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Die Grundlangen für einen guten angezerrten Gitarrensound

Wie man einen Crunch Sound erzeugt

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Nachdem wir uns einen schönen Clean Sound eingestellt haben, sollten wir schauen wie wir unseren Gitarrensound mit ein Zerrung färben.

Historisch gesehen wurden die ersten Verzerrungen von einem Dave Davies entdeckt, der diese durch einen Schnitt in seinen Lautsprecher erzeugte. Da wir bei Audiofanzine aber nicht wirklich hinter der Zerstörung von Equipment stehen können, schauen wir uns doch am besten ein paar konservatiere Möglichkeiten an.

Wer immer noch an seinem Clean Sound rumwerkelt, der sollte sich in diesem Artikel schlau machen.

Verzerrte Realität!

Bei Verstärkern mit drei Kanälen wird der zweite für einen Crunch Sound verwendet. Sollte Euer Verstärker damit ausgerüstet sein, so wird alles ein wenig einfacher - schliesslich wurde der Vorverstärker darauf ausgelegt Euch einen leicht angezerrten Sound zu bieten.
Es gibt aber auch 'Modeling Amps', welche einem verschiedene Verstärker Typen zur Auwahl geben. Auch hier sollte man keine weiteren Probleme haben, da der Sound voreingestellt ist. Die meisten Gitarristen besitzen jedoch nur einen oder zwei Kanäle. Um einen guten Crunch Sound zu erhalten muss man hier also etwas in die Trickkiste greifen!

Von nichts kommt nichts

Crunching a guitar amp

Ihr habt zwei Möglichkeiten zur Auswahl - eine davon gibt Euch bessere Resultate als die andere:

  • Verwende den Distortion Kanal. Mit einer tiefen Gain Einstellung solltet Ihr einen durchaus überzeugenden Crunch Sound einstellen können. Es kommt jedoch relativ häufig vor, dass der Vorverstärker sehr schnell in eine starke Zerrung springt und somit ein transparenter Crunch sehr schwierig einzupegeln ist.
  • Verwendet den Clean Kanal. Da Ihr die Vorstufe sättigen möchtet, solltet Ihr nicht zögern den Gain aufzudrehen und bei vollem Volumen den Sound zu suchen. Das Master Volumen aufzudrehen hilft zudem die Lautsprecher an ihr Limit zu bringen.

Sollte die Sättigung immer noch nicht Euren Vorstellungen entsprechen, so könnt Ihr schliesslich immer noch mit dem EQ etwas nachhelfen: Hebt alle Frequenzen an - speziell die Mitten.

Und was ist mit Pedalen?

Sollten Eure Versuche trotz allem nicht von Erfolg gekrönt sein, so müsst Ihr wohl oder übel etwas Geld ausgeben.

Jedes Multieffektgerät das diesen Namen auch verdient besitzt verschiedene Crunch Presets - und viele davon sind durchaus überzeugend. Solche komplexen Geräte könnten jedoch Musiker auch schnell entmutigen - viele Suchen nach einer Plug-and-Play Lösung.

Crunching a guitar amp

In diesem Fall gibt es dazu eine Menge spezialisierter Pedale - vom sagenumwobenen Ibanez Ibanez TS-808 , über den günstigen Behringer OD400, bis hin zum traditionellen Boss OD-3. Der nicht zu unterschätzende Vorteil dieser Pedale ist, dass man damit auch bei verhältnismässig geringem Volumen einen Crunch Sound erzeugen kann. Ich empfehle Euch jedoch nicht einfach eines blind zu kaufen, sondern ein paar verschiedene Modelle mit einander zu vergleichen und das zu nehmen, dass am besten zu Euch und Eurem Equipment passt.

Wer über ausreichend Geld verfügt sollte sich natürlich auf jeden Fall einen Röhrenverstärker zulegen. Mit Transistorverstärkern lassen sich tolle Sachen machen, aber die Wärme eines aufgedrehten Vox, Orange oder HiWatt Verstärkers suchen immer noch seinesgleichen.

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