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Mikrofone, Monitore und mehr

Studio im Rucksack - Teil 2
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Im ersten Teil haben wir uns ein paar Audio Interfaces angeschaut die Euer iPad mit Mikrofonen, Instrumenten und MIDI verbinden können. In diesem zweiten Teil bespreche ich weitere mögliche Alternativen und zusätzliche Komponenten, die für Euer mobiles Setup geeignet sein könnten.

(Lest den ersten Teil hier)

Die À-La-Carte Methode

Eine alternative Herangehensweise wäre es individuelle Komponenten direkt über einen USB Adapter mit Eurem iOS Gerät zu verbinden. Dazu gehört z.B. ein spezielles USB Mikrofon für Stimmen oder zur Abnahme von akustischen Instrumenten, ein iOS oder USB MIDI Keyboards, sowie spezielle iOS Interfaces für DI Aufnahmen.

Falls Ihr nicht unbedingt mehrere Eingangskanäle gleichzeitig benötigt und nur eine Spur aufs Mal aufnehmen möchtet, so könnte diese Herangehensweise durchaus sinnvoll sein. Ihr werdet dann zwar mehr individuelle Komponenten im Studio rumliegen haben, doch diese sind allesamt eher klein und könnten am Ende sogar zu einer leichter zu transportierenden Lösung führen.  

Mikrofone

Bei einem Audio Interface kann man auf ein beliebiges Mikrofon zurückgreifen, was einem natürlich eine sehr grosse Flexibilität bietet. Solltet Ihr aber auf ein Mikrofon verzichten wollen, so gibt spezielle iOS Mikrofone welche direkt mit Eurem iPad verbinden lassen. Dazu gehören Modelle wie das Apogee MiC 96K, das Blue Microphones Spark Digital, oder das IK Multimedia iRig Mic HD. Ihr könnt Geld sparen indem Ihr ein iOS Mikrofon kauft, welches sich mit dem Kopfhörerausgang verbinden lässt, doch bei diesen Lösungen büsst man ein bedeutendes Mass an Klangqualität ein. 

 
 

Spark Digital von Blue Microphones kann direkt mit dem iOS Gerät verbunden werden.

Eine weitere Möglichkeit ist ein ein USB Mikrofon, welches über den iOS USB Adaptor verbunden wird. Davon gibt es eine Menge auf dem Markt, in allen Preissegmenten und Qualitätsanforderungen. 

Es gibt aber auch verschiedene Stereo iOS Mikrofone auf dem Markt, wie z.B. das Røde Microphone iXY, das Zoom iQ5, das Blue Microphones Mikey Digital und das Tascam iM2X. Auch wenn Stereomikrofonie für Videos, Aussenaufnahmen und Konzerte eine feine Sache ist, so wollt Ihr als Hauptmikrofon für Eure Studiolösung doch eher ein Mono Modell. Dennoch ist so ein Stereomikrofon als Alternative sicherlich eine feine Sache. 

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch noch das IK Multimedia iRig Pre, wobei es sich um einen kleinen Mikrofonvorverstärker mit Phantomspeisung handelt, welcher es erlaubt ein beliebiges Mikrofon direkt mit dem iOS Gerät zu verbinden. 

Ihr benötigt auch einen Mikrofonständer, der jedoch so portable wie möglich sein sollte. Am besten sucht Ihr Euch ein 'Desktop' Modell aus - sicherlich nicht die beste Lösung, aber herkömmliche Modelle sind einfach zu schwer. 

Interfaces für Instrumente

Falls Ihr auf der Suche nach einem speziellen DI Interface für Gitarre und Bass seid, so stehen Euch eine Menge Produkte zur Auswahl. Da gibt es Lösungen die man direkt mit dem Kopfhörerausgang verbinden kann, während andere über den Dock Anschluss funktionieren. Wie bei den Mikrofonen sollte man hier die zweite Herangehensweise bevorzugen - zur Auswahl stehen unter anderem folgende Modelle: Apogee Jam 96K oder JamPeavey Ampkit LiNK HD, Line 6 Sonic Port, Sonoma Wireworks Guitar Jack 2 Model 2 und IK Multimedia iRig HD

MIDI Keyboards

Egal ob Ihr Euch für ein Audio Interface mit MIDI Ein-/Ausgang oder einer eigenen iOS Lösung entscheidet, Ihr wollt dass Euer Keyboard so handlich wie möglich ist. Solltet Ihr nicht gerade ein iOS Keboard wie das IK Multimedia iRig KEYS verwenden, so werdet Ihr das Keyboard am ehesten mit der MIDI Verbindung Eures Interfaces, über ein spezielles iOS MIDI Interface (wie das Line 6 MIDI Mobilizer II oder das IK Multimedia iRig MIDI), oder via USB über den iOS USB Adapter verbinden. 

 
 

Das Novation Launchkey Mini bietet Mini-Tasten, 16 Pads und 8 Regler in einem äusserst kompakten Format.

Soll Eure Lösung so portabel wie möglich sein so benötigt Ihr wahrscheinlich ein USB Keyboard mit Mini-Tasten wie das Novation Launchkey Mini, das Akai Professional LPK 25, das Korg NanoKEY 2, das M-Audio Axiom AIR Mini 32, das Keith McMillen Instruments QuNexus oder das bereits erwähnte iRig KEYS.

Im Mix

Wollt Ihr am Ende Eure Aufnahmen auch noch zu hören bekommen, so benötigt Ihr natürlich noch Kopfhörer. Hier solltet Ihr bereit sein ein bisschen mehr auszugeben und ein Paar kaufen, das eine möglichst neutrale Wiedergabe der Aufnahmen bietet. 

Für Mixdowns empfehlen sich natürlich auch Studio Monitore, doch auch kleine aktive Monitore sind bereits sehr schwer und unförmig. der IK Multimedia iLoud ist der einzige portable mit Batterien betriebene Monitor der im Augenblick auf dem Markt zu haben ist. Er bietet Betrieb via Bluetooth and läuft mit wieder aufladbaren Batterien. Es gibt eine Menge portabler Stereolautsprecher auf dem Markt, doch die wurden konzipiert um Musik so gut wie möglich klingen zu lassen und nicht um eine kritische Bearbeitung zu ermöglichen. 

 
 

Die iLoud Stereolautsprecher von IK Multimedia bieten Verbindungsmöglichkeiten via Bluetooth und Kabel. 

Hit the Road, Jack

Wie wir in diesen zwei Artikeln sehen konnten ist es durchaus möglich mit einem überschaubaren Budget eine passable portable Studiolösung zusammen zu stellen - jetzt müsst Ihr nur noch raus ins Abenteuer!

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