U-He Satin
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U-He Satin

Satin, Tape/Vinyl simulator from U-He.

US public price: $129 VAT
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U-He Satin - Test

Night in White Satin
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Schon seit Anbeginn digitaler Audioproduktionen wurde uns von diversen Plug-Ins 'echter analoger Sound' versprochen. Diese Beschreibung wurde so oft und meist irreführend verwendet, dass es bei manchem Anwender zu einer Art Abstumpfung bei diesem Thema geführt hat. Wenn jedoch der Hersteller des hervorragenden Synthesizers 'Diva' eine solche Aussage macht, werden auch wir immer noch hellhörig!

Bei Satin handelt es sich um ein Plug-In welches uns den Klang einer guten alten Bandaufnahme bieten soll. Letzten April an der Musikmesse vorgestellt ist es nun endlich auf dem Markt erhältlich. Doch haben wir es hier mit einer echten Revolution zu tun, oder entpuppt sich Satin als nur ein weiterer Mitläufer? Genau dieser Frage werden wir in den folgenden Zeilen auf den Grund gehen…

Satin ist als VST2, VST3 und AU Plug-In für Mac, sowie PC 32 und 64 Bit erhältlich. Der Entwickler arbeitet bereits an einer AAX Version für Pro Tools. Wie gewöhnlich ist die Installation für ein U-He Produkt kinderleicht und ohne grösseren Zeitaufwand hat man das Plug-In via Seriennummer auch schon registriert. Der Anwender wird erfreut sein, dass er hier als ehrlicher Kunde nicht unnötige Kopierschutzmassnahmen erdulden muss.

U-He Satin

Schon nach dem ersten Start fällt auf, dass wir es hier nicht mit einer einfachen Simulation eines Tape Recorders zu tun haben. Das liegt zuerst einmal an der Benutzeroberfläche, welche auf verschiedene Grössen skaliert und somit für verschiedene Bildschirme optimiert werden kann. Also keine zwingende Darstellung eines photorealistisch animierten Magnetbandes, das im Wesentlichen nur unnötige Computerressourcen verschwendet und wertvollen Platz auf dem Bildschirm einnimmt - alles ist gut durchdacht an seinem Platz.

Bei Satin wollte der Hersteller nicht eine spezifische Bandmaschine emulieren. U-He bietet dem Anwender stattdessen die unterschiedlichsten Bearbeitungsmöglichkeiten - zusammen soll so der Klang aller erdenklichen Aufnahmegeräte und Hersteller ermöglicht werden können. Zudem werden wir noch sehen, dass sich U-He hier nicht nur auf die bestehenden Einsatzbereiche solcher Maschinen beschränken wollte. Auch sehr kreative Möglichkeiten werden abgedeckt - bis hin zu Delay und Flanger Effekten.

U-He Satin

Wir konnten es also kaum erwarten die Presets anzuhören und die darin verstecken Schätze zu erkunden. Und davon gibt es wahrlich viele...zum Glück hat man sie vorsorglich in Genres unterteilt ('Studio' für traditionelle Anwendungen und 'Delay' und 'Flange' für die Spezialeinsätze). Der Presetmanager ist ein ausgezeichnet Beispiel dafür, wie man es dem Anwender so leicht wie möglich machen kann. So sind nicht nur die Namen gut durchdacht, ihnen wurde zusätzlich eine kleine Notiz hinzugefügt, welche dessen Einsatzbereiche und Charaktereigenschaften noch besser beschreiben soll. So finden sich Studer und Ampeg Recorder mit unterschiedlichen Bändertypen und Aufnahmegeschwindigkeiten, sowie Presets mit Angaben der Anwendungszwecke wie 'Drums', 'Vocals' oder 'Mastering'. Um uns besser zurecht zu finden ist es zudem möglich Presets als Favoriten zu kennzeichnen, oder sie als 'Junk' zu definieren und komplett aus der Liste zu entfernen. Diese Funktion ist extrem praktisch und steht bei bestehenden wie eigenen Presets zur Verfügung.

