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Wie man bei Gesangsaufnahmen die besten Resultate erzielt - Teil 1

Stimmenaufnahmen produzieren - Teil 1
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Eine Gesangsaufnahme erscheint auf den ersten Blick wie eine relativ einfache Aufgabe. Jedoch um gute Resultate zu erzielen benötigt man nicht nur ein gutes fachliches Handwerk, sondern auch die Fähigkeit dem Sänger die best mögliche Performance zu entlocken. In diesem ersten Teil eines 2-teiligen Artikels konzentrieren wir uns vorerst auf die technischen Aspekte und behandeln dann Produktionstechniken in Teil 2.

Mikrofone, Vorverstärker und mehr

Stellt das beste Stimmenmikrofon auf das Ihr habt - von Vorteil wäre ein Kondensatormikrofon mit grosser Membrane - und verbindet es mit dem besten Mikrofonvorverstärker den Ihr besitzt.

Für Stimmen kommt am häufigsten ein Grossmembran-Kondensator Mikrofon zum Einsatz

Stellt sicher, dass Ihr einen Popschutz besitzt und positioniert dieses etwa 2cm vom Mikrofon entfernt. Dies hilft Euch explosive Konsonanten wie 'p' und 'b' zu bekämpfen. Ihr wollt auch, dass sicher der Sänger nah am Mikrofon positioniert (in den meisten Fällen zumindest). Dies gibt Euch bei den Aufnahmen einen präsenteren Sound (mehr Direktabnahme, weniger Reflexionen) und Ihr könnt auf diese Weise vom Nahbesprechungseffekt Gebrauch machen. Diese tritt bei Mikrofonen mit Nierencharakteristiken auf (gibt es bei den meisten Mikrofonen ausser bei Bändchenmikrofonen) und hebt bei der Aufnahme die Bässe an, was zu einem 'grossen Sound' führt.

Habt Ihr mehr als ein Mikrofon zur Auswahl so nehmt das, welches am besten zur Stimme des Sängers passt. Vergleicht diese falls nötig, doch verschwendet beim Testen nicht unnötig Zeit, damit die Stimme des Sängers nicht unnötig in Mitleidenschaft gezogen wird.

Pegel und Monitor Mix

Beim Einstellen des Pegels sollte der Sänger (bzw. die Sängerin natürlich) am richtigen Ort stehen und so laut singen wie es nachher im Song erfolgen wird. Bei Aufnahmen mit einer DAW oder einem 24-Bit Aufnahmegerät so empfiehlt sich ein Headroom von 10 bis 15 dB, damit Ihr Euch niemals Sorgen machen müsst, ob eine zu laute Aufnahme vielleicht verzerrt wurde. Bei so viel Headroom kann man zudem beim Vorverstärker auf einen Kompressor verzichten, was am Ende zu einer natürlicheren Aufnahmen führt.

Für die besten Resultate sollte der Sänger mit dem Headphone Mix absolut zufrieden sein

Eines der wichtigsten Elemente für eine erfolgreiche Session ist es den Sänger so entspannt wie möglich zu machen - der schnellste Weg dorthin führt oftmals über einen guten Kopfhörermix. Bereitet schon vor der Session eine Einstellung vor und passt diese zusammen mit dem Sänger entsprechend an. Denkt daran: Der Sänger muss sich bei den Aufnahmen so wohl wie nur möglich fühlen. Es gibt zum Beispiel Sänger, die Ihre Stimme im Verhältnis zum Playback sehr laut hören möchten.

Haltet Euren 'Record Buffer' so tief wie möglich, oder verwendet das 'No-Latency Hardware Monitoring' Eures Audio Interfaces falls nötig. Jede hörbare Latenz wird für Sänger zum Problem.

Sollte es Euer Equipment erlauben so schmeisst im Monitor Mix einen Plate Reverb auf die Stimme (aber nicht aufnehmen!), damit die Stimme bereits rund und voll klingt.

Im 2. Teil werden wir besprechen wie man die best mögliche Performance aus einem/einer Sänger/in holt.

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