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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 20

Und es wurde Farbe

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In diesem Teil besprechen wir ein sehr subjektives Thema wenn es um den Einsatz mit EQs geht: die Klangfärbung.

Farben eines EQs

Im aktuellen Zustand sollten wir gut aufgeräumte Spuren besitzen die gut miteinander funktionieren. Die einzelnen Teile Eures ‚Puzzles‘ müssten eigentlich jetzt akustisch ganz natürlich zusammenklingen und wurden die Aufnahmen sorgfältig mikrofoniert so dürfte keine weitere Klangfärbung notwendig sein. Das Problem ist bei modernen Produktionen jedoch, dass viele wichtige Entscheidungen bis zum letzten Drücker aufgeschoben werden - und dies am Ende dann ganz einfach zu spät ist. 

Aus diesem Grund sollten wir uns ein wenig mit dem Thema ‚Klangfärbung‘ befassen. Das Ziel ist es Euren Instrumenten Wärme, Fülle, Brillanz, Luft und so weiter zu verleihen. Diese Begriffe sind natürlich komplett subjektiv und entziehen sich einer wissenschaftlichen Definition. Dennoch werdet Ihr unzählige Seiten finden welche genau diese Begriffe genauer definieren und welche Frequenzen genau welchen Einfluss auf die Klangfarbe eines Mixes haben. Wenn auch bei weitem nicht perfekt so helfen sie dennoch einen sehr guten Startpunkt zu finden. Wir Ihr sicherlich bereits bemerkt habt, haben wir diese Färbungen in den vorherigen Artikeln immer wieder mal angeschnitten und ich möchte mich in den nachfolgenden Zeilen viel mehr darum kümmern wie man an die Klangfärbung herangeht, anstatt Zeit damit zu verschwenden welche Frequenz bei welchem Instrument welche Auswirkungen hat. 

Vergesst zuerst einmal nicht, dass Ihr einen Plan habt! Die Klangfärbung muss sich auf jeden Fall diesem Plan unterwerfen. Es wäre also kontraproduktiv die Präsenz eines Synthesizers hervorzuheben dessen Platz im Hintergrund eines Mixes ist. 

Verwendet stets Euren gesunden Menschenverstand Nicht alle Instrumente können gleichzeitig Druck in den Mitten, Präsenz und Brillanz gleichzeitig haben. Denkt immer an die Notwendigkeit von Kontrast und setzt diese zu Eurem Vorteil ein. Um eine visuelle Analogie herbei zu ziehen: Schwarz wirkt dunkler wenn es von Weiss umgeben ist - und genau so verhält es sich it Sounds. Ein Instrument wird brillanter wirken wenn die umgebenden Instrumente es nicht sind. 

Auch sollte demnach ein einziges Instrument nicht hell, luftig, fett und präsent gleichzeitig klingen - es sei denn es handelt sich um das einzige Instrument im gesamten Mix. 

Bedenkt immer, dass extreme Einstellungen hier keinen Sinn machen werden. Eine Anhebung von 2 dB oder 3 dB macht hier häufig einen grossen Unterschied. Was den Q Wert angeht so bedenkt immer, dass eine grössere Bandbreite weniger Gain benötigt und gleichzeitig einen natürlicheren Klang erzeugt. 

Schliesslich empfiehlt sich hier der Einsatz eines färbenden EQs - ganz im Gegensatz zu den bisherigen EQ Einstellungen. ‚Vintage‘ Plug-Ins verleihen dem Plug-In dank harmonischer Zerrungen häufig etwas mehr Charakter. 

In der nächsten Episode schauen wir uns an wie man EQs verwenden kann, um die räumliche Positionierung im Mix zu beeinflussen. 

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