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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 33

Mit Kompression dem Mix zu mehr Druck verhelfen

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Nachdem wir uns ein paar Anwendungsmöglichkeiten von Kompressoren im macrodynamischen angeschaut haben legen wir in diesem Artikel nun da Augenmerk auf die Microdynamik - angefangen mit einem druckvollen Sound!

Ziel

Zuerst einmal müsst Ihr das Ziel definieren. Was genau bedeutet es dass ein Sound “Druck“ hat? Nimmt man die Bedeutung sprichwörtlich so sollte es etwas sein das einen Drückt. Nun wie übersetzen wir das jetzt auf einen Klang? Nun verfügt der Klang über einen klaren Attack so “drückt“ er im Wesentlichen ständig - in diese Richtung müssen wir also suchen.

Bevor wir uns um die mechanischen Aspekte kümmern sollten wir einmal anschauen wie dies in einem Mix nützlich sein kann. Ein druckvoller Sound gibt Euch mehr Aggressivität und Klarheit und unterstreicht gleichzeitig das jeweilige Instrument (soll heissen: bringt es in den Vordergrund) ohne dass man es zusätzlich mit EQs oder dergleichen bearbeitet hat. Dies wird sich noch als überaus nützlich herausstellen.

Schritt für Schritt

Wie schon gesagt wollt Ihr den Attack des Klangs unterstreichen. Dies erreicht Ihr in dem Ihr den Kompressor etwas spezieller einstellt da Ihr in dieser Instanz die dynamische Hüllkurve des Klangs bearbeitet.

Die Werte für Attack und Release sind hier absolut essentiell. Um einen druckvollen Klang zu erhalten der gleichzeitig die Klangfarbe des Instrumentes konserviert muss der Attack Wert lange genug eingestellt sein um die natürlichen Transienten durchzulassen. Ihr könnt das ganz immer noch ein wenig zurück drehen - doch leider immer zu Lasten des natürlichen Klangs. Was den Release Wert betrifft so muss der Kompressor dem natürlichen Abklingen des Instrumentes entsprechen. Seid aber vorsichtig keine zu langen Werte einzustellen da der Kompressor ja auch früh genug aufhören muss zu arbeiten!

Der Threshold definiert wie stark die Hüllkurve des Signals bearbeitet wird und der Ratio Wert definiert wie stark dies geschieht. Je höher dieser gewählt wird desto grösser ist der Unterschied zwischen Transienten und dem Rest des Signals. Seid aber vorsichtig es nicht zu übertreiben denn sonst kann es durchaus sein, dass der perkussive Anteil zu laut erklingt.

Abschliessend noch eine Notiz am Rand über Make-Up Gain und Knee. Denkt Ihr dass der Begriff “weich“ irgendwie in Relation zum Begriff “druckvoll“ gesetzt werden kann? Dachte ich mir - auf jeden Fall ist “Hard-Knee“ der bevorzugte Weg. Was den Make-Up Gain betrifft so könnt Ihr ihn verwenden um den Volumenverlust durch die Kompression zu kompensieren. Achtet aber darauf, dass dies das gesamte Signal lauter macht und die Attacks die Ihr so sorgfältig hervorgehoben habt könnten ganz leicht in die rote Zone wandern…

 

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