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Lautsprecher Spezifikationen erklärt - Teil 1

Was ist eigentlich der Frequenzgang?

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Während der relativ kurzen Zeit in der es schon PA Systeme gibt haben sich Hersteller und Anwender Wege ausgedacht wie man ein solches System so objektiv wie nur möglich beurteilen kann.

Unter dem Begriff “Spezifikationen“ findet man verschiedene Parameter welche es dem Anwender ermöglichen sollen, eine möglichst objektive Beurteilung der Verstärkeranlage zu erstellen. Natürlich ist Geschmack am Ende immer auch subjektiv, doch das tut hier nichts zur Sache.

Von Seiten der Hersteller gibt es keine Verpflichtung ehrliche Auskunft über ihre Produkte zu geben, doch sie halten sich oftmals an gewisse Spielregeln wenn sich ihre Produkte an erfahrene Amateure oder Profis richten sollen. Bei Consumer Produkten sind somit auch häufig die Details weitaus weniger ausführlich und oftmals eher Marketing Gewäsch als effektive Messdaten.

Die Definition des Frequenzgangs

Mit dem Frequenzgang wird beschrieben welche Frequenzen der Lautsprecher im Normalbetrieb abdecken kann. Zumindest sollte die tiefste wiedergegebene Frequenz in Hz angegeben werden - zusammen mit einem Wert der den grösstmöglichen Unterschied zwischen dem Ein- und Ausgangssignal beschreibt (in dB SBL - Sound Pressure Level). Ohne diese Vergleichsgrösse macht es keinen Sinn den Frequenzgang zu beschreiben.

Ein korrekt angegebener Frequenzgang wie zum Beispiel 60 Hz bis 20 kHz (+/- 3 dB) bedeutet, dass ein Lautsprecher ein Signal von 60 bis 20’000 Hz mit einer Toleranz von 3dB - abhängig von der Frequenz wiedergeben kann. Natürlich macht es einen grossen Unterschied wo genau diese Werte gemessen wurden und die Mikrofonpositionierung kann ebenfalls zu Diskussionen führen. Besitzt der Lautsprecher zwei Treiber so muss man genau darauf achten, dass die Abstände zu den Mikrofonen gleich sind.

Hinter den Zahlen

Eine +/- 3dB Variation kann eine sehr unausgewogene oder auch flache Kurve bedeuten. Das Resultat klingt bei gleichen Zahlenwerten immer wieder mal komplett anders. Um die Frequenzen zu verstehen müsst Ihr Euch die Kurve anschauen wo auf der horizontalen Achse to Frequenzen und auf der vertikalen Achse die Amplitude liegt. Aber auch wenn sich die Kurve sehr ähnlich sind so klingen anders aufgebaute Lautsprecher eben immer noch unterschiedlich.

Les spécifications des enceintes de sono

Beispiel eines Frequenzgangs

Eine Anhebung oder Absenkung könnte von einer Resonanz oder einer Reflexion des Signals auf das Gehäuse stammen. Und was ist mit den Transienten die ja einen grossen Einfluss auf die Klarheit und Verständlichkeit der Signale haben? Vielleicht hinken da ein paar Frequenzen hinterher - etwas das man auf einer solchen Grafik nicht so einfach sehen kann.

Ein Wort zur Phase

Während der Frequenzgang Zerrungen der Amplitude misst so kann man mit dem Ansprechverhalten der Phasen ebenso zeitliche Zerrungen messen. Diese Fehler sind jedoch wesentlich schwieriger zu messen und erkennen. Wird die Phase eines Signals verändert so liegt dem eine zeitliche Verzögerung des Signals zu Grunde. Wird das Signal jedoch nicht für alle Frequenzen gleich verzögert so wirkt sich dies auf das Ansprechverhalten der Phase aus. Im besten Fall müsste man hier eine gerade Linie erhalten und zwischen Phase und Frequenz sollten keine Abhängigkeiten bestehen.

Les spécifications des enceintes de sono

Phase response example

Das Problem bei Lautsprechern die alle Frequenzen mit der exakt gleichen Latenz erzeugen sollen kann zu Signalverlust führen - etwas das sich vor allem auf sehr kurze Attack Zeiten auswirkt. Somit hat dies einen direkten Einfluss auf die Transienten, was zum Beispiel den Attack einer Klaviernote beeinträchtigt.

 

 

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