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Volumen im Mastering

Mastering zu Hause - Teil 22

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Dieser vorletzte Artikel in unserer Serie 'Mastering zu Hause' ist sicherlich derjenige auf den Ihr gewartet habt. In der Tat werden wir hier über ein paar Tricks sprechen wie man einen wirklich GROSSEN Sound erzeugt. Doch vorher noch eine kurze Warnung…

Achtung!

Wir haben das schon endlose Male durchgenommen - doch ein weiteres Mal kann sicherlich nicht schaden: Lauter ist nicht besser! Jeder verliert im 'Loudness War' - Ihr, Eure Musik und am Ende auch der Zuhörer. Die nachfolgenden Techniken sollen dabei auch nicht als magische Tricks angesehen werden, sondern eher als Massenvernichtungswaffen denen man mit so viel Vorsichtig wie möglich begegnen sollte. Vergisst nicht immer einen A/B Vergleich zu machen - ihr solltet eigentlich sofort merken, ob Ihr mehr schadet als nützt und ob es das alles auch wirklich wert ist…

Für eine Hand voll dBs

Home mastering

Der erste Trick den wir hier anschauen liegt darin zwei Kompressionsstufen zu verwenden. Setzt zuerst Euren bevorzugten Kompressor ein und stellt ihn auf 'Soft' ein - also ein kleiner Ratio (1.5:1), eine Attack-Zeit die keine Peaks abschneidet und ein Threshold der vielleicht um die 1 bis 1.5 dB absenkt. Dieser Kompressor wird also so eine Art 'Leim' agieren, reduziert aber gleichzeitig bereits die Dynamik ein wenig. Der zweite Kompressor kann dann einiges aggressiver eingestellt werden - 2 bis 3 dB Absenkung sollten schon drin liegen.  

Die zweite Technik ist eigentlich nur eine Variation der ersten - doch diesmal kommen Limiter zum Einsatz. Ihr solltet den Threshold der Limiter so einstellen, dass beide so um die -1.5dB bis -2dB absenken - auch wenn man mit nur einem Limiter auf -3 bis -4dB normalerweise bessere Resultate erzielen kann. Dennoch kann man so die Grenze ein wenig mehr ausdehnen…

Home mastering

Ein weiteres 'Rezept' um ein paar SPL zu gewinnen ohne dabei Transienten zu verlieren ist das sogenannte 'Parallel Compression'. Dabei wird der Mix auf einen Aux Bus geschickt wo man einen Kompressor sinnlos hoch einstellt - der höchste Ratio Wert und ein extrem schneller Attack um dem Signal auch noch das kleinste bisschen Leben zu entziehen. Dreht jetzt den Fader auf diesem Bus hoch bis Ihr die gewünschte Lautstärke erreicht habt. Auf diese Weise kann man den RMS Pegel anheben ohne dabei auf die natürlichen Peaks des Ausgangsmaterials zu verlieren. 

Ihr könnt letzteren Tipp auch durch einhängen eines EQs noch etwas erweitern und somit ein ganz spezifisches Frequenzband mit Parallel Compression bearbeiten. Natürlich stoppt Euch auch nichts die soeben erwähnten Tricks in Kombination zu verwenden - bedenkt einfach immer die Risiken und Gefahren die so etwas mit sich bringt!

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