U-He Satin

Eine weitere sehr schicke Funktion (und das soll sie nicht kleiner machen als sie ist) findet sich in der Möglichkeit einen beliebigen Parameter des Interfaces einfrieren zu können. Mal geschehen erscheint ein kleines Schloss über dem Parameter und fortan ändert sich dieser Wert beim Wechsel zwischen den Presets nicht mehr. Dies wird beim Manipulieren mehrerer gruppierter Instanzen sehr hilfreich sein - doch dazu später noch mehr…

Schliesslich sollte noch erwähnt werden, dass jeder beliebige Parameter über MIDI Learn mit einem Controller angesteuert werden kann.Sieht also alles super sexy aus - wahrscheinlich genau der richtige Zeitpunkt sich das Plug-In mal anzuhören, oder?

So schön gesättigt

Wie bereits eingangs erwähnt, möchte Satin nicht irgendeine spezifische Bandmaschine emulieren, sondern dem Anwender Bandsättigung mit allen seinen Facetten bieten. Mal aufgestartet wird man dann auch mit verschiedensten Parametern konfrontiert. Ist man hier vorerst einmal überfordert, so empfiehlt es sich im einen ersten Schritt eines der exzellenten Presets auszuwählen. Wird dies als Grundlage genommen, so muss man nur noch Eingangs- und Ausgangssignale regeln und schon wird einem der 'richtige Sound' geboten. Das Problem ist dass 99% der Tontechniker da draussen absolut keine Ahnung haben, was den berühmten 'Klang' einer Bandmaschine eigentlich ausmacht - wie sollte man auch? Zum Glück hat der Hersteller hier an uns alle gedacht und erklärt in einer äusserst ausführlichen Bedienungsanleitung, auf was man bei der Arbeit mit Band achten soll, wie sich Transienten verhalten, was in den Höhen geschieht, wann die Sättigung einsetzt und in welchen Frequenzbändern, und was mit dem Stereobild geschieht.

U-He Satin

Die Antwort zu vielen Fragen findet man aber eigentlich am Besten indem man das Biest von Grund auf versteht…und wir müssen zugeben, dass dies aufgrund der subtilen Veränderungen dieses Plug-Ins ein nicht ganz einfaches Unterfangen ist. Doch grosse Sorgen sind hier fehl am Platz, denn wieder einmal nimmt einen U-He bei der Hand und führt den Anwender durch das Innenleben dieser grossartigen Maschine. Tatsächlich ist Satin voller Funktionen, die dem Anwender das Leben im Alltag einfacher machen sollen. So verhindert die 'Makup' Funktion zum Beispiel bei Anpassungen im Eingangssignal eine Veränderung des Ausgangssignals. So kann man Entscheidungen treffen, die nicht auf dem 'Es ist lauter, somit auch besser'-Syndrom basieren. Praktisch und durchaus effektiv.

Der VU-Meter für das Ein- und Ausgangssignal kann zwischen -24 und 0 dBFS kalibriert werden - ein weiterer versteckter Schatz in diesem Plug-In. Zusätzlich findet man dort einen Peak Meter, der sich als durchaus nützlich herausstellen kann. Unten im Interface versteckt sich der 'Service' Bereich in dem man weitere Parameter und ein überaus nützliches Werkzeug findet: Eine Anzeige die den Frequenzgang des Plug-Ins in Echtzeit wiedergibt. Auch wenn dieses sehr klein gehalten wurde, so erlaubt es dem Anwender dennoch die Veränderungen im Frequenzspektrum zu sehen. Weiter findet man in der Mitte des Plug-Ins die Funktion verschiedene Instanzen mit einander zu gruppieren. Damit ist es möglich alle miteinander verbundenen Plug-Ins gleichzeitig zu steuern. Dies ist überaus nützlich da der Effekt auf nur einem Kanal zwar sehr subtil daherkommt, schaltet man aber mal alle Instanzen miteinander ein und aus, so tritt der Unterschied überaus klar zu Tage. Diese Funktionalität ist für dieses Produkt nicht unbedingt neu, wurde jedoch in Satin sehr gut implementiert. Es können bis zu acht unterschiedliche Gruppen definiert und unterschiedlich benannt werden. Die bereits erwähnte 'Lock' Funktion ermöglicht es einen beliebigen Parameter aus eine Gruppe zu isolieren. So ist es zum Beispiel möglich die Snare ein wenig mehr in die Sättigung zu fahren, während alle anderen Parameter gleich bleiben. Somit sind diese Gruppen extrem flexibel einsetzbar!

