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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 21

Mit EQs Raum und Tiefe erzeugen

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Im Gegensatz zum gängigen Glauben werden nicht nur Panning und Ambience dazu verwendet um Objekte im Raum eines Mixes zu positionieren. Wie wir sehen werden kann dies auch direkt mit einem EQ geschehen.

Tiefe

 
 

Ein Instrument bringt man nach hinten indem man die Höhen mit einem Shelving Filter anhebt. 

Um zu verstehen wie EQ Einstellungen das Gefühl der Tiefe beeinflussen können müssen wir erst einmal unsere räumliche Wahrnehmung analysieren. Inwiefern unterscheidet sich ein Klangereignis das nahe bei uns liegt zu einem weiter entfernten? Bewegen wir uns zu Hause von einem Geräusch weg so fällt uns zuerst einmal auf, dass der Klang an Höhen verliert. Wieso nicht diese Erkenntnis bei einem Mixdown zu eigen machen? Ihr solltet ja bereits eine ziemlich gute Vorstellung davon haben welches Instrumente nach vorne geholt wird und welches nach hinten. Sich jetzt schon an dieser Stelle um die Tiefenstaffelung zu kümmern wird Euch später beim Einsatz von Reverbs nur entgegenkommen. 

Ihr könnt ein Objekt ganz einfach in den Hintergrund bringen indem Ihr die Höhen mit einem Shelving Filter bearbeitet. Mit Vorsicht eingesetzt wird dadurch Eure ganze Arbeit nicht wesentlich beeinflusst. Die Regel ist relativ einfach: Je weiter zurück Ihr ein Instrument bringen wollt desto mehr müsst Ihr es anheben und desto tiefer solltet Ihr den Shelving Filter ansetzen. Wie bei so vielem so ist auch hier nicht der Vorschlaghammer notwendig. Eine Absenkung von -0.5 dB bei 10 kHz bringt das Signal schon ziemlich weit nach hinten - stellt Euch also vor was -3 dB bei 4 kHz anrichten können!

Bevor wir nun weitergehen sollten wir noch einmal kurz auf das Thema Kontrast zu sprechen kommen. Vergesst nicht, dass weiss neben schwarz noch viel heller wirkt. Ein Instrument wird also noch wesentlich mehr hervorgehoben wenn alle anderen in den Hintergrund gebracht wurden.

Tiefe

Weite und Tiefe eines Klangs stehen in einem klaren Bezug zu einander. Je weiter der Klang ist desto schwieriger wird es ihn räumlich zu positionieren. Somit können wir schlussfolgern, dass man um einen Klang klar im Raum positionieren zu können ihn zuerst nach vorne bringen muss. Also muss man das Signal genau umgekehrt wie vorher bearbeiten - man muss es also gezielt die Höhen hervorheben. 

 
 

Ihr könnt die Positionierung eines Elementes noch weiter unterstreichen indem Ihr die Bassfrequenzen absenkt. 

Bässe sind dagegen weniger gerichtet wie Höhen. Möchte man also ein Instrument extrem im Stereobild verteilen so hilft es bei diesem mit einem Shevling Filter den Bassanteil abzusenken. 

Wendet Ihr diese „Rezepte’ konsequent neben den Panning Einstellungen des Rough Mixes an so solltet Ihr jetzt ein noch breiteres Stereobild erzeugt haben. 

Im nächsten Artikel besprechen wir ein paar abschliessende Tipps und Tricks im Umgang mit EQs. 

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