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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 15

Schneidet Euch in Stück ab

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In diesem zweiten Teil über das Thema EQ möchte ich Euch in ein weiteres 'Geheimnis' einweihen - und dann schauen wir wo wir effektiv mit der Arbeit anfangen.

Das Leben in Mono

Auch wenn die Bearbeitung im Kontext des gesamten Projekts das Geheimnis zu einem erfolgreichen EQ Einsatz ist so ist die Arbeit in Mono ebenfalls sehr effektiv. Es ist tatsächlich so dass gut in Mono abgestimmte Instrumente auch in Stereo keine Problemen machen werden. In die andere Richtung wird man dagegen bei drei von vier Malen genau das Gegenteil erleben. 

Es wird sich in den seltensten Fällen jemand Eure Musik in einer optimalen Position anhören und somit das optimale Stereobild geniessen können. Normalerweise drückt der Zuhörer auf Play und fährt dann mit seiner Tätigkeit fort. Wer hat noch nie Musik angestellt und sie während des Duschens, Kochens oder bei einem gemütlichen Beisammensein einfach laufen zu lassen? Solche Abhörsituationen kann man ganz einfach mit Mono vergleichen. 

Aus diesem Grund ist die Einstellung der EQs in Mono auch sinnvoll wenn man die einzelnen Elemente im angezielten Gesamtbild von einander unterscheiden möchte. Können einmal alle Elemente in Mono klar von einander unterschieden werden, so ist es ein einfaches alles anschliessend ganz einfach im Stereobild noch besser zu verteilen. 

Allegro Methode

Kommen wir aber zur eigentlichen EQ Arbeit. Die meisten Ratgeber die man online findet werden Euch raten mit dem wichtigsten Instrument anzufangen und die weiteren Instrumente der Wichtigkeit nach zu sortieren. Diese Art der Herangehensweise hat mich noch nie wirklich überzeugt da sie einen ermutigt eine Spur nach der anderen in Solo zu bearbeiten. 

Ich bevorzuge stattdessen eine globalere Herangehensweise. Diese besteht darin das Frequenzspektrum jedes Elementes aufzuräumen und Platz für die restlichen Instrumente zu schaffen. Ich fange da immer mit den häufig unnötigen Bassfrequenzen an. Dann arbeite ich mich zu den tiefen Mitten, den Mitten und schliesslich zu den hohen Frequenzen vor. Wenn ich 'aufräumen' sage dann meine ich damit unnötige Frequenzen abzusenken. 

Diese subtraktive Herangehensweise hat viele Vorteile. Da man absenkt läuft man zum einen nicht Gefahr seinen Headroom aufzubrauchen - man vergrössert diese stattdessen! Auf diese Art lauft Ihr auch nicht Gefahr auf den 'Lauter ist besser' Trick hereinzufallen. Und schliesslich zwingt man auf diese Weise keine Instrumente in den Vordergrund (wie man es durch Anheben der Spurn tun würde) sondern arbeitet stets an seiner ursprünglichen Vision des Songs. 

Im nächsten Kapitel besprechen wir wie man den Bassbereich am besten aufräumt. 

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