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Wie man für sich die beste DAW findet - Teil 1

Die beste DAW finden

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Solltet Ihr Neulinge in der Welt der DAWs (Digital Audio Workstations) sein, oder mit dem Gedanken spielen auf eine andere zu wechseln, wollen wir Euch mit diesem zweiteiligen Artikel helfen eine fundierte Erfahrung zu machen.

Werden wir technisch

Die meisten DAWs auf dem Markt sind für Mac und Windows erhältlich. Gewisse wie Apple Logic Pro X, Cakewalk Sonar X3 und Acoustica Mixcraft 7 gibt es jedoch nur für eine Plattform. Ihr solltet also zuerst einmal abklären ob die gewünschte DAW für Eure existiert. 

Als nächstes müsst Ihr sicherstellen dass Euer Betriebssystem und Eure Hardware die Mindestanstprüche erfüllen. Habt Ihr genug RAM? Einen ausreichend schnellen Prozessor? Bei einem relativ neuen Computer sollte dies kein Thema sein, doch bei einem älteren Modell muss man sich hier unbedingt gut informieren. 

 
 

Cockos Reaper ist in den 32 und 64 Bit Versionen erhältlich

Ihr habt wahrscheinlich schon eine Menge über 64 Bit Betriebssysteme gelesen die mehr Hauptspeicher ansprechen können und somit eine effizientere Arbeitsweise ermöglichen. 

Besitzt Ihr einen älteren Computer oder ein älteres Betriebssysteme so könnte es sein, dass Ihr keine 64 Bit Software betreiben könnt. Gewisse DAWs erlauben den Betrieb in 32 Bit und 64 Bit und gewisse sind in zwei unterschiedlichen Versionen erhältlich. Noch etwas: 32 Bit Plug-Ins können in einem 64 Bit nicht betrieben werden und leider haben immer noch nicht alle Hersteller diesen Sprung vorgenommen. 

Ausser Ihr arbeitet an riesigen Projekten so ist es durchaus möglich zwischen 32 Bit und 64 Bit überhaupt keinen Unterschied zu spüren. Dennoch wird mit der Zeit alles auf 64 Bit laufen und mit einem 32 Bit System wird man eines Tages plötzlich ein veraltetes System besitzen.

Der Preis ist heiss

Der Preis ist ein weiterer Faktor der Euren Kaufentscheid beeinflussen könnte. Es gibt günstige DAWs wie das TSC Tracktion 5 ($59.95) und Mixcraft 7 ($89.95) bis hin zu teuern Versionen wie MOTU Digital Performer ($499), Steinberg Cubase ($550) und Avid Pro Tools 11 ($699).

Viele DAWs sind zu unterschiedlichen Preisen erhältlich - ganz abhängig vom gewünschten oder benötigten Funktionsumfang und zu einem späteren Zeitpunkt können häufig ganz einfach Updates erworben werden. Häufig ist der Preis ein Indikator für die Qualität einer DAW, doch das ist nicht zwingend so - informiert Euch also ganz genau!

Gute Vibes

Die DAW ist das Herzstück Eures Heimstudios und Ihr werdet eine Menge Zeit darauf starren. Sollte Euch also das Aussehen der DAW überhaupt nicht gefallen so wird sich dies auch auf Eure Inspiration auswirken. Das tönt jetzt vielleicht ein wenig trivial, doch es macht wirklich etwas aus. Auch wenn es noch viele andere Faktoren zu bedenken gibt so müsst Ihr Euch von Anfang an bei der Arbeit wohl fühlen. 

Gewisse DAWs wie zum Beispiel Digital Performer 8 von MOTU erlauben es das Aussehen der Anwendung Euren Wünschen anzupassen, doch in vielen anderen steht eine solche Funktion nicht zur Verfügung. 

Da gibt es noch den Kopierschutz

 
 

Dies ist nur eine der Möglichkeiten wie sich das Aussehen von Digital Performer anpassen lässt. 

Der Kopierschutz ist das notwendige Übel bei einer Software da Hersteller schliesslich ihr geistiges Eigentum schützen wollen. Gewisse DAWs wie Pro Tools und Cubase verlangen spezielle USB Dongles (iLok und USB e-licenser), bei anderen wiederum muss man sich über das Internet registrieren. 

Ist Eure Aufnahmelösung portabel so könnte der Dongle durchaus unpraktisch sein. Zuerst besitzt Ihr bei einem Laptop nicht unbedingt viele USB Ports und ein Dongle zwingt Euch zusätzlich noch einen USB Hub mit herum zu schleppen. Zudem kann so ein Plastikteil auch schnell mal abbrechen und geht bei portablen Systemen nur zu schnell verloren. 

Zum Glück benötigen die meisten Anwendungen keine extra Hardware mehr, sondern nur eine erste Aktivierung bei der Installation. Dennoch sollte man sich im Vorfeld genau informieren welche Art des Kopierschutzes die Software benötigt damit Ihr wisst auf was Ihr Euch einlasst. 

Im zweiten Teil werden wir uns den Funktionsumfang wie Plug-Ins und Loops, Beat und Pitch Detection, Video und Notation etwas genauer anschauen.

 

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