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Mastering und der Multiband Kompressor

Mastering zu Hause - Teil 7
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Im letzten Teil dieser Serie haben wir das Mastering mit einem klassischen Kompressor besprochen. Jetzt ist es langsam an der Zeit das Thema Multiband Kompression anzugehen.

Was war das genau?

Wie der Name schon suggeriert ist ein Multiband Kompressor zuerst und vor allem ein Kompressor. Was das angeht so findet man auch dort dieselben Parameter wie bei einem klassischen Kompressor. Darüber hinaus hat man aber noch die Möglichkeit verschiedene Frequenzbänder unterschiedlich zu bearbeiten - man kann also für jedes Frequenzband separate Werte für Ratio, Threshold, Makeup Gain, Attach und Release einstellen.

Und was soll das?

Home Mastering Compressor

Bässe verleihen dem Mix Energie. Somit reagiert ein Kompressor auf Pegelspitzen aus dieser Region empfindlicher und öfter. Besitzt der Song an dem Ihr arbeitet also eine Menge 'wilde' dynamische Bässe, so kann es durchaus sein, dass der Kompressor gleichzeitig auch den gesamten restlichen Mix zerdrückt. Bedenkt man auch, dass je höher das Signal die Schallwellen immer kürzer werden, so macht es durchaus Sinn die Einstellungen dem jeweiligen Frequenzband anzupassen.

Mit einem Multiband Kompressor könnt Ihr also die Dynamik eines Songs viel genauer bearbeiten und dabei immer noch Transparent bleiben. Der Umgang mit einem Multiband Kompressor will jedoch gelernt sein, denn man kann damit auch ohne weiteres einen Mix zerstören. Bedenkt immer, dass Ihr nämlich nicht nur die Dynamik, sondern auch die spektrale Balance beeinträchtigt. Passt Ihr nicht auf, so könnt Ihr Eure Arbeit ganz schön versauen. Seid Ihr also mit der Arbeit eines herkömmlichen Kompressors zufrieden, so solltet Ihr Euch zweimal überlegen, ob Ihr Euch wirklich auf unbekanntes Terrain hinaus traut.

Herangehensweise

Home Mastering Compressor

Zuerst solltet Ihr Euch überlegen, welche Frequenzbänder Ihr separat bearbeiten möchtet. Bedenkt dabei dass weniger mehr ist und man auch bei zwei bis drei Bändern schon die meisten Mixes in den Griff bekommen sollte. Benötigt Ihr mehr Bänder, so deutet dies eher auf ein Problem im Mix selber hin - in dem Fall solltet Ihr wohl lieber zurück zur Quelle gehen. Folgende Schritte bieten sich an:

  • Um die Bässe und Mitten zu trennen sucht nach dem 'Körper' des Basses und des Kicks, ohne dass dabei Stimmen, Gitarren, Klavier und so weiter beeinträchtigt werden. So um die 120 Hz dürfte ein guter Startpunkt sein.
  • Die Mitten und die Höhen trennt man am besten indem man zum einen die Stimme im Mittenband lässt - ansonsten riskiert man diese mit der Kompression in die Zerrung zu treiben. Hier wird man wahrscheinlich irgendwo zwischen 5 kHz und 8kHz fündig.  

Sind die Bänder mal aufgeteilt so kann man die Kompression eigentlich wie bei einem herkömmlichen Kompressor einstellen. Bei einem Multiband Kompressor wird einem häufig die Möglichkeit angeboten die einzelnen Frequenzbänder Solo anzuhören - es empfiehlt sich diese Funktion so viel wie möglich zu verwenden.

Die richtigen Werkzeuge

Bevor wir dieses Kapitel beenden möchte ich Euch noch ein paar Plug-Ins vorstellen (Normal und Multiband) die vor allem durch ihre Qualität bestechen. Wie immer findet sich nachfolgend etwas für jedes Budget:

 *Click here to view all installments of this multi-part series*

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