Gitarreneffekte
Gitarren  Gitarreneffekte
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Die 10 besten Ziele für Effektpedale

Zehn Parameter, die Euren Sound nachhaltig verändern könnten
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

Eine Menge Multieffekte für Gitarren wurden mit einem Fusspedal ausgestattet, dem verschiedenste Parameter zugewiesen werden können. Volumen und 'Wah-Wah' sind da wohl die offensichtlichsten Effekte, doch es gibt noch eine Menge weitere Parameter, welche sich sehr gut zur Steuerung mit so einem Pedal eignen. Richtig eingesetzt könnt Ihr so Eurem Sound mehr Ausdrucksstärke und Vielseitigkeit verleihen.

Gewisse Multieffekte machen diesen Prozess sehr einfach: Es gibt Patches welche bereits spezifisch für den Einsatz mit einem Fusspedal vorprogrammiert wurden. Doch manchmal wird auch hier einem etwas vorgekaut, das man nicht unbedingt so möchte...und zudem handelt es sich ja schliesslich um Euren Sound! Es lohnt sich also auf jeden Fall die Bedienungsanleitung etwas genauer zu studieren und herauszufinden, wie man das Fusspedal einem bestimmten Parameter zuweist.

 

http://www.harmonycentral.com/static/articles/tips/short_pedal_targets/GNX4pedal.jpg

 

Der GNX4 ist eines der vielen Multieffekt Pedale mit eingebautem Fusspedal.

 

Gewisse Parameter sind für ein Fusspedal nahezu wie geschaffen – hier sind zehn Parameter, welche für Euren Sound eine riesige Bereicherung sein könnten.

 

  • Distortion Drive: Dies ist besonders für Gitarre grossartig. Häufig schaltet man vom Rhythmusspiel auf das Solo mit einem einzigen Schalter um. Mit einem Pedal welches auf Distortion Drive zugewiesen wurde, hat man die Möglichkeit, langsam von einem Crunch in einen intensiven Lead Sound zu gelangen. Nehmen wir mal an Ihr spielt zwei Takte lang Achtelnoten Akkorde, bevor Ihr Euch in ein wildes Gitarrensolo stürzt. Mit einem Fusspedal habt Ihr hier die Möglichkeit, über zwei Takte Intensität aufzubauen.

  • Chorus Speed: Falls Ihr kein grosser Fan des regelmässigen 'Woosh-Woosh-Woosh' Sounds eines Chorus Effektes seid, so sollte Ihr mal versuchen das Fusspedal der Geschwindigkeit des Chorus zuzuweisen. Leichte Bewegungen des Fusspedals erzeugen einen mehr zufälligen Chorus Effekt und verhindern, dass sich die Geschwindigkeit des Chorus und die Geschwindigkeit des Songs stören.

  • Echo Feedback: Lange, weitläufige Echos eignen sich hervorragend zum Unterstreichen individueller Noten, können aber zum Beispiel bei Staccato Passagen auch stark stören. Mit dem Parameter 'Echo Feedback' lassen sich die Anzahl Wiederholungen auf ein Maximum stellen, wenn man einen wirklich räumlichen Klang wünscht und bei rhythmisch stärkeren Akzenten gezielt zurücknehmen. Nimmt man das Echo Feedback auf Minimum, so bleibt ein einziges Slapback Echo.

  • Echo Mix: Und noch ein Echo Parameter, bei dem zwar das Feedback immer denselben Wert beibehält, aber das Pedal den Mix zwischen Direkt- und Effektsignal bestimmt. Hier erhält man bei einem komplett zurück genommenen Pedal ausschliesslich das Direktsignal (ohne Slapback Echo) und es lässt sich lediglich das relative Volumen der Echos einstellen.

  • Graphic EQ Boost: Wählt Euch eines der Mittenbänder zwischen 1 und 4 kHz aus. Stellt das Pedal so ein, dass bei einem komplett nach oben gedrückten Pedal die Mitten angehoben und bei zurückgestellten Pedal die Mitten abgesenkt werden. Bei Soli könnt Ihr auf diese Art und Weise mehr Präsenz erreichen und während Gesangspassagen genau diese Frequenz absenken und dem Sänger so mehr 'Platz' im Frequenzspektrum überlassen.

  • Reverb Decay Zeit: Um einer einzigen Note etwas mehr Raum zu geben, müsst Ihr einfach kurz bevor Ihr die Note spielt das Pedal aufreissen und für die folgenden Noten wieder zurück nehmen. Dies eignet sich zum Beispiel besonders gut bei Drum Hits.

  • Pitch Transposer Tonhöhe: Für Gitarristen entspricht dies einer 'Whammy Bar' in einem Pedal. Wie effektiv dies tönt hängt ganz von der Qualität des Pitch Transposition Effektes ab, doch die Idee ist hier den Effekt komplett auf dem Transpose Effekt liegen zu haben. Programmiert das Pedal jetzt so, dass es ganz nach hinten gestellt der Originaltonhöhe und ganz nach vorne gestellt einer Oktave tiefer entspricht. Diesen Effekt werdet Ihr sicherlich nicht jeden Tag verwenden, dennoch ist er für einen sehr dramatischen Sound verantwortlich, der an den richtigen Stellen durchaus den Song definieren kann.

  • Pitch Transposer Mix: Hierbei handelt es sich um eine weniger radikale Version des vorherigen Beispiels. Programmiert den Effekt auf die gewünschte Tonhöhenveränderung (Oktaven, Quinten, Quarten funktionieren ganz gut) und programmiert das Pedal, damit nach hinten gestellt nur der Originalklang ertönt und nach vorne gestellt die Harmonie zu hören ist. Jetzt könnte Ihr die Harmonie an gewünschten Stellen gezielt einsetzen.

  • Frequenz des parametrischen EQ: Auf diese Art und Weise lässt sich ein Wah-Wah Effekt erzeugen (auch wenn sich mit Multieffektpedalen eine noch dramatischere Bandbreite ansprechen lässt). Stellt den parametrischen EQ auf einen Boost Wert von etwa 10 dB ein, wählt eine eher enge Bandbreite und legt die Filterfrequenz zwischen 600Hz und 1.8kHz an. Erweitert diese Bandbreite, wenn Ihr einen noch breiteren Wah-Wah Sound wünscht. Ein höherer Boost Wert führt zu einem extremeren Wah-Wah Wert.

  • Das Ausgangssignal vor dem Kompressor anheben (z.B. Input Gain, Preamp, etc.): Damit lässt sich die dynamische Bandbreite des Instrumentes einstellen. Zurückgestellt erhält man ein weniger komprimiertes Signal und nach vorne gedrückt wird das Signal stärker komprimiert. Dies schränkt die dynamische Bandbreite ein und führt zu einem höheren durchschnittlichen Signalpegel. Dies kann bei einer Gitarre den Sustain erhöhen und Distortions gleichmässiger klingen lassen.


Und das wären bereits meine Top Ten Tipps. Natürlich gibt es noch zahllose weitere Möglichkeiten, die nur darauf warten von Euch entdeckt zu werden. Legt Euren Fuss also auf das Pedal und reizt das ganze Potential Eure Multieffektes aus.

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail