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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 25

Was kommt zuerst?

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Bevor wir uns mit der Dynamik dem nächsten grossen Thema widmen sollten wir einmal ein paar Schritte zurück gehen und uns anschauen wo wir genau im Prozess stecken.

Im Loop

Zuerst einmal möchte ich hier nochmals ansprechen, dass wir uns in einem Loop befinden wo jede Veränderung wieder Einfluss auf andere Elemente hat. Seid Ihr also fertig mit Euren EQ Einstellungen so macht es durchaus Sinn seine ursprünglichen Panning und Volumen Einstellungen nochmals anzuschauen. Eure EQ Arbeit hat wahrscheinlich dazu beigetragen die einzelnen Elemente Eures Mixes besser zusammenzubringen, was zu Auswirkung hat, dass die ursprüngliche Balance nun nicht mehr optimal klingen wird. Aber Achtung - ich rede hier nicht von gravierenden Änderungen - ich rede von kleinen Anpassungen an gewissen Stellen! Vergleicht man die aktuelle Version mit den vorherigen so sollte alles klarer und definierter daher kommen.

Das Huhn oder das Ei…

Im nächsten Schritt werden wir uns dem Thema Dynamik widmen. Sagt man Dynamik so mein man Komprimierung und aus diesem Grund sollte man sich die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte einmal durch den Kopf gehen lassen. Was kommt zuerst - der EQ oder der Kompressor? Nun da gibt es leider keine klare Antwort und es hängt wie immer wieder einmal von der jeweiligen Situation ab. Aus diesem Grund macht es Sinn die Vor- und Nachteile beider Herangehensweisen zu verstehen.

EQing vor dem Komprimieren könnte kontraproduktiv sein. Hebt man gewisse Frequenzen an so kann dies dazu führen, dass der Kompressor anders angesprochen wird. Somit kann es sein, dass die EQ Anhebungen durch den Kompressor wieder relativiert werden. Diese Frequenzen nun noch weiter anzuheben wird das Resultat auch nicht besser machen.

Also könnte man denken dass man den EQ dann halt einfach nach dem Kompressor einschlauft. Doch dies führt zu einem weiteren Problem denn die Aufgabe eines Kompressors ist es ja die Dynamik in den Griff zu bekommen. Durch das Komprimieren werden jedoch auch die ungewollten Frequenzen hervorgehoben und man muss noch aggressiver in das Signal eingreifen.

Die ultimative Lösung könnte es dann sein einen EQ vor den Kompressor zu hängen - um das Signal aufzuräumen - und einen danach. Leider widerspricht man hier unserer „weniger ist mehr“ Philosophie…man kann es eben nie allen Recht machen. Nun am Ende ist die Lösung aber auch gar nicht so kompliziert. Zum einen benötigen nicht alle Spuren eine drastische Dynamikbearbeitung, was dann den Einsatz des EQs wieder wesentlich einfacher macht.

Zum anderen habt Ihr ja in den vorherigen Artikeln bereits gelernt, dass man Frequenzen wenn möglich nicht anheben sollte. Auf diese Weise aufgeräumt ist dann auch der Einsatz eines Kompressors kein grösseres Problem. Auch unsere „weniger ist mehr“ Philosophie sollte Euch nicht daran hindern die für Euch optimale Lösung zu finden - und wenn diese darin besteht vor UND nach dem Kompressor einen EQ einzuschlaufen dann muss das auch so sein.

Abschliessend möchte ich Euch noch empfehlen die Flexibilität mit der Ihr die Inserts Eurer DAW verwenden könnt auch wirklich einzusetzen. Im Zeitalter des digitalen Studios ist es kein Problem die Reihenfolge von Plug-Ins zu ändern - wieso das als nicht einfach mal ausprobieren?

Im nächsten Artikel geht es dann los mit der Dynamikbearbeitung!

 

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