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Weitere Ratschläge wie man die Arbeit mit seiner DAW produktiver gestaltet

DAW Tipps für Aufnahmen (Teil 2)
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In diesem zweiten Teil schauen wir uns ein paar weitere Tipps an welche die Arbeit mit Eurer DAW nachhaltig vereinfachen können.

Nehmt falls möglich auf den Groove auf

Spielt Ihr mit einen Schlagzeuger so folgen Eure Instrumente wie Gitarre, Bass oder Keyboard automatisch seinem Groove. In Situationen wo es keinen echten Schlagzeuger gibt sollte man sich aber acht nehmen. Nimmt man eine Spur auf bei der man einem Klick folgt, so könnte man meinen dass diese später ohne Probleme mit einem Drum Loop desselben Tempos harmonieren werden. Doch das ist oftmals genau nicht so! Es sei denn man achtet wirklich darauf, dass alle Spuren komplett quantisiert sind so kommt es beim Einsatz von MIDI Drums oder Drum Loops schnell zu Problemen. 

Drum Loops für Rock, Country, Blues und andere nicht elektronische Musikrichtungen wurden durch echte Schlagzeuger eingespielt und wurden nachträglich normalerweise nicht zusätzlich quantisiert. Aus diesem Grund sind die Loops etwas hinter oder vor dem Beat - häufig genug um gegen die im Vorfeld auf Klick aufgenommenen Spuren anzukämpfen. 

Dies kann verhindert werden indem man schon im Vorfeld bestimmt welcher Drum Groove dem Song zu Grund liegen soll und bei den Aufnahmen einen einfachen Drum Loop mit diesem Groove verwendet. Nehmt dazu gerne einen einfachen Loop und wiederholt ihn für die gesamte Aufnahme - es geht ja vor allem um das 'Feel' - der ganze Song wird nachträglich wesentlich natürlicher und lebendiger klingen. 

Verwendet die Auto-Punch Funktion!

Besonders wenn Ihr alleine aufnehmt kann die Auto-Punch Funktion Eurer DAW Euer bester Freund sein. Sie ermöglicht sehr präzise In und Out Punkte zu setzen und somit Fehler mühelos zu korrigieren. 

Ein paar Tipps zum Einsatz von Auto-Punch. Es empfiehlt sich die Punch-In und Punch-Out Punkte dort zu setzen wo es noch ein klein wenig Platz gibt - also am Anfang oder Ende einer Phrase zum Beispiel. Ihr wollt mit einem Punch-In zum Beispiel niemals einen Teil einer ausklingenden Note ersetzen, da dies selten zu einem natürlich klingenden Ergebnis führt. Zoomt Ihr die Ansicht der Spur etwas ein so sollten sich normalerweise ziemlich schnell gute Auto-Punch Punkte finden lassen. 

Stellt sicher, dass Ihr ein paar Takte vorspielen lasst damit Ihr das Tempo und den Groove vor dem Punch-In hört und die Hand rechtzeitig vom Aufnahmeknopf zu Eurem Instrument kommt. Zwei bis drei Takte reichen häufig vollkommen aus, doch manchmal kann es auch wenig mehr sein. Es hilft auch im Vorspiel Euer Instrument bereits zu spielen (oder mitzusingen) damit sich der aufgenommene Teil so natürlich wie möglich ins Arrangement einfügen lässt. Am Ende müsst Ihr auf jeden Fall noch am Punch-In wie am Punch-Out Crossfades setzen.

Beschriftet Eure Spuren bevor Ihr aufnehmt 

Eure DAW erzeugt für die aufgenommene Audiodatei einen Namen der auf dem Spurennamen basiert. Somit lohnt es sich durchaus die Spur vor den Aufnahmen sinnvoll zu benennen, denn ansonsten findet Ihr in Eure Audio Pool nur eine Menge Namen wie “Audio 1_01”, “Audio 2_05”, “Audio 7_03”, oder  so (s. Bild A unten). 

Möchtet Ihr zu einem späteren Zeitpunkt individuelle Spuren aus der Session exportieren oder einfach nur eine ganz bestimmte Spur finden so wird dies schnell sehr verwirrend. Schreibt Ihr Eure Spuren jedoch zuerst an so erhaltet Ihr Namen wie “Rhythm guitar_01”, “Bass_09”, oder “Lead vocal_25”, was die Suche nach bestimmten Dateien wesentlich vereinfacht (s. Bild B).

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