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9 kostenlose oder günstige Wege mit denen Ihr den Klang Eures Studios verbessern könnt

Studiooptimierung auf günstig

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Der beste Weg um Euer Studio zu verbessern ist der Kauf von besserem Equipment und einer akustischen Optimierung. Dies erfordert jedoch eine Menge Geld! Nun bevor Ihr Euch in Unkosten stürzt möchte ich Euch ein paar günstige Wege aufzeigen mit denen sich Euer Studio optimieren lässt.

 

Wählt Eure Abhörposition mit Bedacht

 

Akustische Probleme können optimiert werden indem man die Abhörposition korrekt positioniert

Besitzt Ihr die Möglichkeit Euer Setup neu zu arrangieren so habt Ihr die Möglichkeit Eure Abhörposition optimal auszurichten und so Mängeln entgegenzuwirken die durch die Raumakustik entstanden sind. 

Ohne jetzt hier zu technisch zu werden so gibt es doch ein paar Faustregeln mit denen Ihr zu ganz guten Resultaten kommt. Zuerst einmal, sollte es sich um einen rechteckigen Raum handeln positioniert Eure Abhöre so, dass Ihr eine der kürzeren Wände anschaut und die Lautsprecher in den längeren Teil des Raums gerichtet sind. 

Eine Faustregel von Akustikern besagt, dass Ihr Eure Monitore bei 38% der Raumlänge positionieren solltet. Dies gibt Euch die beste Chance akustische Probleme zu verhindern, die durch Reflexionen von Wänden und Ecken ausgehen. Anders gesagt sollte Eure Abhörposition ein bisschen mehr als einem Drittel der Raumläng entsprechen. 

Eine weitere oftmals beschriebene Regel: Stellt Eure Abhöre nicht in der Mitte des Raums auf da Ihr dort mit der grössten Wahrscheinlichkeit Probleme mit den Bassfrequenzen haben werdet. Ist Euer Raum quadratisch so werdet Ihr ebenfalls mit den Bässen zu kämpfen haben. Generell gesagt sind bei der Raumakustik ungerade Dimensionen besser als symmetrische. 

Stellt Eure Abhöre richtig auf

Wie Ihr vielleicht bereits erkannt habt ist nicht nur die Platzierung Eurer Abhöre im Raum wichtig, sondern auch die Positionierung Eurer Lautsprecher. Idealerweise sollte Euer Kopf und die zwei Lautsprecher in aufrechter Sitzposition Teil eines gleichseitigen Dreiecks darstellen. Winkelt die Lautsprecher bei ungefähr 30 Grad an. Die Hochtöner sollten ungefähr auf Ohrhöhe sein, da dies das beste Stereobild verspricht. 

Entkoppelt Eure Monitore

 

Produkte wie dieseAuralex MoPads helfen Elemente akustisch zu entkoppeln

Whether your monitors are placed on a shelf, table or stands, they’re subject to a phenomenon called “acoustic coupling.” This occurs when the bass frequencies vibrate the speaker against what it’s sitting on, causing resonance that can inaccurately color what you’re hearing.

Egal ob Eure Monitore auf einem Regal, Tisch oder auf Ständern platziert sind - sie sind immer einem Phänomen mti dem Namen „Akustische Koppelung“ ausgesetzt. Dies geschieht wenn die Bassfrequenzen den Lautsprecher gegen dessen Auflagefläche vibrieren und dadurch hörebare Resonanzen und Färbungen des Wiedergabesignals entstehen. 

Dieser Tipp verlangt von Euch ein wenig Geld zu investieren, da Ihr hier ein Isolationsprodukt wie Primacoustic’s Recoil Stabilizers, Auralex MoPads, oder eines der verschiedenen Produkte von IsoAcoustics erwerben müsst.

Verwendet für Stimmenaufnahmen einen Popschutz

Sind Euch schon mal die unschönen “Ps” und “Bs”  bei Stimmenaufnahmen aufgefallen? Diese werden also “Plosives” bezeichnet und auch wenn man sie nicht komplett eliminieren kann, so hilft hier ein Popfilter doch massiv diese in den Aufnahmen zu minimieren. Ihr könnt hier zwischen €20 und €200 ausgeben, doch so um die €50 findet Ihr bereits sehr gute Modelle. 

