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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 48

Wie man mit dem Noise Gate perkussive Elemente hervorhebt
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Heute besprechen wir wie man von Grund auf ein perkussives Instrument zusamenbasteln kann.

Wieso?

Manchmal muss man bei einem Mixdown ein Schlagzeug künstlich grösser oder druckvoller machen. Eine der am häufigsten angewendete Techniken besteht darin über die fraglichen Elemente verschiedene Samples zu legen und sich so das gewünschte Resultat zusammen zu mischen. Eine weiter Lösung wäre es ein so genanntes „Drum Replacement“ Plug-In zu nehmen (wie z.B. Drumagog oder Slate Digital Trigger), doch dies erfordert eine Menge Know-How und Zeitaufwand.

Doch es gibt noch einen Weg der sich als fast genau so effektiv erweisen kann und zudem noch wesentlich einfacher in der Anwendung ist. Wie Ihr sicherlich schon erraten habt involviert diese Technik ein Noise Gate!

Wie?

Als Beispiel nehmen wir für diesen Artikel eine Bass Drum der wir mehr Druck verleihen möchten. Dazu müsst Ihr zuerst einmal die Originalspur duplizieren und in der kopierten Spur ein Noise mit den folgenden Einstellungen aufstarten: Extrem kurzer Attack und Release Wert, schneller Hold und Threshold damit der ganze Klang des Schlagstocks eingefangen wird. Das Resultat wird jetzt nicht sonderlich musikalisch anmuten doch man erhält eine Art Klick der jetzt zusammen mit der Originalspur dem Signal eine schöne Definition verleiht. Sollte das Resultat noch nicht so gleichmässig daherkommen so empfehle ich dem Noise Gate einen Kompressor vorzuschalten.

Jetzt wo wir dem Kick mehr Definition verliehen haben machen wir uns daran in dicker zu machen. Diesmal kommt dazu ein Synth Sound zum Einsatz. Jeder virtuelle Synthesizer der eine Sinuskurve wiedergeben kann sollte dazu im Stande sein. Lasst das VSTi eine durchgehende, auf die Tonart des Songs abgestimmte Note spielen (zwischen 40 Hz und 50 Hz). Legt jetzt ein Noise Gate auf die Synth Spur und verwendet die Kick Drum als Trigger Signal. Der Attack sollte ziemlich kurz sein, doch nicht zu kurz, da Ihr es sonst mit unschönen Klicks zu tun habt.

Der Range Parameter muss auf einen Maximalwert gestellt werden damit der Synthesizer nur dann zu hören ist wenn der Kick auch wirklich spielt. Die Parameter für Release und Hold sollten anschliessend so eingestellt sein dass sie das natürlich Abklingverhalten des Kicks emulieren. Es sollte jetzt möglich sein mit dem Volumenregler anzupassen wie fett der Kick erklingt - zu laut und der Zuhörer wird jedoch Euren Trick erkennen können.

Diese Technik beschränkt sich jedoch nicht nur auf Kick Drums und kann bei den meisten perkussiven Instrumenten angewendet werden. Funktionert bei einer Kick Drum jedoch noch eine Sinuskurve so solltet Ihr zum Beispiel bei einer Snare eher zu einem Rauschgenerator greifen. Hier gibt es keine fixen Regeln welches Rauschen zu welchem Resultat führt - denkt einfach immer daran auf Eure Ohren zu hören.

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