Einstiegsratgeber
Thematische Foren Einstiegsratgeber
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Egal ob Ihr jetzt ein Pedalboard kauft oder ein eigenes zusammenstellt, folgende Dinge solltet Ihr beachten

Was Ihr schon immer über Pedalboards wissen wolltet - Teil 1

  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

Egal ob Ihr jetzt auf ein neues Pedalboard umstellt, von einem digitalen Pedalboard wegkommen wollt oder überhaupt Euer erstes kaufen möchtet, Ihr werdet auf jeden Fall mit einer Unmenge an Optionen konfrontiert werden. Das Ziel dieser Serie ist es Euch so viele Informationen wie möglich zu geben um das für Euch optimale Pedalboard zusammenzustellen.

Dieser Artikel befasst sich damit wie man einzelne Pedals zusammenstellt und deckt digitale Multieffekte nicht ab.

Auf den Klang kommt es an

 

Ein Free The Tone Forvis FP7045 Pedalboard

Die Wahl der einzelnen Effektpedale hängt ganz von Eurem Geschmack ab. Ein Grossteil der Gitarristen wird Euch sagen, dass analoge Pedale besser klingen. So viel besser, dass sie eine Menge Geld und Arbeit in ein speziell für sie zusammengestelltes Pedalboard stecken anstatt sich ein Multieffektgerät anzuschaffen.

In dieser Serie besprechen wir die Logistik die in den Zusammenbau eines solchen Pedalboards geht und am Ende der Lektüre solltet Ihr über ausreichend Wissen verfügen um gezielt das Pedalboard Eurer Träume zu erstellen.

Welche Pedale braucht Ihr?

Die Wahl der richtigen Pedale ist ein derart komplexes Thema, dass ich in diesem Artikel nur streifen kann. Grundsätzlich gibt es da keine festen Regeln und abgesehen vom vorhandenen Budget entscheidet da eigentlich nur Euer Geschmack. Das einzige Pedal das fast in jedem Pedal zu finden ist wird wohl das Stimmgerät sein, das Euch bei Auftritten egal in welcher Stilrichtung überaus nützlich sein dürfte.

Ich gehe davon aus, dass Ihr bereits ein Pedale besitzt und möchte hier nur einmal darauf hinweisen, dass wenn Ihr einen optimalen Klang erzeugen möchtet so viele analoge Pedale wie möglich essentiell sind. Denkt daran, dass die Pedale auf dem Pedalboard nacheinander geschaltet sind und ein schlecht klingendes Pedal den gesamten Klang ruinieren kann. Natürlich gibt es auch digitale Pedale die gut klingen, doch Ihr könnt davon ausgehen, dass es sich dabei um die teuren handelt. Regel Nummer ein heisst also: Kauft analoge Effektpedale. Regel Nummer zwei heisst: Kauft Euch immer das qualitiativ hochwertigste Pedal (…das Ihr Euch leisten könnt natürlich). In den meisten Fällen ist Euch mit einem guten Pedal mehr gedient als mit zwei schlechten.

 

Das Wampler Lattitude Deluxe ist ein Beispiel eines Pedals mit True Bypass

Falls Ihr Euch nicht sicher seid welche Effekttypen Ihr braucht so beinhaltet ein Pedalboard normalerweise ein bis zwei Distortion/Overdrive Pedals, ein Delay/Hall Pedal und normalerweise noch einen Modulationseffekt wie Chorus, Tremolo, oder Flanger.

Auch populär sind Boost Pedale welche sich vor allem für Soli eignen. Viele Gitarristen haben auch gerne ein Looper Pedal, Wah-Wah Pedal oder Volumenpedal. Es gibt wie gesagt eine riesige Auswahl und wenn nicht sicher lohnt es sich vorerst bei den Grundlagen anzufangen und sich dann nach seinen Bedürfnissen zu orientieren.

Wer den besten Klang möchte sollte sich Pedale mit True Bypass kaufen da diese bei ausgeschalteten Pedalen das Signal unbearbeitet durchschlaufen. True Bypass ist dabei passiv und benötigt somit keinerlei Strom. Es gibt auch sogenannte Buffered Bypass Pedale die das Signal ein kleines bisschen verstärken und somit an den Eingangspegel anpassen.

Aus dem Laden oder DIY?

Es liegt an Euch, ob Ihr das Pedalboard selber bauen oder ein vorgefertigtes Modell erwerben möchtet.

Die Vorteile eines selbstgemachten Pedalbaords sind die tieferen Kosten und dass Ihr die Grösse Euren Wünschen anpassen könnt. Der Vorteil vorgefertigter Pedalboards ist dass diese bereits gebaut sind, häufig professioneller daherkommen und normalerweise besser transportiert werden können. Vor allem der letzte Punkt wird für Euch wahrscheinlich sehr wichtig sein.

Es gibt auf dem Markt sicherlich verschiedene Koffer und Taschen die für Euer selbstgemachtes Pedalboard passen, doch am Ende wird es wesentlich einfacher sein eine vorgefertigte Lösung zu erwerben.

Pedalboards gibt es in diversen Formen, Grössen und Preiskategorien von Herstellern wie zum Beispiel Boss, Behringer, Gator, Johnson, PedalTrain, SKB und Free the Tone.

Die Grösse anpassen

Eine der ersten Entscheidungen die Ihr treffen müsst wird sein, für welche Grösse Ihr Euch entscheidet. Falls Ihr bereits die Pedale besitzt die Ihr verwenden möchtet so könnt Ihr die Grösse davon abhängig machen. Beachtet dabei, dass Ihr Raum für die Stecker der Verbindungskabel einkalkulieren müsst - normalerweise sind das so um die 5cm zwischen den einzelnen Pedalen.

 

Dieses Gator G-Mega Bone Pedalboard besitzt eine gekrümmte Form um die Pedale näher an Euren Fuss zu bringen

Lasst Euch auch ein wenig Raum für Erweiterungen - füllt Ihr das Pedalboard mit allen Pedalen aus Eurem Arsenal auf so werdet Ihr keinen Platz zum Wachsen haben. Andererseits müsst Ihr dann kein unnötig grosses Ungetüm mit Euch rumschleppen.

Vieles hängt auch davon ab, ob Ihr bereits alle Pedale besitzt - überlegt Euch genau was Eure Bedürfnisse sind und vergesst dabei nicht, dass Ihr noch eine Stromversorgung einplanen müsst.

Pedalboards gibt es normalerweise mit einem Layout mit zwei Reihen, wobei die Auflagefläche häufig leicht nach vorne gewinkelt wurde. Es ist normalerweise einfacher auf die untere Reihe zuzugreifen - denkt also daran, die wichtigsten Pedale (also diejenigen die Ihr am meisten ein- und ausschalten möchtet) in die vordere Reihe zu setzen.

Im zweiten Teil besprechen wir Themen wie Stromversorgung, das Befestigen der Pedale und mehr.

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail