Fender Bassman TV Ten Combo
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Fender Bassman TV Ten Combo

Bassman TV Ten Combo, Bassgitarren Combo Verstärker from Fender in the Bassman series.

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Bassman TV Twelve: Der Test

Fender Bassman TV Twelve: Old-School Verstärker
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In den 50er Jahren brachte Leo Fender mit dem berühmten Precision Bass Modell die ersten elektrischen Bassgitarren auf den Markt. Es war demnach auch nicht gross erstaunlich, dass zu dieser Zeit schon sehr schnell die ersten mit Tweed überzogenen Bassverstärker auf dem Markt erschienen. Um diese Tatsache zu zelebrieren, hat Fender jetzt eine neue Verstärkerserie auf den Markt gebracht, die auf eben genau diesen Vorreitermodellen basieren.


In den 50er Jahren brachte Leo Fender mit dem berühmten Precision Bass Modell die ersten elektrischen Bassgitarren auf den Markt. Es war demnach auch nicht gross erstaunlich, dass zu dieser Zeit schon sehr schnell die ersten mit Tweed überzogenen Bassverstärker auf dem Markt erschienen. Um diese Tatsache zu zelebrieren, hat Fender jetzt eine neue Verstärkerserie auf den Markt gebracht, die auf eben genau diesen Vorreitermodellen basieren.

Fender Bassman TV SeriesFender hatte schon immer ein gutes Gespür für die Bedürfnisse seiner Kunden, und scheint ziemlich genau abschätzen zu können, welche legendären (und heute kaum verfügbaren) Instrumente von Gitarristen und Bassisten am meisten verlangt werden. Natürlich betrifft dieses Gespür auch Bassverstärker. Aus genau diesem Grund hat Fender jetzt die neue Bassmann TV Serie vorgestellt, bei der das Aussehen und der Klang der Bassverstärker aus den frühen 50er Jahren als Vorbild dienten.

Die Serie besteht aus insgesamt vier Modellen: dem Duo Ten (mit zwei 'Fender Special Design' Eminence 10" Lautsprechern bestückt), dem Fifteen (mit einem Celestion Green Label 15" Lautsprecher), dem Ten (mit einem Celestion Green Label 10" Lautsprecher) und dem Twelve (mit einem Celestion Green Label 12" Lautsprecher). In diesem Test werden wir letzteren genauer unter die Lupe nehmen. Es sollte einleitend noch erwähnt werden, dass sowohl der Duo Ten, als auch der Fifteen über Rollen verfügen, was angesichts des Gewichtes von fast 30kg auch dringend nötig ist.

Sobald man den Verstärker aus der Verpackung nimmt, verfällt man auch schon dem guten alten Tweed-Überzug,dem verchromten Gehäuse mit Spiegeleffekt und den schwarzen Potis im 'Chickenhead' Design. Da fehlt wirklich nichts! Der Twelve ist mit seinem 12" Lautsprecher ziemlich schwer (um die 20kg) und unförmig (20" x 22" x 12.75"). In anderen Worten: Er ist riesig! Die Verarbeitung und das Finish lassen bei der Robustheit keine Zweifel aufkommen. Lange Proben, Aufnahmesessions und Live Auftritte werden für diesen Verstärker mit Sicherheit zu keinem Problem. Abgerundet wird der sehr gute Eindruck des Bassman TV durch das alte Fender Logo, das kleine rote Licht und die Stoffabdeckung vor dem Lautsprecher. Der Kunststoffgriff ist da wohl der einzige nennenswerte Mangel – Leder wäre eine bessere Wahl gewesen.

Unter der Haube

Fender Bassman TV SeriesDer Bassman TV besitzt einen Röhrenvorverstärker der auf einer 12AX7 Röhre basiert, eine Class-D Endstufe und eine passive Schaltung. Der Celestion Green Label 12" Lautsprecher wird durch 150 Watt (4 Ohm) betrieben. Die Bedienelemente sind nichts besonderes, was aber auch nicht weiter erstaunt – schliesslich handelt es sich ja um den Nachbau eines Vintage Verstärkers. So findet man einen Kanal, zwei Eingänge für Instrumente (einer mit einem 6dB Pad, damit der Verstärker auf alle Arten von Bassgitarren angepasst werden kann), sowie die üblichen Regler: Gain, Bass, Mid, Treble, Volume, sowie die Schalter 'Deep' und 'Low', um tiefe und hohe Frequenzen entsprechend anzuheben. Zuletzt gibt es noch den Einschaltknopf mit zugehöriger Lampe...das sollte auch der dümmste unter uns begreifen...

