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Der Einsatz von Reverb beim Mastering

Mastering zu Hause - Teil 10
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In diesem zehnten Teil widmen wir uns einem Effekt der von vielen während des Masterings gar nicht erst in Betracht gezogen wird: Dem Reverb.

Auch wenn es auf keinen Fall jedes Mal verwendet werden muss - es kommt in der Tat eher selten zum Einsatz - so kann es in gewisen Fällen doch ein sehr effektives Werkzeug sein.

Und wofür?

Es gibt doch schon während des Mixdowns eine Menge Möglichkeiten Reverb zu verwenden, wieso dies also auch noch im Mastering tun? Nun es gibt eine Menge Szenarios in denen der Einsatz von Reverb durchaus hilfreich sein kann.

Reverb Mastering

FEs ist zum einen nicht ungewöhnlich, dass ein Song während des Exportierens zu früh abgeschnitten wurde. Um das zu korrigieren kann ein bisschen Reverb am Ende zu einem natürlichen Abklingen desselben beitragen. Beim Mastern zu Hause solltet Ihr jedoch eigentlich immer die Möglichkeit haben den Mix nochmals zu exportieren. Dies ist auf jeden Fall besser als mit Reverb etwas zu basteln!

Reverb kann auch verwendet werden um den einzelnen Spuren einen besseren Zusammenhalt zu verleihen. Der Trick besteht darin dem Zuhörer den Eindruck zu verleihen, dass die verschiedenen Sounds ein zusammenhängendes Ganzes erzeugen und es sich nicht um einzeln aufgenommene Instrumente handelt. Somit agiert der Reverb wie eine Art 'Leim' der alles schön miteinander verklebt.

Ein kleines bisschen Reverb kann dem Mix zudem ein wenig mehr Tiefe und Räumlichkeit verleihen, sollte er zu sehr an den Lautsprechern kleben.

Ratschlag

Wir werden hier nicht im Detail anschauen wie man die Parameter eines Halleffektes einstellt. Solltet Ihr dies nicht wissen, so solltet Ihr bei der Mastering Stufe auf jeden Fall die Finger davon lassen.

Reverb Mastering

Die erste Regel ist hier auf jeden Fall: Immer schön vorsichtig! Zu viel Reverb beim Mastering kann den Mix in Kürze ruinieren. Der 'Wet' Anteil sollte also auf keinen Fall höher als 10% sein!

Was die Art des Reverbs angeht so müsst Ihr Euch fragen, was denn das Ziel ist. Faltungshalle geben Euch im Gegensatz zu Reverbs die auf Algorithmen basieren einen besseren Raumklang, sind aber weniger effektiv falls man dem Mix nur ein wenig Tiefe verleihen möchte.

Auf jeden Fall solltet Ihr immer die Bässe des Reverbs bei ungefähr 100 Hz abschneiden oder es fängt dort schnell an zu wummern.

Der Halleffekt darf vor allem hier nie wirklich gehört, sondern viel mehr gefühlt werden. Er sollte sich mit dem gesamten Signal vermischen und erst wenn man ihn abschaltet sollte sein Fehlen bemerkbar sein. Das erreich man häufig indem man den Hall bei etwa 2.5 kHz ein wenig anhebt.

Abschliessend müsst Ihr noch an die Grösse des Reverbs denken - Ihr bevorzugt hier am besten kurze Halleffekte. Diese sind diskreter und eignen sich somit besser fürs Mastering.

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