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Die Vor- und Nachteile wenn man ein iPad verwendet um Notationen und Lyrics auf der Bühne zu lesen

Sollte man auf Bühne auf Papier verzichten?

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Wer regelmässig Notationen oder Lyrics mit auf die Bühne nimmt sollte sich einmal mit der Möglichkeit auseinandersetzen all dies mit einem iPad (oder vergleichbarem Produkt) zu versuchen. Schauen wir uns mal die Vor- und Nachteile an.

It's Showtime

Der grösste Vorteil eines iPads auf der Bühne ist wohl dass auf die Schnelle alle Dokumente in einem Gerät zugänglich sind. Ihr lauft also nicht mehr Gefahr die falsche Musik an den Gig oder die Probe mitzubringen. 

 
 

Wie man bei diesem Beispiel sehen kann ist es möglich das iPad sehr nah an seinem Gesicht zu platzieren. 

Ihr könnt auf diese Weise hunderte Songs und Sets in Reichweite abspeichern. Spielt Ihr in verschiedenen Bands so könnt Ihr für jede einen eigenen Ordner erstellen - auch alte Setlists können ganz einfach abgespeichert werden. Es gibt dazu spezielle Setlist Apps, aber man kann sie auch ganz einfach als PDF abspeichern. 

Es werde Licht

Es sei denn Ihr steht nicht gerade im direkten Sonnenlicht so kann das iPad eigentlich in jeder Situation sehr gut abgelesen werden. 

Mit dem richtigen Zubehör ist es sogar möglich die Seiten auf einem iPad mit den Füssen zu wechseln. Dies erfordert jedoch eine Investition in ein Bluetooth Pedal könnte aber für die richtige Anwendung ein wahrer Segen sein. 

Mit einem iPad werdet Ihr zudem nicht mehr durch einen unförmigen Notenständer verdeckt. 

Doch das ist noch nicht alles. Das iPad kann auch dank diverser Apps für andere Aufgaben als Stimmgerät, Metronom und so weiter eingesetzt werden. Verschiedenen Apps für Notationsanzeige haben solche Funktionen bereits integriert. Hat man ein iPad dabei so bedeutet dies natürlich auch, dass man während der Pausen Videos anschauen oder etwas zocken kann. 

Dann mal her mit der Kohle

Der grösste Nachteil eines iPads gegenüber Papier ist wohl der finanzielle. Abgesehen vom iPad muss man sich einen iPad Ständer und vielleicht auch noch ein Fusspedal zum Wechseln der Seiten kaufen. Besitzt man noch kein iPad so sieht man sich mit einer Investition konfrontiert die schnell gegen die €1000 geht. 

 
 

Viele Notations App wie zum Beispiel forScore erlauben das Importieren und Bearbeiten von PDFs. 

Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass der Bildschirm eines iPads nicht so gross wie eine herkömmliche A4 Seite ist. Dieser Umstand wird ein wenig abgemildert da man das iPad im Vergleich zu einem Notenständer ja näher an seinen Augen positioniert. 

Dann ist auch die Sicherheit ein Thema. Ein iPad hat einen gewissen Wert und kann ganz schnell verschwinden. Man sollte es also während einer Pause immer mitnehmen oder alternativ eine Sicherung wie die von MacLocks montieren.  Es gibt sogar iPad Cases die mit einem Schloss versehen wurden. 

Ihr müsst Euer iPad während eines Gigs  zudem auch immer einstecken oder absolut sicherstellen, dass es vor dem Auftritt auch wirklich komplett geladen war. 

Auf einen Blick

Auch mit den Aufgezählten Nachteilen gibt es keine Zweifel daran dass der Einsatz eines iPads auf der Bühne sehr praktisch ist und wesentlich weniger aufwändig ist als einen Ordner, Notenständer und Notenlampe rumzuschleppen. Ich kann Euch nur empfehlen das Wagnis einzugehen - ich habe es auf jeden Fall nie bereut. 

Weitere Informationen zum Thema iOS auf der Bühne findet Ihr im Artikel https://de.audiofanzine.com/musik-software-iphone-ipod-touch-ipad/artikel/leitartikel/ios-onstage.html

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