Mit all diesem Wissen bewaffnet ist es nun aber an der Zeit, Satin auf verschiedene Spuren unseres Sequenzers zu laden und ein wenig mit den Presets und den Eingangseinstellungen der verschiedenen Gruppen zu spielen..und natürlich die Augen zu schliessen und zu hören…

Die Klangfärbungen, die Tiefe und die Körnung die es zu entdecken gibt sind für so ein kleines Plug-In erstaunlich. Eine derartige Klangpalette gibt mir schon fast Höhenangst! Man könnte schon eigentlich nur mit den Presets zufrieden sein, doch das wäre hier wirklich schade. Nimmt man sich die Zeit und studiert die Bedienungsanleitung auf Herz und Nieren, so kann aus Satin ein echtes Klangformungswerkzeug werden, dessen Möglichkeiten weit über die einer einfachen Bandmaschine hinausgehen.

Unglücklicherweise haben wir hier nicht ausreichend Platz um hier die Auswirkungen jedes einzelnen verfügbaren Parameters zu besprechen, speziell wenn man betrachtet, dass die meisten davon einander gegenseitig beeinflussen. Dennoch werden wir die aus unserer Sicht wichtigsten Parameter anhand von ein paar Klangbeispielen besprechen.

Fangen wir mit dem Bass an. Achtet darauf wie weit es möglich ist dem Signal ein bisschen mehr Luft und Tiefe zu verleihen - sogar Biss liegt drin. Um diese Resultate zu erlangen muss man ein wenig mit der Abspielgeschwindigkeit des Bandes experimentieren. Eine schnellere Geschwindigkeit bedeutet mehr Transparenz in den Höhen mit einem leichten Verlust von Bassfrequenzen. Dagegen resultiert eine langsamere Geschwindigkeit in grosszügigen Bässen mit einer leichten Komprimierung und einer leichten Sättigung in den Höhen. Man beachte: Während Konkurrenzprodukte nur fixe Bandgeschwindigkeiten anbieten (normalerweise 7.5, 15 und 30 ips und manchmal 3.5 ips), so erlaubt Satin das stufenlose Abspielen zwischen 7.5 und 30 ips. In den folgenden Beispielen haben wir zudem ein wenig mit dem Rec EQ und Repro EQ gespielt, der im 'Service' Bereich des Plug-Ins gefunden werden kann. Ursprünglich sollten diese die Frequenzunterschiede bei Bandaufnahmen kompensieren. Es war jedoch möglich mit verschiedenen Parametereinstellungen sehr überraschende Resultate zu erzeugen.

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Fahren wir nun mit der elektrischen Gitarre fort. Wieder können wir mit der Bandgeschwindigkeit den Klang dunkler oder heller machen. Hört man sich die Dynamik an, so wurden die Transienten leicht reduziert, ohne dabei jedoch an Natürlichkeit zu verlieren. Die Lo-Fi Version erhalten wir mit einer guten Portion 'Wow & Flutter' und ein wenig Arbeit an der 'Compander' Sektion. Bei letzterer kommen Algorithmen zur Rauschunterdrückung (wie z.B. Dolby) zum Einsatz (mit diversen Kodierungsmöglichkeiten), was zu überraschenden Resultaten führen kann.

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Das nächste Beispiel ist ein Synthesizersound aus dem kostenlosen VSTi Synthesizer Tyrell (natürlich von U-He). Eine Studer A800 mit 15 ips verleiht diesem eher langweiligen Sound bereits etwas Originalität und Leben. Das ist natürlich ein eher subtiler Effekt, aber dennoch überaus präsent. Beim nächsten Beispiel greifen wir abermals zu 'Wow & Flutter'. Für einmal ist der Effekt ein wenig enttäuschend, denn auch bei maximalen Einstellungen sticht der Effekt nicht wirklich hervor. Hier wäre es durchaus interessant gewesen, wenn die Bandgeschwindigkeit auf 3.5 ips hätte gesenkt werden können. Leider ist jedoch ein 'echter' Lo-Fi Effekt nicht die Stärke von Satin - wirklich schade.

