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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 60

Mixing mit Federhall

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Egal ob Ihr ein algorithmisches Reverb oder einen Faltungshall verwendet, normalerweise werdet Ihr mit einer Auswahl unterschiedlicher Reverb Typen konfrontiert. Meiner Meinung nach ist diese Auswahl der wichtigste Faktor im Umgang mit Halleffekten. Unglücklicherweise greifen Anfänger immer eher zufällig zu Reverbs, was die Dinge am Ende nur noch wesentlich komplizierter macht. Aus diesem Grund möchte ich in den nächsten paar Artikeln die wichtigsten Reverb Typen vorstellen.

Wie immer handelt es sich bei diesen Beispielen keinesfalls um verpflichtende Regeln. Dennoch empfehle ich Euch diese zumindest am Anfang in Betracht zu ziehen. Mit der Zeit werdet Ihr gezielter Experimentieren können, doch Eure Entscheidung wird auf fundierten Grundlagen basieren und nicht dem Zufallsprinzip.

Spring Break

Fangen wir mit dem “Spring Reverb“ (auch als Federhall bekannt) an. Dieses Reverb verwendet ein elektromagnetisches Gerät aus Federn um einen natürlich Hallklang zu erzeugen. Das Prinzip war einfach: Das Signal wurde über einen Transducer in eine Reihe Federn geschickt und auf der anderen Seite mit einem Transducer wieder aufgenommen.

Auch wenn der resultierende Klang keineswegs natürlich ist so findet man seit den 60er Jahren immer noch Federhallen in vielen Gitarrenverstärkern. Der Klang ist äusserst charakteristisch und hat aus diesem Grund auch seinen Weg in viele moderne Produktionen gefunden. Natürlich sollte man damit nicht versuchen realistische Räume zu simulieren, doch man kann mit einem Federhall einem Instrument einen schönen Vintage Touch verleihen.

Wie Ihr sicherlich bereits erkannt habt kann ein Federhall für Gitarren wahre Wunder bewirken, kann aber auch zum Beispiel bei Orgeln sehr gut klingen. Wenn ich mich nicht irre dann war das erste mit einem Federhall bestückte Instrument eine Hammond Orgel. Spring Reverbs funktionieren auch gut auf Stimmen und Holzblasinstrumente können ebenfalls häufig davon profitieren. Was ich jedoch nicht empfehle ist es einen Federhall auf Perkussionsinstrumente zu legen. Wieso? Nun es klingt ganz einfach grässlich.

 

Nächste Woche besprechen wir Plate und Hall Reverbs - also nicht verpassen!

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