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Alles über Gitarren und Bass Pickups - Teil 1

Wie magnetische Tonabnehmer funktionieren

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Die Bauweisen von E-Gitarren und E-Bässen werden häufig mit vielen Gerüchten und Halbweisheiten in Verbindung gebracht. Für gewisse Musiker kommt es vor allem auf das Tonholz des Instrumentes an, während andere darauf schwören, dass die Tonabnehmer für deren Klang die grösste Verantwortung tragen.

Es gibt zahlreiche Tests die beide Meinungen unterstützen - von den grundlegenden Unterschieden zwischen einer Fender mit einem Korpus aus Ebenholz zu einem aus Erlenholz bis hin zu einem Test mit Instrumenten die aus IKEA Pressholz gefertigt wurde. In dieser Serie möchte ich diese Diskussion nicht weiter treiben, sondern ganz einfach mal die grundlegeneden technischen Aspekte und Konstruktion von magnetischen Tonabnehmern unter die Lupe nehmen.

Bauweise und Arbeitsweise magnetischer Tonabnehmer

Magnetische Tonabnehmer funktionieren alle nach demselben Prinzip. Im Inneren befindet sich ein Magnet der mit einer Spule verbunden ist die mit leitenden Kabeln umwickelt wurde - eines verbunden mit der Erdung und ein “heisses“. Die Kombination aus Magnet und Spule erzeugt ein stabiles magnetisches Feld.

Micros guitare ou basse

Die Saiten bestehen aus Material das auf Magneten anspricht (aus diesem Grund sind auch Nylonsaiten nicht mit elektrischen Instrumenten kompatibel) und werden jetzt durch dieses Magnetfeld geschickt. Wird eine Saite gespielt so vibriert diese in einer spezifischen Frequenz (Hz) - ganz abhängig von deren Masse und Länge. Diese zwei Parameter bestimmen die Frequenz - also welche Note am Ende erklingt.

Die Bewegung der Saite unterbricht das magnetische Feld und erzeugt somit Stromschwankungen. Dies basiert auf dem Prinzip der magnetischen Induktion. In diesem Augenblick ist die Spannung noch sehr gering (nur etwa ein paar Zehntel Millivolt) und muss weiter verstärkt werden. Es gibt hier noch ein paar furchtbar komplizierte Gesetze die aufzeigen wie die Stromspannung weiter abhängig von der Masse und Intensität der Saitenschwingung ist, doch das erspare ich Euch in diesem Artikel.

Mit diesem einfachen Prinzip war also ein Weg gefunden um die Bewegung einer Metallsaite in messbare Stromspannung zu wandeln.

Verpassen wir aber nicht die Gelegenheit den Erfindern zu gratulieren: Nach dem ersten Patent in 1909 und verschiedenen erfolglosen Versuchen (wie zum Beispiel die Marke Stromberg-Voisinet aus 1928 die zwar Gitarren mit Pickups hergestellt hatte, aber keine passenden Verstärker), war es schliesslich Paul Tutmac der 1932 eine Rickenbacker Gitarre mit einem magnetischen Tonabnehmer bestückte. In 1936 baute Gibson schliesslich nach mehreren bizarren Prototypen eine Archtop Gitarre mit einem Pickup von Walter Fuller.

Micro guitare et basse

Abschliessend sollte noch erwähnt werden, dass magnetische Tonabnehmer nicht gleich wie dynamische Mikrofone arbeiten, da diese Luftschwankungen übertragen können.

Schauen wir uns abschliessend noch ein paar Schwächen magnetischer Tonabnehmer an:

  • Empfindlich gegenüber elektromagnetischen Interferenzen: Eine Apparatur die derart geringe Änderungen innerhalb eines magnetischen Feldes erkennt ist natürlich gegenüber Störfrequenzen besonders anfällig. Radio- und Fernsehsignale, aber auch WI-FI Signale können allesamt zu hörbaren Störungen führen.

  • Empfindlichkeit auf Interferenzen im Stromfeld: Das Gitarrenkabel überträgt derart geringe Spannungen, dass es gegenüber Spannungsschwankungen besonders empfindlich ist. Somit werden Frequenzen wie 50 Hz oder 60 Hz (abhängig davon wo man wohnt) hörbar - das A eines Basses liegt bei 55 Hz. Dies führt dazu, dass man in den Bässen einen starken Surrton hat.

Jetzt wo wir die grundlegenden Prinzipien hinter Tonabnehmern kennen sehen wir uns in den nächsten Artikeln die Evolution der einzelnen Komponenten genauer an.

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