Audio Equipment und Musikinstrumente
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Die wichtigsten Neuheiten der Winter NAMM 2010.

Best of NAMM 2010: Die Top 11
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Nach der immensen Flut an vorgestellten Neuheiten, haben bei uns die Diskussionen angefangen, welche davon wohl die für Musiker und Händler relevantesten Neuerungen darstellen. Aus diesem Grund haben wir von Audiofanzine für Euch eine Top 11 der Winter NAMM 2010 zusammengestellt. Wieso 11 fragt Ihr? Nun, 11 ist schliesslich eins lauter als 10, oder?



Mit den zahlreichen neuen Produkten, die an der Winter NAMM 2010 vorgestellt wurden, begann  auch erneut der Kampf um die Gunst der Kunden und Handelspartner. Dies ist immer eine besondere Herausforderung, und jeder hat wieder seine eigene bevorzugte Kategorie, Marke, oder ein spezielles Bedürfnis, das ihn an diesen, oder jenen Stand lockt. Da sich jede Neuheit eigentlich nur innerhalb ihrer Kategorie vergleichbar bewerten lässt. ist es extrem schwierig, klar zu definieren, welches denn nun wohl das innovativste Produkt ist. Zudem besteht eine Innovation auch immer aus einem unerfüllten Bedürfnis und nicht jeder hat dieselben Bedürfnisse. Am Ende sind gewisse Produkte auch nicht unbedingt bahnbrechend, sondern vielleicht nur einfach 'cool'. Und das ist auch schon mal was.

Hier ist sie nun also, die Winter NAMM 2010 Top 11 der Audiofanzine Redaktion. Da die Produkte einen Mix aus nicht vergleichbaren Kategorien darstellen, hat die Reihenfolge der Auflistung keine besondere Bedeutung.

1. Teenage Engineering OP-1:

Teenage Engineering OP-1Das Ding sieht ein wenig wie ein japanisches Spielzeug aus, doch der OP-1 ist ein portabler 'All-in-One' Synthesizer, Sampler und Controller, mit zusätzlichen Funktionen wie einem FM Radio und dem G-Force Sensor für Pitch und Bend Effekte. Neben einer kreativen Herangehensweise an Sequencing (mit einer Auswahl an unterschiedlichen Sequenzern), verfügt der OP-1 auch über eine 'Tape' Funktion. Eine Auflistung der zahlreichen Details kann auf der Website von Teenage Engineering gefunden werden. Von diesem Instrument wird man sicher noch mehrmals zu hören bekommen.

http://www.pearldrum.com/art/electric/epro/pict1.jpg2.  Pearl E-Kit:

Was das E-Pro Live Schlagzeug von anderen E-Drums unterscheidet, ist gemäss Hersteller das 'echte' Ansprechverhalten der Kessel. Die 'Tru-Trac Electronic Heads' von Pearl wurden laut Pearl mit 'Dual Zones' ausgestattet, die alle Feinheiten wiedergeben können, die ein Schlagzeuger auch von seinem akustischen Schlagzeug kennt. Die glatte Oberfläche der Felle soll den Wechsel zwischen den Kesseln einfach machen. Zudem darf man dabei den offensichtlichsten Vorteil nicht vergessen: Die Kessel haben dieselbe Grösse wie ihre akustischen Pendants. Das Schlagzeug Set besteht aus 10", 12" und 14" Toms, einer 14" Snare und einer 20" Bass Drum. Man kann sich also getrost von kleinen 8" Pads verabschieden.

3. Taylor Baritone 8 Strings:

Taylor Baritone 8 Strings

Taylor hat sich bei dieser 8-Saiten Gitarre entschieden, die A und D Saiten um 2 oktavierte Saiten zu erweitern. Die daraus resultierende 8-Saiten Bariton GS soll die tieferen Tonlagen komplementieren, und der Gitarre gleichzeitig schimmernde Höhen geben, ohne dabei dasselbe Klirren einer 12-Saiten Gitarre zu haben. Das Resultat ist eine Gitarre mit einer grossartigen klanglichen Bandbreite, die sich perfekt für Walking Basslines und üppige Melodien eignet. Wie sie tönt? Einfach göttlich.



http://www.focusrite.com/media/product_images/263.jpg4. Focusrite OctoPre Mk II Dynamic

Neben acht Kanälen mit den Focusrite Mikrofonvorverstärkern besitzt der OctoPre MkII Dynamic ebenfalls acht VCA-basierte Kompressoren, die auf dem preisgekrönten Red 3 von Focusrite basieren. Alle Einstellungen lassen sich über die Vorderseite vornehmen und die digitalen Ein- und Ausgänge auf der Rückseite holen laut Focusrite das Optimum aus den oftmals vernachlässigten ADAT Verbindungen. Damit lässt sich zum Beispiel das Interface einfach um weitere Mikrofoneinänge erweitern, oder ein analoges Monitoring von einem ADAT Feed realisieren. Das ganze Gerät passt in ein Gehäuse mit nur einer 1 HE und reiht sich somit perfekt in die Saffire Pro Serie von Focusrite ein.

5. Fender 50th Anniversary Jazz Bass:

http://www.fender.com/themes/products/images/prod_images/basses/0195000809_md.jpgObwohl sich das Instrument seit seiner Einführung vor einem halben Jahrhundert eigentlich praktisch nicht geändert hat, so wurden beim Jazz Bass über die Jahre dennoch immer wieder kleine Anpassungen vorgenommen. Aus diesem Grund ist der 50th Anniversary Jazz Bass auch etwas Spezielles, da er Design Elemente mehrerer Perioden der langen Geschichte des Jazz Bass in einem Instrument vereint. Dies beinhaltet die typische Lackierung, das Logo auf der Kopfplatte, den verchromten Steg und Pickup Abdeckungen der 60er Jahre, die Daumenauflage und Positionierung des Steg Pickups der 70er Jahre, sowie den massiven Steg und die Halsstäbe aus Grafit, wie sie erst bei modernen Jazz Bass Modellen zur Anwendung kamen.



http://www.ikstore.com/News/Uploads/Images/PRS/2411_6391.jpg6. IK Multimedia Amplitube 3:

IK Multimedia hat mit AmpliTube 3 ein massives Upgrade ihrer Modeling Software für Gitarre und Bass vorgestellt. Dieses neue Update umfasst über 160 grossartige Emulationen (fast 100 davon neu), welche die beliebtesten Raritäten, wie auch moderne Arbeitstiere umfassen. Darunter finden sich 51 Stompbox Effekte, 31 Verstärker, 46 Cabinets, 15 Mikrofone und 17 Rack Effekte, aber auch 30 brandneue und 70 überholte, hochwertige Emulationen aus Erweiterungen wie AmpliTube Metal™ und AmpliTube Jimi Hendrix™.


http://www.solid-state-logic.com/music/xlogic%20x-patch/images/X-Patch_front_and_rear_large.jpg7. SSL X-Patch:

X-Patch wurde entwickelt, um die flexiblen Routing-Möglichkeiten von Plug-Ins auch für alte analoge Hardware zu ermöglichen. Dieses Gerät basiert auf der Technologie, die im Herzen der Matrix Konsole von SSL schlummert. X-Patch verfügt über eine 16x16 SuperAnalogue Routing Matrix, die über Ethernet mit einem herkömmlichen Computer gesteuert werden kann.


http://cdn1.ableton.com/resource/6c9683b2b613236ab34caa7735712532/a-window-into-live.png8. Ableton + Serato The Bridge:

The Bridge soll die Lücke zwischen Musikproduktionen und Djing schliessen und eine natürliche Verbindung zwischen Ableton Live und Serato Scratch Live/ITCH herstellen. 'The Bridge' soll dabei in beide Richtungen funktionieren:
  • Ableton auf Serato: The Bridge bietet Ableton Transport Control (ATC), was Djs eine Steuerung ihrer Projekte ermöglicht, die sehr nah an das Verhalten echter Plattenspieler reicht. Djs können ganz einfach ein Ableton Live Set auf eines der Scratch Live, oder ITCH Decks ziehen und ihre Plattenspieler, CDJ, oder ITCH Controller als Transport verwenden.
  • Serato auf Ableton: The Bridge bietet das ultimative 'Mixtape Creation' Werkzeug. Djs können Mixes in Serato Scratch Live, oder ITCH ausführen und sie gleichzeitig als Ableton Live Set speichern.

9.  Korg Kaossilator Pro:

Korg Kaossilator ProDer neue Kaossilator Pro ist vollgestopft mit Funktionen, die ihn interessant für Live Performances, wie auch Studioeinsätze machen. Der Kaossilator besitzt folgende Funktionen:
  • Steuerung in Echtzeit über das Kaoss X-Y Touchpad.
  • 200 Sounds decken moderne Synthesizer Sounds, Leads und Bässe, aber auch diverse akustische Instrumente wie Klavier, Trompete und mehr ab.
  • PCM Samples geben dem Anwender dramatische Drum Kits und Percussion Patterns
  • Die Vocoder Effekte bieten funkelnde Stimmeneffekte
  • Über Loop Recording können sowohl interne Sounds, als auch externe Audiosignale verwendet werden.
  • Der Gate Arpeggiator löst Sounds aus, die mit dem eingestellten Tempo synchron laufen.
  • Durch Auswahl einer Tonart, und einer der 31 Tonleitern können einfach musikalische Phrasen erzeugt werden.



10.  Guitar Pro 6:

http://profile.ak.fbcdn.net/object2/113/1/n153747039336_6674.jpgWir haben uns durch das Internet gewühlt, um eine Pressemitteilung, oder etwas vergleichbares zu finden, das uns die neuen Funktionen dieses Updates näher bringen könnte. Dabei sind wir jedoch lediglich auf die Website von Arobas Musc gestossen, die immer noch Guitar Pro 5 als neuste Version anpreist. Doch wir vergeben ihnen - schliesslich hat die Entwicklung der Software Vorrang. Was am Ende zählt, war die stark verbesserte Version von Guitar Pro 6, die an der Winter NAMM präsentiert wurde. Was hat sich denn nun verbessert? Schaut und staunt...



11.  Marshall JMD1 Series

http://www.marshallamps.com/images/product_overview/jmd100.jpgEs ist durchaus passend, dass die Nummer 11 für einen neuen Marshall Verstärker reserviert wurde. Marshall bringt jedes Jahr neue Modelle heraus, doch mit dem JMD1 haben wir den Eindruck, dass es sich um etwas wirklich Neues handelt, und das sollte von uns auch entsprechend honoriert werden. Puristen werden sich vor Ekel abwenden, wenn sie zu hören bekommen, dass Marshall nun auch 'Modeling' Verstärker im Angebot hat. Wir denken jedoch, dass dies durch aus eine gute Entwicklung ist.

Beim JMD1 handelt es sich um einen Gitarrenverstärker, der über Hardware und Software verfügt, die von Marshall in Zusammenarbeit mit Softube entwickelt wurde. Der Verstärker verfügt über einen digitalen Vorverstärker, sowie eine Röhren-Endstufe mit 50 oder 100 Watt Leistung. Der digitale Vorverstärker beinhaltet 16 Emulationen von Marshall Verstärkern und Pedalen - aus der Vergangenheit, wie aus der Gegenwart. Die Endstufe des JMD1 ist dagegen wieder ein 'echter' Marshall und verfügt über dieselbe EL34 Sektion, die im Herzen so vieler Marshall Verstärker schlummert. Feine Sache.
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