Fender empfiehlt, diesen Verstärker mit hohen Einstellungen für Volumen und Gain anzuspielen und zusätzlich ein Overdrive Pedal zu verwenden – der Bassman mag es heiss! Schaut man sich die Rückseite des Verstärkers an, so fallen einem zwei anachronistische Details auf: ein XLR Direct Out mit Ground Lift Schalter (um den Verstärker direkt mit einem Mischpult, oder Audio Interface verbinden zu können) und ein kleiner Ventilator, um den Verstärker zu kühlen. Auf der Rückseite befinden sich auch zwei Bass-Reflex Ports, wobei einer davon teilweise mit einer Holzplatte geschlossen wurde.

Wie tönt er also?

Fender Bassman TV SeriesWir hätten hier einen beliebigen Bass nehmen können, doch wir haben uns für einen Fender Jazz Bass aus der Road Worn Serie entschieden, die wir an dieser Stelle bereits mit einem Beyerdynamic M88 vor dem Lautsprecher testen konnten. Sobald der Verstärker eingeschaltet wird, fängt der Ventilator leise an seine Arbeit zu verrichten. Man kann ihn zwar hören, doch Ihr müsst jetzt keine Angst haben, dass dies Euren Sound ruinieren könnte. Der Verstärker hat genug Leistung, dass so ein bisschen Ventilator nicht ins Gewicht fällt.

Fender Bassman TV SeriesDer EQ spricht sehr gleichmässig an, ist musikalisch und greift sehr effektiv ins Signal ein. Egal, für welche Einstellung man sich entscheidet, es ist schon fast unmöglich, diesem Verstärker einen schlechten Klang zu entlocken...und das ist gut so! Über den Gain Regler kann der unaufdringliche und äusserst angenehme Charakter dieses Verstärkers angehoben werden, während der Deep Schalter als grossartiger Booster agieren kann. Der Bright Schalter wirkt sich dagegen etwas konservativer auf das Gesamtsignal aus – dies gilt speziell für unseren Jazz Bass. Einstellungen an diesem Verstärker sind sehr schnell vorgenommen und alles tönt auf Anhieb gut! Auch der Volumenregler spricht sehr gleichmässig an: Der Verstärker wird nicht bereits in der ersten Hälfte auf volle Leistung getrieben, und man kann ihn durchaus auch mal in seinem Schlafzimmer verwenden, ohne dabei gerade die Wände zum Einsturz zu bringen. Schmerzlich vermisst wurde von uns ein Standby Schalter, der uns erlaubt hätte den Verstärker stumm zu schalten, während die Röhren weiterhin heiß bleiben. Zieht man in Betracht, dass die Ausgangsleistung keineswegs übertrieben hoch ist, so kann man diesen Verstärker durchaus auch einmal aufdrehen und so in den vollen Genuss seines Charakters kommen. Dies hat uns in der Redaktion sehr gut gefallen.

Der Sound des Bassman TV ist rund, warm und vor allem 'Vintage'. Obwohl eine der grössten Vorzüge dieses Verstärkers auch in seiner Vielseitigkeit liegt, so wissen Leute, die solch einen Verstärker kaufen, sehr wohl, worauf sie sich hier einlassen...und der Bassman TV macht seinem Retro Design auch wirklich alle Ehre. Sagt jetzt nicht, Ihr seid nicht gewarnt worden. Am Ende besteht das einzige wirklich moderne Merkmal aus dem durchaus relevanten XLR Ausgang, über den auch ohne zusätzliche Mikrofonierung aufgenommen werden kann.

Hier sind ein paar Klangbeispiele, die wir mit dem Mikrofon und anschliessend über den XLR Direct Out aufgenommen haben.

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Fazit

Fender hat verstanden, dass Nostalgie nicht nur exklusiv für Gitarristen gilt. Auch wenn sie wieder einmal etwas neues mit mehrheitlich alten Dingen kombinieren, so sind Aussehen und Klang dieses Bassman TV eine wahre Freude. Der Verstärker wirft beim Einsatz keine unnötigen Fragen auf, besitzt ein ganz eigenes Aussehen und vor allem einen grossartigen Sound. Was einem daran nicht gefallen könnte? Das er einzigartig ist: Der Verstärker besitzt ein ganz eigenes Aussehen und einen sehr speziellen Sound, mit dem sich nicht einfach alle beliebigen Klänge erzeugen lassen. Dies gefällt einem, oder halt eben nicht!

  • Sieht sexy aus
  • Verarbeitung
  • Grossartiger Vintage Sound
  • Sehr einfach zu bedienen
  • Musikalische und effiziente Bedienelemente
  • XLR Ausgang
  • Persönlichkeit...

  • ...aber keine grosse Vielseitigkeit
  • Der 'Bright' Schalter ist belanglos
  • Kein Standby Schalter