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Bei den Stimmen kann Satin richtig auftrumpfen. Um dies zu beweisen haben wir hier ein Beispiel mit verschiedenen Takes. Mit dem 'Noise' Knopf (Hiss) können wir die etwas unsauberen Edits maskieren, während die subtile Komprimierung dem ganzen einen gewissen dynamischen Zusammenhalt gibt. Im zweiten Beispiel kommt zusätzlich noch die 'Compander' Sektion zum Einsatz. Dank des in 'Dolby Tricks' aus der Bedienungsanleitung können wir der Stimme ein wenig mehr Körper verleihen.

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Nehmen wir uns einen Moment um das Thema 'Rauschen' (Noise) ein wenig mehr im Detail zu besprechen. Für viele Jahre war Rauschen das Ziel einer unentwegten Jagd. Dennoch ist es ein Element dass unzertrennlich mit Bandaufnahmen verbunden ist. So lange es unter Kontrolle gehalten werden kann verleiht es Aufnahmen einen gewissen Charme und einen unverkennbaren Vibe. In Satin haben wir die Möglichkeit diese Elemente mit den 'Hiss' und 'Asperity' Parametern auf wundervolle Art und Weise steuern. Hört man sie sich nur oberflächlich an, so könnte man meinen, dass hier nur Rauschen als einfacher Effekt statisch hinzugefügt wird. Bei genauerem Zuhören machen sich jedoch leichte unharmonische Verzerrung bemerkbar, welche stark abhängig vom anliegenden Eingangssignal abhängen. Wir müssen zugeben, dass hier zwar Frequenzen verwaschen werden, doch es handelt sich um einen künstlerisch ästhetischen Prozess mit einer wunderschön komplexen Klangqualität. Man hört sich nur mal das Beispiel an bei dem wir 'Asperity' ins Extreme drehen und wie ein Mono Sound plötzlich die Komplexität und Tiefe eines Stereosignals zu erhalten scheint. Mit diesem zufälligen organischen Aspekt, den das Hinzufügen von Rauschen bei Satin erzeugt, ist nicht zu spassen - Aufnahmen beginnen geradewegs zu leben!

Um dies zu beweisen haben wir im folgenden Beispiel zwei identische Versionen einer akustischen Gitarre mit denselben Einstellungen bearbeitet und diese mit umgekehrter Phase in zwei neue Spuren importiert. Nicht nur erhalten wir keine komplette Auslöschung, wir bemerken auch, dass das hörbare Resultate vom Originalsignal abhängt und in den 'Resten' noch die Gitarre zu hören ist. Dies bedeutet dass Satin jeden Mix einzigartig macht, da jeder Mix wieder leicht anders tönt - organisch eben!

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Bearbeiten wir nun ein paar Schlagzeugspuren. Der Loop wurde mit DrumMic'a erzeugt, jede Spur und der Gruppen Buss wurden mit einer Instanz von Satin versehen. Wie Ihr hören könnt sind die Möglichkeiten riesig. Von einem kleinen und diskreten Unterschied, der den Drums mehr Zusammenhalt und Tiefe verleiht, dem Betonen von Attack Anteilen, bis hin zum kompletten Zerstören des Klangbildes, ist Satin wirklich präsent und musikalisch. Auch wenn andere Plug-Ins einen besseren Lo-Fi Sound hinkriegen, so sollte man nicht vergessen, dass dieses Plug-In 'Satin' und nicht 'Packpapier' heisst.

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Um diese Sektion abzuschliessen möchten wir anhand eines Songs den kumulativen Effekt in einer Studioumgebung testen. Man möge uns bereits im Vorfeld die falschen Noten und das leicht behäbige Rhythmusgefühl verzeihen - die Absicht war hier nicht einen Hit zu produzieren. Wir verzichteten grösstenteils auf EQ und Kompressoren und gaben dem ganzen ein wenig Hall, Delay und Flanger. Wir erzeugten dann einen Bounce - je einen mit und einen ohne die Satin Plug-Ins (zur Verwendung kam ein Preset bei dem ein 24-Spur Studer A800 bei 15 ips simuliert wurde).

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Das Resultate scheint mit Satin weniger präzise, aber dafür um so musikalischer! Der als 'Glue' bezeichnete Effekt lässt uns vergessen, dass hier echte und virtuelle Instrumente separat aufgenommen wurden. Plötzlich scheint der Sound mehr Seele und Tiefe zu besitzen. Wir sind der Überzeugung, dass Satin eine Mixdown Session wesentlich einfacher macht, vor allem wenn man bedenkt, dass wir ja jede Spur separat anpassen können.
Wirklich sehr schön!

