Einstiegsratgeber
Thematische Foren Einstiegsratgeber
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Die Methode für das DIY Mastering

Den Master zu Hause erstellen - Teil 3

  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

In diesem dritten Teil unserer Mastering Serie schauen wir uns die Reihenfolge der notwendigen Arbeitsschritte an, damit Ihr auch die richtige Entscheidung in der richtigen Zeit macht.

Methode

Für eine Mastering Session benötigt Ihr so ziemlich dieselben Werkzeuge die Ihr auch für eine Mixdown Session braucht. Man muss die Dynamik bearbeiten (Kompressor, Limiter, Expander, etc.) und benötigt zusätzlich EQs, Werkzeuge für das Stereobild, Harmonic Exciter, Maximizer, Analyzer und ein Dither Plug-In. Wie immer gibt es hier bei der Signalabfolge keine magische Formel, dennoch könnte eine Konfiguration in etwa so aussehen.  

  • EQ 1
    Home Mastering
  • Dynamikbearbeitung
  • EQ 2
  • Harmonic Exciter
  • Stereobild
  • Reverb
  • Maximizer/Limiter
  • Dither

Es besteht jedoch kein Zwang alle dies Werkzeuge auch wirklich zu verwenden! Vergesst nie "If it ain't broke, don't fix it." Eine durchaus gute Herangehensweise kann wie folgt zusammengefasst werden:

  1. Ziel setzen
  2. Das Werkzeug (bzw. die Werkzeuge) identifizieren mit dem such das Ziel erreichen lässt
  3. Auf das Ziel hinarbeiten
  4. Die Dinge in eine gewisse Perspektive setzen und entscheiden ob das Ziel erreicht wurde
  5. Zum nächsten Bearbeitungsschritt übergehen
  6. Falls nötig einen Schritt zurück gehen

Ihr solltet Euch am Ende der Arbeit auch immer Fragen zu welchem Preis Ihr Euer Ziel erreicht habt. Klar hat der Bearbeitungsschritt was gebracht, doch was wurde dafür geopfert? War es das wirklich wert?

Home Mastering

Solltet Ihr Euch dabei ertappen während des Masterings eher drastische Einstellungen vorzunehmen (wie z.B. mehr als 6dB EQ), so seid ihr gut beraten den Mix nochmals zu hinterfragen und notfalls dort entsprechende Änderungen vorzunehmen.

Passt auch genau auf falls Ihr Werkzeuge wie Exciter, Maximizer und Stereo EQs verwendet. Diese können den Mix stark verändern und auch schnell einen negativen Effekt auf das gesamte Projekt haben - auch hier möchte ich nochmals auf die Notwendigkeit von Pausen hinweisen! Um am Folgetag unschöne Überraschungen zu verhindern solltet Ihr Einstellungen bei diesen Parametern immer ein wenig absenken - dies hilft es am nächsten Tag unschöne Überraschungen zu verhindern.

In unseren ersten zwei Artikeln (Teil 1, Teil 2) haben wir den Mastering Prozess von einer eher generellen Perspektive angeschaut. Die nachfolgenden Artikel werden wir den einzelnen Gliedern der Bearbeitungskette widmen. Im nächsten Artikel geht es dann schon mit einem überaus wichtigen Werkzeug los: EQ.

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail