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Klangsynthese, Sound Design und Klangbearbeitung - Teil 25

Pulsar und Phase Distortion Synthese

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Wir nähern uns so langsam dem Ende dieser Serie!

Um das ganze würdig abzuschliessen  möchte ich die nächsten drei Teile Synthesearten widmen die nicht so weit verbreitet sind. Dennoch finde ich es wichtig sie zu erwähnen…auch wenn am Ende nur die Diversität der möglichen Klangerzeugungen unterstrichen wird. 

In dieser Serie habe ich bis hierher die für mich wichtigsten Synthesearten besprochen, doch dieser Prozess ist natürlich in höchstem Masse subjektiv. Solltet Ihr denken, dass ich hier etwas wichtiges vergessen hätte so lasst es mich über die Kommentarsektion weiter unten wissen und ich mach mich an die Materie!

Pulsar Synthese

Wir fangen diese Übersicht der “etwas anderen Synthesearten“ mit einer speziellen Form der Granularsynthese an: Pulsar Synthese (enwickelt von Curtis Roads). Wie bei der Granularsnythese so basier auch die Pulsar Synthese auf sehr kleinen Einheiten die hier “Pulsarets“ genannte werden. Diese setzen sich aus beliebigen Wellenformen (W) zusammen und werden gefolgt von einem stummen Intervall (S). Die Periode (P) eines Pulsaret beinhaltet diese zwei Werte. Die gesamte Amplitude kann mit einer Hüllkurve bearbeitet werden (V). Pulsar Synthese erlaubt so auch unter anderem in Echtzeit zwischen unterschiedlichen Tempi zu wechseln. 

Phase Distortion Synthese

La synthèse sonore par distorsion de phase

Phase Distortion Synthese ist eng mit der Frequenzmodulationssynthese verbandelt. Wurde erstere von Yamaha in diversen Instrumenten ausgeschlachtet so implementierte Casio diese Syntheseart in seinen CZ Synthesizern. 

Die PD Synthese basiert auf Wavetables. In diesem Fall wird eine im Zwischenspeicher geladene Sinuskurve mit einer so genannten “Phasen“Funktion ausgelesen - eine weitere Welle die ja nichts weiteres als eine mathematische Funktion darstellt. Solange diese Funktion linear ist wird die Wellenform nicht “verzerrt“ - seht dazu nachfolgendes Bild:

Phase Distortion Synthese verändert im Wesentlichen die Abspielgeschwindigkeit der Wellenformen ohne dass dabei die Grundfrequenz beeinflusst wird. Anstatt dass die Geschwindigkeit der abgespielten Zyklen wiederholt wird (und somit die Tonhöhe verändert würde) verändert man hier die Abspielgeschwindigkeit innerhalb des Zyklus. Somit hat die Wellenform immer noch dieselbe Tonhöhe ist aber keine Sinuskurve mehr. Somit ist es möglich mit der Phase Distortion Synthese sehr gut resonierende Filter zu simulieren. 

Der Hauptunterschied zur FM Synthese liegt darin, dass die modulierende Wellenform (in diesem Fall die Phasenfunktion) nicht zwingend eine Sinuskurve sein muss und dieselbe Frequenz als das Carrier Signal besitzt. 

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