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Pedal order, powering, and securing effects to the pedalboard

Was Ihr schon immer über Pedalboards wissen wolltet - Teil 2

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In diesem zweiten Teil decken wir drei wichtige Themen ab: Die Reihenfolge, die Stromversorgung und die Montage der Effektpedale.

In Reih und Glied

 

Die ‚herkömmliche‘ Reihenfolge in diesem Pedalobard wäre Stimmgerät (1), Kompressor (2), Overdrive (3), Tremolo (4), Delay (5) und Reverb (6)

Habt Ihr mal das Pedalboard gekauft (oder gebaut) ist es an der Zeit die Pedale zu platzieren. Dies entspricht nicht zwingend der Reihenfolge mit der Ihr die Pedale untereinander verbindet.

Auch wenn es keine fixen Regeln gibt so kann man doch von einer grundlegenden Herangehensweise ausgehen die für die meisten Pedale funktionieren dürfte.

Zum einen macht es Sinn das Stimmgerät an erster Stelle zu platzieren und die Gitarre dort direkt einzustecken. Somit ist gewährleistet, dass Ihr hier das reinste Signal erhaltet und nicht versucht ein verzerrtes oder mit Chorus moduliertes Signal zu stimmen. Anschliessend kommen für viele Gitarristen Filter abhängige Pedale da diese am besten mit einem unbehandelten Signal funktionieren.

Ein Kompressor sollte als nächstes kommen und dann von einem Overdrive/Distortion Pedal gefolgt werden. Ein EQ Pedal sollte ebenfalls hier eingeschlauft werden damit Ihr die Zerrung gezielt anpassen könnt.

Als nächstes kommen die Pitch-Shifting und Modulationseffekte wie Flanger, Chorus, Phaser, Tremolo, Vibrato und so weiter.

Solltet Ihr ein Volumenpedal besitzen so macht es Sinn dieses an dieser Stelle einzuschlaufen. Auf diese Weise verändert es nicht Eure Zerrsounds, aber hat auch keinen Einfluss auf Delay und Halleffekte, welche normalerweise ganz am Schluss kommen. Anschliessend wird der Verstärker an das Pedalboard angeschlossen.

Bei einem Pedalboard mit zwei Reihen muss man sich jetzt Gedanken darüber machen mit welchen Pedalen mal wohl am meisten interagiert. Dies führt dazu, dass man manchmal Pedale nicht in der eigentlichen Effektreihenfolge platzieren kann.

Plant wie schon im 1. Teil besprochen zwischen den Pedalen ausreichen Platz für die Kabel ein. Vergesst auch nicht das Netzteil - manchmal können diese auch unter dem Pedalboard montiert werden.

Wer haftet dafür?

 

Die Unterseite eines Pedals. Man sieht wie Farbe durch das Entfernen des Klettbandes abfällt.

Als nächstes machen wir uns daran die Pedale zu befestigen. Am besten geschieht dies mit Klettband, das ganz einfach in Do It Läden wie Baumarkt oder OBI gekauft werden kann.

Manchmal hält das Band jedoch leider nicht so gut und es empfiehlt sich mit Sicherheit ein hochwertiges Band zu kaufen und darauf zu achten, dass die Oberflächen sauber und eben sind.

Egal für welches Produkt Ihr Euch entscheidet, Ihr werdet Eure Pedale mit einem Klebeband bestücken müssen. Versucht dabei Etiketten und dergleichen nicht zu überdecken, da diese bei der Demontage schnell einmal abreissen. Wer sein Pedal irgendwann wieder verkaufen möchte sollte hier also unbedingt etwas Vorsicht wahren.

Man muss sich auf jeden Fall gut überlegen, ob man das Klettband auch wirklich vom Pedal lösen muss - viele Käufer von Occasions Pedalen kleben dann eh wieder neues drauf.

Es gibt auch andere Möglichkeiten. Zum einen kann man auf beiden Seiten des Pedals Löcher bohren und das Pedal mit einem Kabelbinder fixieren. Das wird sicherlich gut funktionieren, gleichzeitig aber auch etwas gebastelt aussehen.

 

Chemistry Design Werks Holeyboards verfügen über vorgebohrte Löcher zur einfachen Pedal Montage.

Verkabeln

Verbindungskabel gibt es in allen möglichen Längen und mit abgewinkelten Steckern und geraden Steckern. Normalerweise werdet Ihr froh sein verschiedene Längen zu besitzen und manchmal kann man Kabel unterhalb des Pedalboards verlegen.

 

Mit dem On Stage Stands PC305 lassen sich Pedale ohne Kabel verbinden

Wer gut löten kann hat die Option Stecker und Kabel zu kaufen und speziell angepasste Verbindungskabel verwenden. Grundsätzlich gibt das eine saubere Lösung, doch meine Erfahrung zeigt, dass man sehr schnell mal wieder ein neues Pedal ausprobieren möchte und dann die perfekte Länge eben so perfekt nicht mehr ist.

Mit dem Strom schwimmen

 

Das Voodoo Lab Pedal Power 4x4 ist ein Beispiel für ein hochwertiges Pedalboard Netzteil.

Auch wenn viele Effektpedale mit Batterien betrieben werden können so wollt Ihr Euch während eines Auftrittes da nicht drauf verlassen - ganz einmal davon abgesehen, dass der ständige Nachkauf von Batterien schnell mal ins Geld gehen kann. Zum Glück können die meisten Pedale mit herkömmlichen Spannungen 9V und teilweise 12V betrieben werden und verfügen zudem über eine einheitliche Verbindungsmöglichkeit. Manchmal gibt es natürlich auch hier Ausnahmen, was es dann erfordert für dieses Pedal ein eigenes Netzteil in Betrieb zu nehmen.

Viele Pedalboards verfügen über eingebaute Netzteile (normalerweise mit 9V Ausgängen). Man kann aber auch einfach einen herkömmlichen Stromverteiler nehmen, die Netzteile von dort aus betreiben und das ganze Ungetüm unter dem Pedalboard verstauen (sofern es dort Platz hat). Das sieht zwar nicht so sexy aus, funktioniert aber genau so gut. Schliess gibt es noch die Möglichkeit mehrere Pedale über ein Daisy Chain Kabel über ein einziges Netzteil zu speisen. Hier muss man aber ganz klar wissen was man tut und läuft zudem Gefahr, dass sich unschöne Brummschlaufen und dergleichen bemerkbar machen.

Ready to Rock

Ich kann Euch abschliessend eigentlich nur raten ein Pedalboard mit Bedacht zu planen und auch bei der Verkabelung und Stromversorgung auf alle Details zu achten. Spätestens bei Auftritten werdet Ihr dafür dankbar sein!

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