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Harmony Grundlagen - Teil 11

Wer ist der Anführer?

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Im letzten Artikel haben wir uns angeschaut wie Kadenzen funktionieren, und wie die fünfte Stufe einer Tonleiter auf deren erste Stufe zeigt. Unabhängig von einer Kadenz tendieren Akkorde auf andere Akkorde zu zeigen und wer diese Abhängigkeiten kennt, ist schnell in der Lage komplexe Akkordabfolgen zu erzeugen.

Wie im letzten Artikel besprochen gibt es stabile und instabile Akkorde, wobei die letzteren eine bestimmte Auflösung erfodern. Seht Euch dazu am besten die nachfolgende Tabelle an:

Chord Leading Table

Ich sollte wohl auch darauf hinweisen, dass nicht jeder Akkord dieselbe Richtungswirkung besitzt. Man könnte sie wie folgt unterteilen:

  • Absteigende Quinte (5. Stufe) / aufsteigende Quart (4. Stufe)
  • Aufsteigende Quinte (5. Stufe) / absteigende Quart (4. Stufe)
  • Aufsteigende Sekunde
  • Absteigende Terz
  • Absteigende Sekunde
  • Aufsteigende Terz

Dies macht die Abfolge VI-II-V-I so stark, da sie ausschliesslich aus starken Bewegungen zwischen den Akkorden besteht: Absteigende Quinte, aufsteigende Quart.

Folge dem Anführer

Ich möchte hier noch abschliessend erwähnen, dass der so genannte “Leading Tone“ - also die siebte Stufe von Dur, harmonisch oder melodisch Moll sehr stark in Richtung Grundton zieht (dieser liegt nur ein Halbton oberhalb).

Und wie es der Zufall so will findet man in einem Dominantakkord die fünfte Stufe welche auf den Grundton daruter zieht und die eben beschriebene siebte Stufe - es gibt also eine doppelte Tendenz in Richtung Grundton!

Abschliessend kann man einfach beobachten dass bei einem Dominant Septakkord die zweite (Durterz) und vierte (kleine Septime) Note einen Tritonus von einander entfernt sind.

Leading Tone

 

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