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Steigert Eure Produktivität im Studioalltag indem Ihr Eure Dateien gut organisiert

Organisiert Eure DAW Dateien und arbeitet schneller und effizienter
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Als Musiker mit eigenem Homestudio müsst Ihr viele Dinge können. Ihr seid das Talent, der Tontechniker, der Produzent, der Mixing Engineer und oftmals seid Ihr auch noch fürs Mastering verantwortlich. Da Ihr so viele Dinge im Kopf behalten müsst, ist es jedoch extrem wichtig hier einen gut organisierten Arbeitsfluss zu besitzen.

Ein guter und einfacher Weg effizienter zu werden ist eine einheitliche und kluge Bennenung der DAW Dateien. Das tönt jetzt vielleicht etwas langweilig, doch Ihr werdet Euch wundern wieviel effizienter dies Euren Arbeitsfluss machen wird. Lasst mich erklären.  

Dateien und Ordner

Zuerst solltet Ihr Eure DAW Dateien und Ordner auf der Harddisk einrichten. Dies sollte nach einem klaren Muster geschehen, damit Ihr immer wisst wo Eure Aufnahmen zu finden sind. Falls Ihr das nicht wisst und Eure Dateien über den gesamten Rechner verteilt sind, so passiert es schnell dass Ihr Eure Dateien immer wieder aufs Neue suchen müsst und dabei auch nicht immer sicher sein könnt an welcher Version Ihr nun arbeitet. Es ist zudem extrem wichtig zu wissen, wo die Audiodateien für das jeweilige Projekt zu finden sind, da Ihr ansonsten schnell etwas wichtiges löschen könntet.

Es liegt alles im Namen

Organize your DAW Files
Speichert oft mit der 'Save As' Funktion Eurer DAW und gebt den Dateien erklärende Namen. Somit seht Ihr auf den ersten Blick was geändert wurde und spart bei der späteren Auswahl entsprechend Zeit.

Jetzt wo Ihr wisst wo Eure Dateien hingehören müsst Ihr Euch für Eure DAW Session Dateien eine einheitliche Namensgebung einfallen lassen. Ich für meinen Teil verwende stets den Namen des Songs und eine kurze Beschreibung - also zum Beispiel so etwas wie “You Got Me_basic tracks” oder, “You Got Me_new vocal”. Falls Ihr Euch angewöhnt beim Öffnen des Projektes jeweils mit dem 'Save As' Befehl abzuspeichern, könnt Ihr Euch das Datum im Namen sparen - auf diese Weise wird es immer dem 'Inhalt erstellt' Datum entsprechen.

Bei den Aufnahmen solltet Ihr Euch angewöhnen in der DAW Kommentare zu den verwendeten Mikrofonen, Pickup Einstellungen, Synth Patches oder Vorverstärker zu notieren. Es kommt immer wieder vor, dass Ihr zu einem späteren Zeitpunkt Nachaufnahmen machen müsst und dann werden genau diese Informationen Gold wert sein.  

Mit dem Namen wachsen

Es ist immer hilfreich fortschreitend den Namen anzupassen. Das bedeutet, dass Ihr über Save As dem Namen jeweils eine kleine zusätzliche Beschreibung hinzufügt, auch wenn dies nur eine Zahl ist. So könnten sich Namen wie “You Got Me _bkgd voc 3” oder “You Got Me_bkgd voc doubled” ergeben.  

Wer hier mit seiner Namensgebung konsequent ist wird bei einem Problem viel einfacher den Weg zurück finden. Obwohl viele DAWs eine Autosave Funktion besitzen, so ist diese doch nur wirklich nützlich wenn bei einer Aufnahmesession mal etwas schief geht. Am Ende weiss man jedoch bei den Autosaves nie genau was verändert wurde.

Beim Mixdown ist es besonders wichtig ein paar Schritte zurück gehen zu können. Man kann sich durchaus in einem Mixdown verrennen und ist anschliessend froh wieder an den Punkt gehen zu können an dem man mit dem Mix noch zufrieden war. Seid also klar mit Euren Beschreibungen, damit Ihr im Notfall sehr gezielt suchen könnt. Ein gutes Beispiel wäre ein Name wie “You Got Me_ld vox up 2db” - hier ist sofort klar ersichtlich welche Änderungen vorgenommen wurden.

Mix and Match

Was das Bouncing betrifft, so empfiehlt es sich den Namen des Mixdowns an den des gespeicherten Projektes anzugleichen. Möchte man also zum Beispiel einen Mixdown des Projektes “You Got Me_rough mix 1” erstellen, so empfiehlt es sich der Stereodatei ebenfalls diesen Namen zu geben. Vergleicht man zu einem späteren Zeitpunkt Mixes, so kann man ganz einfach auf die dazu gehörigen Sessionfiles zugreifen.  

Was Backups angeht, so werden wir das Thema wohl auf einen späteren Artikel verschieben müssen. Ich kann Euch nur empfehlen so häufig wie möglich Sicherungskopien zu erstellen!

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