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Wie man sich ein extrem portables, vom Netz unabhängiges iPad Studio zusammenbaut

Studio im Rucksack — Teil 1

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Habt Ihr jemals von einem komplett mobilen Studio geträumt - einer kompakten Lösung die in Euren Rucksack passt? Etwas das Ihr überall mit hinnehmen könnt und es Euch erlaubt auch an Orten ohne Steckdose aufzunehmen? Dank dem iPad von Apple ist dieser Traum sowohl erreichbar als auch zahlbar geworden.

In diesem Artikel werde ich Euch aufzeigen was es braucht um ein mobiles Studio zu realisieren. Wie bei eurem Computer Studio benötigt auch das iPad ein gewisses Mass an zusätzlicher Hardware. Auch wenn ich in nachfolgendem Artikel auf bestimmte Produkte eingehe so soll dies keinesfalls als Kaufempfehlung rüberkommen, sondern mehr als generelle Herangehensweise an ein solches portables Setup.

Vorsprung durch Technik

Als die ersten iOS Geräte auf dem Markt erschienen steckten Musik Apps noch in ihren Babyschuhen - es gab die virtuelle Tastatur und einen animierten Roboter Synthesizer. Die 16 Bit Audioqualität war ok, doch das grosse Problem war wie man Audio in das Gerät brachte ohne dabei auf das eher schlechte eingebaute Audiomikrofon zurückgreifen zu müssen.

 
 
Die Multitrack DAW App ist eine von vielen exzellenten Recording Apps für das iPad.

NHeutzutage ist 24 Bit / 48 kHz auf dem iPad Standard und gewisse Audio Interfaces ermöglichen sogar noch höhere Auflösungen. Ihr könnt zudem bis zu vier Spuren gleichzeitig aufnehmen - angenommen man besitzt die richtige Kombination aus Hardware und Software.

Auch wenn die meisten DAW Apps für das iPad auch in Versionen für das iPhone und den iPod Touch zur Verfügung stehen so sind deren Bildschirme doch eher klein und erlauben für Aufnahmen und Editierarbeiten keinen echten Komfort. Solltet Ihr mit diesen Einschränkungen leben können, so kann man natürlich auch auf diese kleineren Geräte zurückgreifen - in diesem Artikel werden wir uns jedoch auf die Arbeit mit dem iPad konzentrieren.

Auf der anderen Seite ist natürlich auch eine Laptop basierte Lösung denkbar - das iPad ist aber weitaus portabler und bietet dem Anwender aufgrund seines Touchscreens einen anderen Arbeitsfluss.

Rein und Raus

Ich fange nun mit der wichtigsten Komponente für Euer Studio an: Dem Audio Interface. Für die ultimative Flexibilität braucht Ihr eine Bus gespiesenes - also eines das nicht von einer Steckdose abhängig ist. Auf diese Weise könnt Ihr aufnehmen solange Euer iPad mitmacht.

Ihr wollt ein Interface mit XLR Eingängen für Stimmen und Instrumente, sowie 1/4'' Eingänge für DI Signale (Gitarren und Bässe) Solltet Ihr beabsichtigen mit virutellen Instrumenten zu spielen so wäre auch noch eine MIDI Schnittstelle sexy.

Es gibt bereits eine Menge Lösungen mit iOS Support: Kleine Interfaces wie Apogee One for iPad and Mac (nur Audio), das IK Multimedia iRig PRO (Audio und MIDI), 'Tabletop' Geräte wie das Roland UA-22 Duo-Capture EX (Audio und MIDI) und das Focusrite iTrack Solo (nur Audio), oder Produkte mit Docks die mit Batterien betrieben werden können wie das  Behringer iStudio iS202 (Audio und MIDI). 

Ein so genanntes 'Class-Compliant USB Audio Interface' welches für den Einsatz mit einem Computer konzipiert wurde zu verwenden ist eine weitere Herangehensweise. Die meisten funktionieren über einen der Apple USB Adapter. Nehmt dazu den Apple Lightning to USB Camera Adapter für Lightning-bestückte iPads (iPad 4th Generation höher), oder das Apple iPad Camera Connection Kit für ältere iPads.

 
 
Das Alesis iO Dock II ist ein weiteres Beispiel eines Audio Interfaces mit Docking Station.  

Nicht alle USB Audio Interfaces können über den Bus eines iOS Geräts gespiesen werden. Entscheidet man sich für einen Adapter so eröffnen sich weitaus mehr Möglichkeiten - wie z.B. die Verwendung eines USB Interfaces mit mehreren Eingängen. Achtet einfach darauf, dass Euer iOS Gerät am Ende auch alle diese Eingänge unterstützt. 

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