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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 22

Traut Euren Ohren

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Um diese Reihe in der wir uns auf EQs konzentriert haben zu schliessen möchte ich Euch ein paar Tipps und Tricks geben mit denen Ihr Euch bessere Angewohnheiten zulegen könnt.

Warnung!

Fangen wir mit ein paar Empfehlungen an die Euch vor den grössten Fallen schützen sollten. 

Zuerst einmal dürft Ihr Presets auf keinen Fall trauen! Versteht mich aber nicht falsch - ich bin keinesfalls gegen den Einsatz von Presets. Hier findet man exzellente Startpunkte für Effekte wie Delays, Reverbs und manchmal auch Kompressoren. Was jedoch EQs betrifft so bin ich da wesentlich vorsichtiger. Denkt Ihr einmal darüber nach so realisiert Ihr schnell, dass die Person welche für das Preset verantwortlich ist überhaupt nichts von Eurer Aufnahme wusste und demnach die Entscheidungen auch nicht nach Eurem Mixkonzept fällen konnte. Vergesst auch nicht, dass ein Instrument nicht zwingend für sich alleine gut klingen muss, sondern zusammen mit anderen ein optimales Bild erzeugen sollte. 

Am Wichtigsten scheint mir, dass Ihr mit Euren Ohren arbeitet - nicht mit Euren Augen. Das tönt jetzt erst einmal idiotisch, doch es geschieht sehr schnell, dass man eine schöne EQ Kurve zeichnet und derjenigen die eigentlich besser klingt irgendwie nicht traut, wenn sie nicht so aussieht wie man dies erwartet. Also: Das Aussehen der EQ Kurve ist irrelevant solange es gut klingt!

Auch Spectrum Analyzers können sehr nützlich sein - sind aber eben auch nur Hilfsmittel um Euer Ziel zu erreichen. Denkt einfach mal daran wie viele legendäre Alben ohne alle diese Werkzeug produziert wurden. Traut also Euren Ohren mehr als Euren Augen!

Und nun noch zum dem Einsatz von Bypass. Diese Funktion ist äusserst wichtig um die Resultate mit oder ohne EQ abschätzen zu können. Doch Achtung! Damit Ihr die Resultate auch wirklich abschätzen könnt müsst Ihr sicherstellen, dass das Volumen nicht abfällt, ansonsten werdet Ihr wieder einmal Opfer des „Lauter ist besser’ Syndroms. Senkt also das Ausgangssignal Eures EQs so weit ab bis Ihr das Gefühl habt, dass bei eingeschaltetem Bypass das Signal nicht leiser wird. Nur so könnt Ihr Eure EQ Einstellungen wirklich objektiv abschätzen.

Abschliessend möchte ich nochmals ans Herz legen regelmässig Pausen zu machen. Vor allem während der Arbeit mit EQs sind diese unverzichtbar. Das menschliche Gehör hat in der Tat die lästige Angewohnheit sich sehr schnell an Frequenzveränderungen zu gewöhnen. Somit kann ein Instrument dass Ihr ursprünglich als zu hell empfunden habt nach 15 Minuten bereits als normal empfunden werden. Nichts ist besser als eine kurze Pause um diesem Phänomen entgegen zu wirken. Weise Worte….

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