noch ein Letztes: der Lautsprecher sollte am Ende jeder Session ausgeschaltet werden. Die eingebauten Verstärker sind Stromverbraucher und produzieren Abwärme. Durch das Abschalten schont man das Equipment und die Umwelt.

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