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Automation im Mastering

Mastering zu Hause - Teil 12
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Bevor wir uns im nächsten Kapitel mit dem Limiter/Maximizier befassen ist es an der Zeit einen im Mastering wenig beachteten Aspekt anzusprechen: Automation.

Die Grundlagen

Während Automation bei einem Mixdown eine gängige Praxis ist so wird sie in der Mastering Stufe nicht sehr häufig in Betracht gezogen. Verschiedene Prozessoren gezielt mit Automation zu steuern kann jedoch überaus effektiv sein!

Mastering automation

Ein entwickelt sich langsam über Zeit und verändert sich im Frequenzgang wie auch in der Dynamik. Somit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Eure Einstellungen und Anpassungen nicht für den gesamten Song optimal sein werden. Genau aus diesem Grund sollte man Plug-In Parameter mit Automation ansteuern.  

 

In der Praxis

Es ist hier für mich unmöglich all Szenarien abzudecken in denen Automation empfehlenswert wäre. Dennoch möchte ich nachfolgend ein paar Klassiker besprechen die Euch auf den richtigen Weg schicken sollen. 

Nehmen wir zum Beispiel Stimmen. Theoretisch wird es gewisse Teile in Songs geben wo nicht gesungen wird. Habt Ihr Euch also beim Mastering auf gewisse Elemente konzentriert um die Stimme aus dem Mix herauszuheben, wie verhält sich das denn in Teilen ohne Gesang? Wäre es nicht sinnvoller den EQ durch Automation nur in den Gesangspassagen anzupassen?

Mastering automation

Habt Ihr vielleicht in die Trickkiste gegriffen und den Grundton des Basses angehoben um die Bass Line anzuheben? Was passiert dann wenn der Song in der Mitte plötzlich in eine neue Tonart übergeht? Da ist es natürlich auch durchaus schlau den EQ entsprechend mit Automation anzupassen. 

In einem früheren Artikel dieser Serie haben wir besprochen wie man mit Kontrast den 'dramatischen' Effekt eines Songs hervorheben kann. Im Mastering ist Automation das ultimative Werkzeug um einen derartigen klanglichen Kontrast zu erzeugen. Auf die Verse/Chorus Form angewandt kann es sehr interessant sein in der Strophe ein schön breites Stereobild zu haben, gefolgt von einem Chorus in Mono gewürzt mit etwas Harmonic Exciter, der dadurch weitaus fokussierter und 'lauter' daherkommt. 

Das waren jetzt wie gesagt nur ein paar Ideen. Greift nun selber in die Trickkiste und findet Eure eigenen 'Rezepte'. Das wird offensichtlich ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, doch die Resultate sind es durchaus wert!

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