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Lautsprecher Spezifikationen erklärt - Teil 3

Impedanz erklärt

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Redet man von Lautsprechern so kommt man um den Begriff Impedanz nicht umhin. Der Wert ist wichtig wenn man seinen Verstärker nicht ruinieren möchte, doch auch schon die Details einer Impedanzkurve sagen so einiges über einen Lautsprecher aus.

In diesem Artikel geht es aber vor allem darum das Thema Impedanz verständlich zu erklären.

Impedanz definiert

Die Impedanz basiert auf dem Konzept des Widerstands und wird in Ohm (Ω) ausgedrückt. Wie also die sogenannten Widerstände hindern auch Kondensatoren und Induktoren Strom am freien Fluss. Ihr Widerstand ist aber im Gegensatz zu klassischen Widerständen nicht durchgehend und hängt von der verwendeten Frequenz ab. Auf einen Lautsprecher angewendet so durchläuft hier der Strom einen Widerstand, einen Induktor und einen Kondensator, wobei das Signal eben auch abhängig von der Frequenz unterschiedlich beeinträchtigt wird.

Impedanz wird mit Z ausgedrückt und folgt dem Ohm’schen Gesetzt (V = Z x I). Im Gegensatz zum Widerstand wird die Impedanz auch durch ihre Phase bestimmt (in Grad), was beim Bau eines Filters oder Lautsprechers wichtig ist, jedoch ein bisschen weniger ins Gewicht fällt bei PA Systemen. Impedanz kann aber auch mechanischer oder akustischer Natur sein.

Grafisch festgehalten

Wenn man bedenkt, dass sie von der Frequenz abhängt so stellt sich die Frage was genau die Werte auf der Rückseite des Lautsprechers aussagen. Nun das ganze ist natürlich immer nur eine Annäherung und stark vereinfacht. Mehr Informationen bekommt man bei einer Kurve wo die X-Achse für die Frequenz und die Y-Achse für die Impedanz steht.

03 A EAW SB1002 impedance curveImpedanz Kurve eines EAW SB1002 Subwoofers

Der wichtigste Wert ist hier die minimale Impedanz eines Lautsprechers. Dieser Wert sollte niemals unter 80% der Nominalimpedanz zu liegen kommen. Der vom Hersteller angegebene Wert sollte also nicht zu weit vom Minimalwert abweichen. Die Nominalimpedanz ist ein genormter Wert wie 4 oder 8 Ohm.

Im folgenden Bild gehört die Orange Kurve zu einem der Lautsprecher, während die grüne Linie beide Lautsprecher parallel zusammengehängt repräsentiert. Dieser Subwoofer arbeitet im Bereich 28 Hz bis 160 Hz. Jeder Lautsprecher besitzt eine Impedanz von 8Ω, doch ihre kombinierte Impedanz ist nur 4Ω.

In der Praxis

Speakers in parallel

 

Diagramm zwei parallel betriebener Lautsprecher

Gemäss dem Ohm’schen Gesetz ist der vom Verstärker benötigte Strom umgekehrt proportional zu der Impedanz des Lautsprechers: I = V / Z. Je tiefer Z desto höher der benötigte Stromfluss. Die meisten professionellen Verstärker können Impedanzen bis 4Ω und sogar 2Ω aushalten. Generell kann man zwei identische 8Ω Lautsprecher parallel auf einen Verstärker mit 4Ω und drei auf einen Ausgang mit 2Ω schicken.

Die Kalkulation dazu lautet wie folgt: Totale Impedanz aller Lautsprecher = Impedanz eines Lautsprechers/Anzahl Lautsprecher. i.e. 8Ω/3 = 2.67Ω. Ihr solltet aber immer sehr vorsichtig sein wenn Ihr mit der Maximalleistung eines Verstärkers rumspielt. Nicht alle Hersteller sind genau mit ihren Angaben und Verstärker könnten schnell mal überhitzen. Am sichersten fährt man wenn man die Verstärker parallel miteinander verhängt.

Hat ein Lautsprecher zwei Eingänge (ohne weitere Angaben) so wird ein weiterer Lautsprecher immer parallel damit verhängt. Solange Ihr Lautsprecher desselben Modells verwendet und Ihr die Limiten des Verstärkers beachtet sollte das alles problemlos funktionieren. Dennoch empfiehlt es sich immer genau die Spezifikationen Eurer Lautsprecher zu studieren.

Im folgenden Bild seht Ihr zwei Speakon Stecker mit denen sich ein zweiter Lautsprecher parallel verbinden lässt.

03 C Wharfedale LX 15M 02

 

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