Klangsynthese
Klangerzeugungen Klangsynthese
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Klangsynthese, Sound Design und Klangbearbeitung - Teil 14

Mehr Effekte für Synthesizer

  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

In diesem Artikel fahren wir direkt weiter und besprechen noch ein paar andere Effekte die man auf einem Synthesizer antreffen kann.

Flanger, Phaser, Chorus

Flanger und Phaser Effekte werden durch zeitliches Verschieben des Signals erzeugt. Durch anschliessendes Hinzumischen wird durch diese Verzögerung eine Phasenverschiebung erzeugt die gut bekannte Konsequenzen zur Folge hat: Gewisse Frequenzen werden angehoben, andere abgesenkt und teilweise sogar komplett ausgelöscht. Dieses Phänomen wird auch Kammfiltereffekt genannt, da das Signal in der Spektralanalyse zwischen Spitzen und Tiefen schwankt und so einem Kamm gleicht. 

Les effets dans la synthèse sonore

Der Klang eines Flangers und eines Phasers sind sich sehr ähnlich. Der Unterschied besteht lediglich darin wie si funktionieren. Ein Flanger erzeugt Frequenzspitzen und -tiefen mit fixen Intervallen, während bei einem Phaser die Tiefe und Breite der Absenkungen und Anhebungen modifiziert werden kann. 

Ein Flanger Beispiel: 

00:0000:00

Ein Phaser Beispiel: 

00:0000:00

Ein Chorus wird durch Addieren mehrerer leicht zu einander veränderter Stimmen erzeugt - sei dies durch zeitliche Verschiebung, eine leichte Veränderung der Tonhöhe oder durch Einsatz eines Vibratos. 

Ein Chorus Beispiel: 

00:0000:00

Ring Modulation

Les effets dans la synthèse sonore

Ring Modulation ist eine erweiterte Form der Amplitudenmodulation. Diese Modulationsart basiert auf einer so genannten ‚Carrier Wave‘ (C) deren Amplitude durch eine ‚Modulating Wave‘ (M) moduliert wird. Zweitere ist häufig eine Sinuskurve - dies ist jedoch nicht zwingend nötig! Die Carrier Wave kann ein beliebiges Signal sein - simpel oder komplex - ganz abhängig davon was die Architektur Eures Synthesizers erlaubt. Der Effekt eines Ringmodulators ist sehr interessant. 

Um es einfach zu beschreiben gehen wir einmal davon aus, dass beide Wellen (C und M) Sinuskurven sind. Solange die modulierende Welle 20 Hz nicht übersteigt - solange sie also für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar ist - verhält sich der Ring Modulator ein bisschen wie ein LFO und erzeugt einen Tremolo Effekt. Über 20 Hz ergibt sich aber dann folgendes Bild: Die Frequenzen der zwei Originalwellen verschwinden und werden durch zwei andere Wellenformen ersetzt. Die erste ist die Summe der zwei ursprünglichen Frequenzen und die andere resultiert aus dem Unterschied zwischen diesen beiden. 

Der Klang eines Ringmodulators wird häufig als harsch beschrieben da die zwei resultierenden Frequenzen in keinerlei harmonischer Verbindung zu einander stehen. 

00:0000:00

Pulse Width Modulation – PWM

Eine weitere Modulationsform die man häufig auf Synthesizern antrifft ist die Pulse Width Modulation oder auch PWM. In der Elektronik wird der Begriff PWM verwendet um ein kontinuierliches Signal aus einem On/Off Signal zu erzeugen. Dies wird am besten durch eine Rechteck, bzw. Puls Wellenform dargestellt - eine der grundlegenden Wellenformen die wir bereits in früheren Artikeln besprochen haben. 

Les effets dans la synthèse sonore

In diesem Fall werden die On und Off Modi durch die hohen und tiefen Werte der resultierenden Wellenform repräsentiert. Und was ist genau der Anwendungszweck von PWM in der Musik? Nun indem man das Verhältnis der On/Off Werte verändert variiert man auch den harmonischen Inhalt der Wellenform - aber nicht die Grundfrequenz oder deren Amplitude. Die Modulation kann über einen LFO gesteuert werden, was einen zyklischen Effekt erzeugt. 

In unserem Beispiel haben wir jedoch die Pulsweite manuell verändert. 

00:0000:00

 

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail