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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 44

Wie man das Gate richtig einstellt

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Jetzt wo wir uns mit den wichtigsten Parametern vertraut gemacht haben ist es an der Zeit uns an die praktische Anwendung zu machen. Fangen wir am besten mal mit der offensichtlichsten an: Dem Unterdrücken von Nebengeräuschen.

Nebengeräusch oder kein Nebengeräusch?

Störsignale gibt es überall. Auch bei Euch zu Hause seid Ihr mit einem gewissen Hintergrundrauschen und ungewollten Nebengeräuschen konfrontiert. Doch das ist durchaus etwas gutes, denn das Gehirn empfindet diese als durchaus natürlich und nur absolute Stille wird als ungesund und störend empfunden.

Aus diesem Grund sind wir damit auch nur allzu häufig bei Aufnahmen konfrontiert. Bei Aufnahmen hören die Mikrofone eben nicht nur das was man aufnehmen möchte, sondern es schleichen sich neben Umgebungsgeräuschen auch noch Störsignale aus dem Signalpfad in die Aufnahme. Nicht vergessen sollte man zudem die Störegeräusche die durch digitale Bearbeitung Eurer DAW erzeugt wird - und alle diese in einem Mehrkanalprojekt können am Ende der Signalkette schon zu einem wesentlichen Problem werden. Noise Gate zur Rettung!

 

Zuerst kommt das Noise Gate

Ein Noise Gate richtig einzustellen ist wesentlich komplexer als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Unglücklicherweise gibt es hier auch keine allgemein gültigen Ratschläge, da alles vom ursprünglichen Signal abhängt. Etwas das sich jedoch niemals ändert ist die Position des Noise Gates in der Bearbeitungskette: Das Noise Gate muss immer als erstes aufgeschaltet werden. Ich hoffe es leuchtet Euch allen ein, dass ein Signal erst einmal gesäubert werden muss bevor es durch  EQ, Kompressor und dergleichen geschickt wird. Was den Rest angeht so kann ich Euch jedoch nur ein paar grundlegende Tipps geben.

Der Threshold sollte zum einen natürlich gerade überhalb des Störsignals eingestellt werden und unterhalb des “brauchbaren“ Signals zu liegen kommen. Der Attack muss schnell genug sein um die Transienten nicht zu beeinflussen aber auch nicht so schnell als dass hörbare Klickgeräusche produziert werden. In etwa dasselbe gilt für den Release: Dieser muss relativ schnell sein damit keine Störgeräusche durchgelassen werden aber langsam genug um den natürlich Klang zu konservieren.

Grundsätzlich gilt aber, dass Hintergrundgeräusche etwas natürliches sind und man sich schon mal fragen muss ob die überhaupt rausgefiltert werden müssen? Abschliessend möchte ich nochmals zu denken geben, dass Emulationen von Vintage Equipment wie z.B. Tape Emulationen sehr spezifisch dem Signal Rauschen und Zerrungen hinzufügen. Natürlich ist alles eine Frage des Geschmacks - man muss sich einfach im Klaren sein, was man genau mit dem Signal anstellt.

Im nächsten Teil schauen wir uns an wie man mit einem Noise Gate Mikrofonübersprecher in den Griff bekommt.

 

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