Schreibt Eure Kabel an

Ah ja Kabel - der Freund und Feind eines jeden Tontechnikers. Ihr versucht sie schön zu organiseren doch bevor Ihr Euch verseht sind sie überall, verheddern sich und führen zu einem konstanten Stresszustand. Neben einem guten Kabelbinder pro Kabel ist es absolut empfehlenswert jedes Kabel anzuschreiben damit Ihr wisst welches wo eingesteckt ist. Glaubt mir - je grösser die Aufnahmesession desto wichtiger wird dies!

Es gibt eine Menge Arten Kabel anzuschreiben. Der günstigste Weg ist mit einem einfachen Klebeband (nehmt dazu Malerband das nicht allzu klebrig ist). das man um ein Kabel wickelt und auf den zwei klebrigen Enden zusammendrückt. Dies könnt Ihr dann ganz einfach mit einem wasserfesten Filzstift anschreiben. 

Mit einer kleinen Investition könnt Ihr aber auch ein Labelgerät verwenden und das ganz noch etwas professionelle aussehen lassen. 

Organisiert Eure Kabel, Adapter, etc.

 

Verschiedenes Zubehör in Behältern zu organisieren räumt Euer Studio auf und mahcht es Euch wesentlich einfacher Dinge zu finden

Seid Ihr wie ich so besitzt Ihr wahrscheinlich eine Menge Adapter, Verlängerungskabel und sonstiges Studio Zubehör das nicht einfach so einen eigenen Platz besitzt. 

Ist dies der Fall so empfehle ich Euch die Anschaffung von ein paar günstigen Kunststoffboxen denen Ihr alle einen bestimmten Typ Zubehör zuweist. Ich habe zum Beispiel separate Boxen für Klinkenkabel (je eine für 1/4’’ und eine für 1/8’’), Gitarrensaiten, Kabelbinder und so weiter. Natürlich solltet Ihr die allesamt auch anschreiben um die Übersicht nicht zu verlieren. 

Dies macht nicht nur Euer Leben einfacher, sondern lässt auch Euer Studio viel aufgeräumter daher kommen. Wer keine Kunststoffboxen kaufen möchte kann auch Schuschachteln nehmen - auch wenn diese Lösung bei weitem nicht so elegant ist. 

Erstellt eine Datenbank mit Seriennummern aller Anwendungen die Ihr besitzt

Es sei denn Ihr ladet Software aus dem Apple Store herunter so ist es doch immer noch kritisch die Seriennummer seiner Software, Activation Keys, Download URLs und Login Info sicher aufzubewahren - zum Beispiel in einem suchbaren Dokument. 

Da könnt Ihr ganz einfach eine Excel Datei nehmen, oder auf ein Google Doc zurückgreifen (solange Ihr Euch dort an den Zugang erinnern könnt…). Diese Arbeit wird Euch ein bisschen Zeit kosten, doch ist die Zeit gekommen einen neuen Computer aufzusetzen so werdet Ihr Euch dies mehrfach danken!

Erstellt eigene DAW Template

 

Eigene Session Templates zu erstellen hilft Euch die Arbeit effizienter zu gestalten

Es empfiehlt sich für Eure Projekte ein paar spezifische Templates zu erstellen, damit Ihr bei neuen Aufnahmen nicht immer von vorne anfangen müsst. Definiert dort Spur Typen (Mono Audio, Stereo Audio, virtuelle Instrumente und so weiter) und fügt alle Plug-Ins und spezielle Routings hinzu die Ihr verwendet werdet. 

Arbeitet Ihr bei verschiedenen Sessions mit verschiedenen Sampling Rate so erstellt ein Template für eine 44.1 kHz Session und ein Template für eine 48 kHz Session. 

Definiert für Eure Aufnahmedaten ein Backup Sytem

Solltet Ihr noch kein regelmässiges Backupsystem haben so fangt jetzt damit an! Festplatten sind Fehler die nur darauf warten zu pasisieren und der nächste Crash ist nur eine Frage der Zeit. Solltet Ihr schon seit Monaten an Eurem Meisterwerk arbeiten so könnte nur ein Festplattenfehler das gesamte Werk zerstören! Verwendet Ihr einen Mac so nehmt die Time Machine Software von Apple oder zahlt €10 pro Monat und kauft Euch 1 TB Dropbox Speicher um gegen alle Arten von Katastrophen gesichert zu sein.

 

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