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Fills, Crashes und Mehr

Mit Drum Loops arbeiten - Teil 2

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Im ersten Teil haben wir besprochen wie wichtig in einem Song Variationen in der Schlagzeugspur sind und wie man Drum Loops am besten editiert. Im zweiten Teil befassen wir uns mit den wichtigen 'Fills' und 'Crashes' und besprechen ein paar Mixing Grundlagen.

Einmal auffüllen bitte

Bei Drum Loops ist der richtige Umgang mit Fills durchaus etwas kompliziert. Sie werden natürlich benötigt, da Schlagzeuger Fills immer gerne als Bindeglied zwischen zwei unterschiedlichen Passagen verwenden. Leider ist es in der Realität jedoch so, dass einem bei vielen Drum Loops Sets nicht ausreichend Fills zur Verfügung gestellt werden. Falls irgendwie möglich sollte man jedoch darauf verzichten Fills innerhalb eines Songs zu wiederholen, da dies die Performance sehr schnell als Drum Loop entlarvt.

Dass viele Drum Loops Fills zudem etwas über das Ziel hinausschiessen und auch ziemlich lang sind, macht das Problem zudem auch nicht einfacher. Es kann ja durchaus sein, dass unser Song nicht unbeding nach einem bombastischen Fill schreit, sondern eher etwas dezentes verlangt. Dies ist genau eine der Situation wo das gezielte Bearbeiten Euer Freund ist. Ich habe schon oft einen Fill in kleine Teile zerschnitten und nur ein paar davon eingesetzt - zum Beispiel nur die letzten ein-einhalb Beats eines langen Fills. Dies funktioniert natürlich nicht immer, doch manchmal eben schon. Und wenn man mit dem Resultat zufrieden ist, stehen einem nun eine wesentlich grössere Anzahl Loops zur Verfügung.

Der hervorgehobene Fill wurde auf ein-einhalb Takte zusammengeschnitten.

Solltet Ihr immer noch zu wenig Fills besitzen, so könnt Ihr mit wenig Aufwand ganz wenige selber zusammenschneiden. Eine Technik ist zum Beispiel das Erstellen eines 'Flammed Snare' Hits - seht Euch dazu einfach mal das Video aus dem ersten Teil an. Dazu muss man nur eine neue Spur erstellen, einen Snare Schlag auf diese neue Spur kopieren und ihn ganz wenig seitlich verschieben. Tönt das für sich immer noch nicht, so hilft es normalerweise einen Kick Drum Beat auf dem Off Beat zu platzieren.

Party Crasher

Crash Becken kommen mit einer ganz eigenen Problematik. Viele Loops Sets beinhalten Versionen des Hauptsongs mit einem Crash auf dem Downbeat. Diese sind durchaus nützlich, doch ich habe lieber Kontrolle über den Pegel des Crash Beckens - zudem wird es mit Sicherheit Stellen im Song geben an denen ich zusätzliche Crashes einkopieren möchte.

 Statt Loops mit Crash Becken zu verwenden, solltet Ihr für diese eine separate Spure verwenden.

Aus diesem Grund verwende ich generell keine Loops mit Crash Becken, erzeuge jedoch stattdessen eine weitere Stereospur auf der ich meine Crashes nach belieben platziere (häufig werden diese mit dem Loop Set zusammen ausgeliefert). Auf diese Weise habe ich die komplette Kontrolle über die Crash Becken und kann sie einfügen wo auch immer ich möchte.

Es ist zudem auch ziemlich schwierig das Schlagzeug ohne unnatürliche Nebengeräusche zu komprimieren, falls die Crash Becken immer ein Teil des Gesamtsounds sind.

Abschliessende Gedanken

Mit den Tipps aus diesem und den letzten Artikel sollte es Euch durchaus leichter fallen aus bestehenden Drum Loops ein ansprechendes Arrangement zu kreieren. Schreckt dabei auf keinen Fall vor den Editiermöglichkeiten Eurer DAW zurück!

 

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