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Ratschläge wie man die Arbeit mit seiner DAW produktiver gestaltet

DAW Tipps für Aufnahmen (Teil 1)

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Eure DAW ist eine sehr leistungsfähige Software und je mehr Ihr Euch mit den unzähligen Möglichkeiten vertraut macht desto besser werden Eure Resultate. In diesem und folgendem Artikel werden habe ich Euch ein paar DAW Tipps zusammengestellt die Euch helfen sollten Eure Arbeit so effizient wie möglich zu gestalten.

Setzt Euren Buffer auf einen tiefen Wert

Jede DAW verfügt über die Möglichkeit den Audio Buffer einzustellen. Dieser definiert wie schnell eingehende Audioinformationen berechnet werden sollen. Um nervende Latenzzeiten während der Aufnahmen zu reduzieren sollten man diesen Wert so tief wie möglich einstellen. Dies ist jedoch keine ganz so einfache Aufgabe denn je kleiner der Buffer Wert desto grösser ist auch die Belastung des CPU. 

Wieso? Nun eine schnellere Audio Bearbeitung führt dazu dass Eurer Computer mehr rechnen muss. Ein zu kleiner Buffer Wert kann also zu Pops, Klicks und anderen unschönen Klangartefakten führen. Ihr wollt den Buffer Wert also so tief einstellen wo die Audioqualität immer noch gut ist (im Gegensatz zu einer Mixing Session wo der Buffer keine Rolle spielt und man ihn sehr hoch einstellen kann). 

Verfügt Euer Audio Interface über ein 'Low-Latency Monitoring' so macht es normalerweise Sinn dieses zu verwenden. Denkt einfach daran, dass Ihr dann Eure DAW Effekte nicht hören werdet da bei einem 'Low-Latency Monitoring' Euer Signal hört bevor es digital konvertiert wird. 

Achtet darauf dass Ihr bei den Aufnahmen ausreichend Headroom habt 

Jeder der Aufnahmen machte bevor es 24 Bit Audio gab (speziell bei Bandaufnahmen) denkt wahrscheinlich immer noch dass man den Aufnahmepegel so nah wie möglich an der Clipping Grenze fahren muss um eine optimale Audioqualität zu erhalten. Der Rauschabstand eines 24 Bit Systems ist aber wesentlich höher (also besser) als bei einem 16 Bit Aunahmesystem.

Ihr könnt also ohne Probleme bei -20 dB mit Spitzen um die -8 oder -10 dB aufnehmen ohne dabei Qualität einzubüssen. Diese 8 bis 10 dB Headroom erlauben es Euch aufzunehmen ohne Euch unnötige Sorgen zu machen dass Ihr 0 dB überschreiten könntet. Mehr dazu in folgendem Artikel https://de.audiofanzine.com/einstiegsratgeber/artikel/leitartikel/wieso-headroom-wichtig-ist.html

 

 

Nehmt mit einem Klick auf

Auf einen Klick zu spielen muss erst einmal gelernt sein. Ein Musiker besitzt die natürliche Tendenz das Tempo stets ein wenig zu anzuziehen oder zurück fallen zu lasen. Mit ein bisschen Übung gewöhnt man sich aber daran und die Vorteile überwiegen bei weitem. Ein Song der auf einen Klick aufgenommen wurde kann viel einfacher editiert werden. Ihr wollt Strophe 3 mit Strophe 2 ersetzen oder die Bridge erst nach dem dritten anstatt dem zweiten Refrain positionieren? Kein Problem. 

Beabsichtigt Ihr MIDI oder Audiodateien quantisieren so könnt Ihr dies ohne Klick vergessen. Wieso? Weil Quantisieren Noten auf einen Raster setzt und gibt es kein fixes Tempo so gibt es auch keinen Raster. 

Wer sich traut kann natürlich bei einem Klick auch natürlich Temposchwankungen programmieren. Dies geschieht in einer DAW via Tempo Map mit der sich eine eigene Klick Spur erzeugen lässt. 

 

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