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Ein iPhone, iPod touch und speziell ein iPad können Euer Live Setup extrem bereichern

iOS Onstage

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Mit den richtigen Apps und dem richtigen Zubehör kann ein iPhone, iPod Touch und speziell ein iPad zu einem wirklich leistungsfähigen Hilfsmittel heranwachsen. Es kann als Klangerzeuger, Effektgerät, Hardware Controller und mehr agieren.

Kleiner Synth, grosse Sounds

Ihr wollt auf der Bühne ein paar neue Sounds griffbereit haben, seid aber nicht bereit dazu ein ganzes Keyboard Setup mitzunehmen? Euer iGerät ist hier der perfekte Begleiter - schauen wir und also mal an wie man da am besten vorgeht. 

Zuerst braucht Ihr einmal ein iOS Audio und MIDI Interface. Da gibt es zum Beispiel das IK Multimedia iRig PRO, das PreSonus Audiobox iOne und iTwo, das Apogee Duet, und das Roland Duo-Capture EX. Mit einem iPad könnt Ihr auch die verschiedenen erhältlichen Docks verwenden wie das  Alesis IO Dock II, Focusrite iTrack Dock und Behringer iS202. Informiert Euch einfach im Vorfeld ob das jeweilige Dock auch wirklich mit Eurem iPad kompatibel ist (verschiedene Grössen). 

Eine weiter Option ist ein kompatibles USB Interface das mit dem Apple USB Camera Adapter verbunden wird. Da funktionieren nicht alle - klärt das also im Vorfeld ab. 

 
 

Der Moog Music Animoog ist ein sehr beliebter speziell für das iOS programmierter Synthesizer

Wieso benötigt man ein MIDI und ein Audio Interface? Weil der integrierte Audioausgang alles andere also optimal ist und der filigrane Stecker im harten Live Betrieb schnell einmal Schaden nehmen kann. 

Was Klangerzeuger angeht so gibt es da eine Unmenge zur Auswahl. In einem früheren Artikel haben wir bereits mehrere davon besprochen - darunter klassische Synthesizer wie der sehr beliebte Animoog. Es gibt aber auch eine Menge hochwertige akustische und E-Piano Instrumente, Sampler und mehr. Stellt einfach sicher, dass die App Core MIDI kompatibel ist, da sie ansonsten nicht mit dem MIDI Controller zusammenarbeiten wird. 

Was, kein Verstärker?

Als Gitarrist ist es ebenfalls möglich die komplette Klangerzeugung über eine der vielen erhältlichen Apps laufen zu lassen. Dazu wird es wahrscheinlich nur kommen, wenn wirklich alle Stricke reissen, dennoch sollte erwähnt werden, dass dies durchaus möglich ist. 

Eine etwas realistischere Anwendung ist es das iPhone, iPad oder den iPod Touch als zusätztliches Effektgerät zu verwenden, schliesslich ist die Auswahl riesig und übersteigt locker die Möglichkeiten eines physischen Pedalboards. 

 
 

Das AirTurn DIGIT mit 2 ATFS-2 Pedal en und Pedal Board kann verwendet werden um Notationen in Apps zu blättern

Möchte man sein Gerät auf diese Weise einsetzen so achtet darauf, dass Ihr ein Interface mit Instrument Ausgängen besitzt (z.B. das Line 6 SonicPort). Möchte man direkt in das PA so wird dagegen ein Ausgang mit Line Pegel benötigt. 

Mit Geräten wie dem IK Multimedia iRig Blueboard könnt Ihr die Effekte sogar mit Euren Füssen bedienen. 

Was den Einsatz mit einem Live Rig betrifft so gibt es bei gewissen Apps jedoch einen grossen Nachteil: Abhängig von App und gibt es eine gewisse Latenz - wer da also empfindlich reagiert sollte lieber die Finger davon lassen. 

Umblättern

Ein iPad kann auch als Anzeigegerät für Noten und Tabs verwendet werden. Was Apps angeht so sollten hier wohl Deep Dish Designs GigBook und forScore von forScore LLC erwähnt werden.

Eigentlich kann jede App die PDFs darstellen kann verwendet werden, doch möchte man das Gerät auf der Bühne verwenden so sollte man sich überlegen, ob man vielleicht so etwas wie den PageFlip oder AirTurn einsetzen möchte. Damit ist es möglich Seiten mit dem Fuss umzublättern. 

Spezialisierte Setlists sind ebenfalls verfügbar und Songs können ganz einfach umsortiert und die Setlist mit Namen gespeichert werden - sicherlich für jede Band eine überaus nützliche Funktion. 

Halt das mal so!

Ein Zubehör das Ihr auf jeden Fall brauchen werdet ist eine Halterung für Euer iPad. Klar kann man dazu einen Notenständer verwenden, doch der kann ganz schnell umgestossen werden und das wär's dann mit dem iPad. Eine spezielle Halterung gibt Euch zudem die Möglichkeit den Blickwinkel genau Euren Bedürfnissen anzupassen. 

Für Halterungen gibt es eine Menge Hersteler: Ultimate Support, On-Stage Stands, IK Multimedia, Peavey und K&M sind nur ein paar davon. 

Control Freak

Ein weiterer Anwendungsbereich für iPads ist in der Form von Fernbedienungen für Hardware. Da gibt es MIDI/OSC (Open Sound Control) Controller wie den Liine Lemur. Solltet Ihr auf der Bühne Ableton Live einsetzen so ist Lemur sicherlich eine sehr interessante Option. 

 
 

Liine Lemur ist eine leistungsfähige MIDI/OSC Controller App

Es gibt aber auch verschiedene Control Apps die speziell für diverse Geräte entwickelt wurden. die AMPLIFi Produkte von Line 6 zum Beispiel verfügen allesamt über spezielle iPhone und iPad Apps. 

Aber auch die Mackie Dl Serie und der Behringer X32 Mixer wurde mit einer iPad Control App erweitert. Damit kann der Tontechniker während des Konzertes direkt in die Menge laufen und aus Sicht des Zuhörers Anpassungen vornehmen. Auf diese Weise lassen sich zudem ganz einfach bestimmte Setups speichern und wieder abrufen. 

Aye aye iOS

Euer iOS Gerät ist wie ein Schweizer Taschenmesse auf der Bühne und wird was den Funktionsumfang angeht zukünftig nur noch wachsen. Bedenkt man dass Apps generell wesentliche weniger kosten als Software für Mac oder Windows so ist es nur eine Frage der Zeit bis das iOS Gerät den Laptop auf der Bühne ersetzt. 

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