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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 40

Wie man einen Multiband Kompressor einstellt

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Im letzten Artikel haben wir besprochen wie man Multiband Kompression während einer Mixing Session einsetzen kann. Heute gehen wir noch einen Schritt weiter und schauen uns die verschiedenen Einstellungen für die besten Resultate an.

Auf die Frequenz kommt es an

Der korrekte Einsatz eines Multiband Kompressors hängt ganz davon ab wie genau man seine Bedürfnisse zu erkennen vermag und anschliessend die Bänder richtig unterteilt. Diese Art der Bearbeitung bietet dem Anwender normalerweise die Möglichkeit einzelne Bänder abzuhören und ich kann dazu nicht genug raten! Gleichzeitig möchte ich meiner “weniger ist mehr“ Überzeugung nicht untreu werden und Euch raten so wenig Bänder wie nur möglich zu verwenden.
Einmal aufgeteilt unterscheiden sich die Arbeitsschritte zum korrekten Einstellen der Kompression nicht sonderlich von klassischen Modellen. Um ein möglichst transparentes Signal zu erhalten sollte man sich aber ein paar Dinge zu Herzen nehmen.

Ich rate zum Beispiel davon ab von einem Band zum anderen komplett andere Einstellungen vorzunehmen, da Ihr sonst Gefahr läuft das Signal zu überladen. Die sensibelsten Parameter sind hier Ratio und Threshold, sowie Release. Der Attack ist der einzige Wert bei dem Ihr etwas mehr Freiheiten habt.

Nur weil Ihr das Signal in einzelne Frequenzbänder unterteilt bedeutet übrigens noch lange nicht, dass Ihr sie auch alle komprimieren sollt! Nehmen wir das Beispiel aus dem letzten Artikel mit dem Absenken einzelner perkussiver Stimmenanteile so wurde dort das Frequenzband in drei Bänder geteilt, doch nur eines davon wurde anschliessend auch wirklich komprimiert. Einmal mit einem Multiband Kompressor bearbeitet habt Ihr immer noch ausreichend Zeit um Euer Projekt mit einem regulären Kompressor verdichten. Kurz gesagt also: Verwendet Multiband Kompression um ein bestimmtes Resultat in einem bestimmten Frequenzband zu erreichen - nicht mehr und nicht weniger.

Habt Ihr einmal alle Bänder wo nötig komprimiert schaut Euch die Frequenzaufteilung nochmals genauer an. Es kann durchaus sein, dass die Eckfrequenzen nochmals nachgeregelt werden müssen. Sollte dies der Fall sein so könntet Ihr jetzt noch ein wenig mit den Eckfrequenzen arbeiten und falls vorhanden mit dem Winkel der Flankensteilheit. Das Ziel ist es einen möglichst transparenten Klang zu erzeugen. Da gibt es nicht wirklich feste Regeln und man muss sich einfach vorsichtig durchhören bis man die richtigen Einstellungen hat.

Das wär’s auch schon für heute. Nächste Woche beenden wir schon das Kapitel “Kompression“ und schauen uns ein paar Plug-Ins und deren Einsatzgebiete an.

 

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