Delay, delay, delay...

U-He Satin

Wie wir gerade gesehen, oder noch besser gehört haben, bietet uns dieses Plug-In auch den Klang eines Tape Delays. Mit zwei oder vier Tonköpfen (wovon jeder einzeln angepasst werden kann), plus Einstellungsmöglichkeiten für Pan und Level, ist dieses Delay nicht ein Effekt zu dem man in jeder Session greifen wird. Dennoch verfügt diese Funktion über einen sehr eigenen Charakter und man wird verführt sein jeden einzelnen Parameter zu automatisieren. Mehr als nur ein einfacher Effekt, verwandelt sich Satin in diesem Modus in ein echtes Instrument.
Leider ist es jedoch keinesfalls perfekt. Wir hätten uns zum Beispiel Feedback und einen unabhängigen EQ gewünscht, doch das wäre dann wohl kein 'echtes' Tape Delay mehr gewesen... Die 'Tempo Sync' Einstellung lässt auch einiges zu wünschen übrig, doch wenn wir dann mit Satin virtuellen Instrumenten neues Leben einhauchten, waren alle diese Kritikpunkte schnell vergessen.

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Flange me to the Moon!

U-He Satin

Der Flange Modus ist das letzte i-Tüpfelchen das uns U-He zu bieten hat. Im Gegensatz zu anderen klassischen Plug-Ins bietet Satin keinen starren Flanger. Hier werden wir zurück zu den Ursprüngen dieses Effektes geworfen, wo man noch mit dem Abspielen zweier Bandmaschinen mit identischer Musik hantierte. Flanging ist nichts weiter als ein Effekt, der durch das Verlangsamen oder Beschleunigen eines dieser beiden Bänder erzeugt wurde. Satin reproduziert eben diesen Effekt, bietet dem Anwender jedoch verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die einem das Leben einiges leichter machen sollen. Wir können somit die Fade-In und Fade-Out Geschwindigkeit, sowie die Beschleunigung einstellen. Der Effekt kann über eine einfache MIDI Note angesteuert werden und verfügt über einen eigenen Einschaltknopf. Das Resultat ist schlichtweg erstaunlich und zog uns schnell in seinen Bann. Hier sind zwei Beispiele um dies zu unterstreichen:

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Fazit

Wo stehen wir nun also? Das letzte Wort überlasse ich Euch. Man sollte sich die Zeit nehmen und die Audiobeispiele auf den Monitoren seines Vertrauens anhören. Ich kann zudem nur empfehlen, die Demo Version des Plug-Ins zu installieren und eigene Tests durchzuführen. Was uns angeht, so hat uns dieses Plug-In restlos überzeugt. Die Vielseitigkeit, der Klangcharakter und das Leben, das Satin einer Audiospur verleihen kann sucht bei diesem Preis seinesgleichen. Ist es unverzichtbar? Nein - doch das ist eigentlich kein Plug-In. Ist es magisch? Nein - es wird Euch die Arbeit nicht abnehmen. Was uns Satin aber gibt ist eine wunderbare Klangästhetik, welche uns an die Musik unserer Kindheit erinnert. Und nur schon dafür ziehen wir vor U-He unseren Hut!

Download Link für die Audiodateien (im FLAC Format)

 

Pros Cons
  • Organischer Klang
  • Weitreichende klangliche Möglichkeiten
  • Zufällige Rauschentwicklung
  • Delay und Flange Effekte
  • 'Group' und 'Lock' Funktionen
  • 'Makeup' Funktion
  • Die Presets
  • Der Preset Manager
  • Die Benutzerfreundlichkeit
  • Das User Interface
  • Die sehr einfache Installation und Authorisierung
  • Die Bedienungsanleitung
  • Benötigt ein bisschen Einarbeitungszeit
  • Sync Delay könnte verbessert werden
  • 'Wow' und 'Flutter' sind nicht unabhängig von einander regelbar
  • Bandgeschwindigkeit geht nicht unter 7.5 ips (dies wird jedoch angeblich in einem zukünftigen Update behoben...)
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