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Klangsynthese, Sound Design und Klangbearbeitung - Teil 30

Alles was Ihr über Klangsynthese wissen müsst

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Liebe Leute es ist an der Zeit diese Serie zu einem würdigen Ende zu bringen. Dieser letzte Artikel ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Themen auf die wir eingegangen sind.

Wellen

Wir haben am Anfang unserer Reise in die Klangsynthese realisiert, dass alle Klänge aus Wellenformen bestehen. Abhängig von ihrer Zusammensetzung (z.B. Obertöne) können sie sich von einander unterscheiden. Ist eine Wellenform repititiv so nennt man sie periodisch. Alle periodische Wellenformen besitzen eine Grundfrequenz welche ihre Tonhöhe bestimmt. Eine Sinuskurve ist eine Wellenform ohne irgendwelchen Obertöne und nur einer Grundschwingung. Gemäss dem theoretischen Ansatz von Fourier kann jedes Audiosignal auf eine bestimmte Anzahl Sinuskurve reduziert werden.

Oszillatoren

La Synthèse Sonore

Wellenformen werden durch so genannte Oszillatoren erzeugt. Davon gibt es verschiedene: 100% analog, analog, aber digital gesteuert, oder 100% digital. Vergesst zudem nicht LFOs (Low Frequency Oscillators) welche Signale unterhalb des hörbaren Bereichs erzeugen. Diese Wellenformen sollen nicht gehört werden, sondern werden zum Modulieren von Wellenformen verwendet.

Filter

Komplexe Wellen (Rechteck, Dreieck, Sägezahn, etc.) können mit Filtern bearbeitet werden um den Klang gezielt zu bearbeiten. Diese Filter können zudem unterschiedliche Formen besitzen und als Lo-Pas, Hi-Pass, Bandpass oder Notch zur Verfügung stehen

Verstärker Stufe

Zwischen den Studio Ausgängen eines Synthesizers und der eigentlichen Klangerzeugung befindet sich die Verstärker Stufe.

Diese besteht normalerweise aus einem analogen oder digitalen Verstärker und wird durch eine so genannte Hüllkurve angesteuert. Hüllkurven beinhalten verschiedene Parameter die den zeitlichen Verlauf der Lautstärke beschreiben. Es stehen normalerweise Werte wie Attack, Decay, Sustain und Release zur Verfügung.

Digitaltechnologie, MIDI und eingebaute Effekte

La Synthèse Sonore

Alle diese Veränderungen wurden dank der Digitaltechnologie erst möglich und speziell der MIDI Standard ermöglichte es digitalen Geräten mit einander zu kommunizieren.

MIDI kann aber nicht nur zwischen digitalen Instrumenten und einem Computer kommunizieren, sondern auch Effektgeräte und eine Menge andere Parameter ansteuern.

Verschiedene Formen der Klangsynthese

Neben der subtraktiven Synthese gibt es eine Menge weiterer Synthesearten. Die additive Synthese ist dabei der älteste Vertreter und funktioniert indem verschiedene Sinuskurven einen komplexen Klang erzeugen. Die logische Konsequenz aus dieser Technologie war mit der steigenden Leistungsfähigkeit von Computern schliesslich das Arbeiten mit Samples.

La Synthèse Sonore

Neben der additiven Synthese wurde in den letzen Jahren vor allem die Granularsynthese sehr beliebt, die nicht nur auf Wellenformen, sondern auch deren Frequenz und zeitlichen Platzierung basiert. Als weitere Syntheseart wurde die FM Synthese entdeckt als man realisierte, dass durch das Kombinieren von zwei Oszillatoren musikalisch sehr interessante Resultate erzeugt werden konnten.

Neben diesen weit verbreiteten Synthesearten gibt es aber noch eine Menge andere: Pulsar, Phase-Distortion, Formant, Linear Arithmetic, Stochastic, Graphic, etc.

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