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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 11

Der Rough Mix
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Im letzten Teil habe ich Euch eine Übersicht gegeben welche Methode Ihr in den kommenden Artikeln von mir erwarten könnt. In diesem Arbeitsfluss ist der erste wichtige Schritt die Erstellung eines Rough Mixes.

Wieso?

Der Rough Mix ist ein schneller Mix der ausschliesslich mit Volumenfadern und Pan Reglern erstellt wird. Diese Arbeit ist aber keinesfalls trivial da sie die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte bieten wird. Es ist so etwas wie das Skelett Eures gesamten Mixes. 

 

Erst nachdem Ihr diesen Rahmen definiert habt könnt Ihr Euch ein Bild davon machen was noch im Detail bearbeitet werden muss und was bereits funktioniert. Würdet Ihr mir glauben wenn ich sage dass bei meiner Arbeit ein Rough Mix etwa 50% eines guten Mixes ausmacht? Und es ist genau an dieser Stelle wo Anfänger sich zum ersten Mal ins Unglück stürzen…

Verschiedene Phänomene prallen zusammen. Anfänger bleiben bei Dingen eher hängen und gehen viele Sachen zu kopflastig an. In der Tat sind Ersteindrücke häufig korrekt und man ist gut beraten hier keine unnötige Zeit zu verlieren. Ihr habt ein Ziel und tief in Euch drin wisst Ihr wo Ihr hin wollt - lasst Euch als nicht ablenken!

Das zweite Phänomen ist noch weitaus unverständlicher und konterproduktiv. Nachdem man sich schon viel tief in etwas hineingedacht hat fängt man an Dinge aus der Gewohnheit raus zu machen! Gitarren werden immer auf dieselbe Seite platziert, das Verhältnis zwischen Snare und Bass Drum ist immer dasselbe, etc. Diese Angewohnheiten kommen der Kreativität in die Quere und können Eure Mixes vorhersehbar und langweilig machen. Jeder Song ist anders und verdient somit auch eine eigene Herangehensweise. 

Und zuletzt haben Anfänger immer die Tendenz schon von Anfang an die schwere Artillerie aufzufahren. EQ, Kompressor, Gate - eigentlich alles was dazu dienen soll Probleme zu heben noch bevor die Grundlagen des Mixes definiert wurden. Der Einsatz tonnenweiser Plug-Ins vor der Fertigstellung des Rough Mix ist dasselbe wie sich selber in den Fuss zu schiessen!

Der Rough Mix ist also zusammengefasst für einen guten Mix essentiell und wenn Ihr Euch konzentriert an die Aufgabe macht so sollte Euch diese Aufgabe nicht mehr als eine halbe Stunde abverlangen. 

Wie?

Ich persönlich habe hier eine ganz eigene Herangehensweise. Ich fange damit an die Spuren im Stereobild zu verteilen. Wieso? Ganz einfach damit meine Panning Entscheidungen nicht von der relativen Lautstärke der Spuren beeinflusst werden. 

Einmal getan schalte ich auf Mono und kümmere mich um die Volumen Fader. Wieso in Mono? Nun nochmals damit ich mich nicht von der Verteilung im Stereobild ablenken lasse. 

Im nächsten Teil verrate ich Euch einen spannenden und extrem effektiven Weg um mit dem Panning Eurer Spuren umzugehen. 

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