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Verändert Euren Sound für wenig Geld und versucht es mal mit einem anderen Plektrum

Nehmt Euren Pick

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Wenn Ihr wie die meisten Gitarristen seid dann befindet Ihr Euch auf der ewigen Suche nach einem besseren Sound. Dies kann bedeuten mehrere tausend Euro für Verstärker, Gitarren, Pickups, Lautsprecher und Effekte auszugeben. Doch was wenn ich Euch sagen, dass man für wenige Cent schon seinen Klang verbessern kann?

Es war einmal als der Gitarrist Adam Levy (Norah Jones, Ani DiFranco) die Jazz Legende Jim Hall traf. Levy fragte Hall ob er ein Plektrum des Meisters als Souvenir haben könne. Hall griff in seine Tasche und produzierte eine Handvoll Plektren mit unterschiedlichen Formen und Grössen. Als Levy sich lautstark wunderte ob Hall wirklich alle diese verschiedenen Plektren benötigt erklärte dieser ihm wie er ein kleines Plektrum für eine kurze Melodiepassage und ein grösseres eher dünnes Plektrum für seine legendären Rhythmussektionen verwendete.

 
Auf der kleinen Seite des Plektrum Spektrums befindet sich das Dunlop Eric Johnson Classic Jazz III

Während unterschiedliche Dicken bei verschiedenen Stilrichtungen gewisse Vorzüge mit sich bringen so boten sie Hall zusätzlich klangliche Variationen: Ein dickes Plektrum verleihte seinen Melodiepassagen einen fetteren Klang und ein dünnes Plektrum nahm Akkordpassagen etwas die matschigen Mitten.

Im Gegensatz zu Gitarren, Verstärkern, Effekten und all dem anderen Equipment kann man für wenig Geld verschiedene Plektren kaufen und so günstig an seinem Klang arbeiten.

Plektren gibt es in allen möglichen Formen und Grössen von den grossen Celluloid Dreiecken wie sie Pat Metheney bevorzugt bis hin zu den kleinen Tortex Plektren die Eric Johnson so liebt (s. Bild rechts). Neben den erwähnten Materialien Tortex und Celluloid gibt es Plektren aus Nylon, Delrin, Holz, Metall, Glas, Stein, Knochen und noch viel mehr.

Formvollendet

Habt Ihr gerade ein typisches dreieckiges Plektrum herumliegen so kann Euch ein schnelles Experiment die unterschiedlichen Klänge aufzeigen. Versucht einmal mit der spitzen und anschliessend mit der runderen Seite zu spielen. Die Spitze erzeugt einen etwas helleren Klang und die Seiten klingen etwas wärmer. Genau diese Eigenschaft machen sich gewisse Gitarristen zu eigen.
Nachfolgend ein Klangbeispiel bei dem man die unterschiedlichen Formen, Dicken und Materialien hören kann (am besten mit Kopfhörern anhören). Die erste Phrase wurde mit der Spitze eingespielt und anschliessend mit der Seite. Als nächstes hört man ein Medium Plektrum und dann ein Heavy. Abschliessend ein Plektrum aus Kunststoff gefolgt von einem aus Metall.

 

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Gewichtige Optionen

Ihr habt Euch wahrscheinlich für ein Heavy, Medium oder Light Plektrum entschieden da es Eurer Spielweise entspricht - gleichzeitig aber nicht bedacht dass dies auch einen Einfluss auf Euren Klang hat. Versucht einmal andere Dicken Eures bevorzugten Plektrums zu kaufen und hört Euch die Unterschiede an.

Die materielle Welt

Das Material des Plektrums beeinflusst den Klang ebenfalls. Am besten kauft Ihr dazu dieselbe Dicke eines Plektrums mit unterschiedlichen Materialien und hört Euch die Unterschiede an. Ihr könnt sogar mal versuchen eine Münze als Plektrum zu nehmen - wie Billy Gibbons und Brian May.

 
Wenn Ihr mit einem neuen Klang experimentieren möchtet dann versucht es mal mit einem Plektrum aus Holz wie diese von  Timber Tones 

Nach ein paar Experimenten kann es sein, dass Ihr plötzlich einen Klang wesentlich besser habt als den Eures aktuellen Plektrum. Ihr werdet jedoch zögern da Ihr über all die Jahre Euch sehr komfortabel an Euer Plektrum gewöhnt habt. Keine Sorge - Ihr habt unbewusst bereits Euer gesamtes Equipment auf den Klang Eures Plektrums abgestimmt - Ihr müsst jetzt also nicht zwingend wechseln. Doch jetzt wo Ihr die Unterschiede bewusst wahrgenommen habt werdet Ihr in zukünfigten Aufnahmesessions vielleicht eher mal zu einem anderen Plektrum wechseln.
Für einen komplett neuen Klang gebt das Plektrum ganz auf und verwendet Eure Finger - genau so wie Jeff Beck, Daniel Lanois, John Abercrombie, oder Mark Knopfler.

 

Picking it up

Egal ob Ihr jetzt einen neuen Liebling findet oder nur eine Option für die nächste Recording Session - es ist auf jeden Fall sinnvoll immer ein paar alternative Plektren zur Verfügung zu haben, da man auf diese Weise ohne grossen finanziellen Aufwand den Klang seiner Gitarre verändern kann.

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